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Daina Ashbee: J'ai pleuré avec les chiens

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J'ai pleuré avec les chiens – TIME, CREATION, DESTRUCTION 
Daina Ashbee
Berlin-Premiere: 9. August 2022 (Tanz im August
St. Elisabeth-Kirche Berlin

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Zum Inhalt: Ausgangspunkt für das erste Gruppenstück der kanadischen Choreografin Daina Ashbee ist die Erkundung eines Gefühls: des Trosts, den wir verspüren, wenn wir unsere Hunde an uns drücken, mit unseren hündischen Gefährt:innen heulen. Inmitten von Geknurre, Gekläffe, Tränen und Rufen steigen männliche und weibliche Körper auf allen Vieren kreuz und quer übereinander und durchlaufen dabei tranceartige Zustände von Schmerz und Unterwerfung. Ashbee verweigert sich kolonialistischen und kapitalistischen Kategorien und schafft so einen Raum für Flüchtiges, Vergängliches und Entblößtes.

Tina kommt nicht

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TINA KOMMT NICHT 
dreiteiliger Abend von den elektroschuhen, Bin!, Nitzsche&Hummel
Premiere: 24. Juni 2022 
Acker Stadt Palast Berlin 

MAIDEN TURN OF RACE / symphony no 1 “from the other side” for violin, electronics and hidden choir
Die Musikerin und Komponistin Sabine Bremer stellt zusammen mit der Performerin Ini
Dill und dem Filmemacher Arne Nitzsche die erste gemeinsame Arbeit und zugleich preview ihres Debut-Albums vor. Die genreübergreifende Performance MAIDEN TURN OF RACE eröffnet neue Blickwinkel in die Musizier- und Erzählmöglichkeiten des 21. Jahrhundert.
Performance, Bühne, Kostüm Sabine Bremer, Ini Dill Musik Sabine Bremer Video Arne Nitzsche Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR

Die Hermannsschlacht

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DIE HERMANNSSCHLACHT 
nach Christian Dietrich Grabbe
Regie: Peter Atanassow
Premiere: 8. Juni 2022 
Freilufttheater in der Jungfernheide Berlin

Zum Inhalt: Hermann, dem Cherusker, gelingt im Jahre 9 im Teutoburger Wald das Unmögliche: mit partisanischer List lockt er die übermächtigen römischen Besatzer in den Hinterhalt unwegsamer germanischer Wälder, wo er vereint mit den bislang zerstrittenen Stammesfürsten die Legionen des Varus vernichtend schlägt. Im Siegesrausch holt Hermann zum Angriff gegen Rom aus, doch die germanischen Stämme verweigern ihm die Gefolgschaft.
Hermann, einst als Geisel nach Rom gebracht, wurde dort zum Feldherrn Arminius ausgebildet. Nach außen Römer, bleibt er doch Germane und geht als Held und Einiger in die deutsche Geschichte ein. Ende des 19. Jahrhundert erheben ihn deutsche Intellektuelle zum Sinnbild germanischer Vitalität und kämpferischer Überlegenheit.

Madre®

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MADRE®
von Marta Barceló
 
Regie: Réka Kincses 
Premiere: 29. April 2022 
Heimathafen Neukölln, Berlin

Zum Inhalt: Suche Tocher, biete Mutter. MADRE® ist ein Stück über Liebe und Sehnsucht, über Verabredung und Verbindlichkeit, aber auch über deren käuflichen Wert. 

Das Stück erzählt von einer ganz besonderen Beziehung zwischen einer Mutter und einer Tochter.
Die Tochter hat im Leben alles erreicht. Sie ist stark und erfolgreich und ein Profi im Erschaffen von Bildern eines glücklichen Lebens. Sie leitet eine riesige Werbeagentur. Nur eines fehlt ihr: eine Mutter. 

Die Mutter dagegen lebt in engen Verhältnissen. Seit sie verwitwet ist, hat sie mehr Zeit denn je. Für eine Tochter sowieso. Und ihre kleine Rente könnte auch eine Aufbesserung vertragen. Die Mutter wendet sich also an die Tochter mit einem Angebot, welches diese nicht ausschlagen kann. Die beiden bilden entgegen aller Widrigkeiten eine atypische Familie, in der die eine jeweils das verkörpert, was der anderen fehlt.

Finsternis

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FINSTERNIS 
nach „Schiffbruch vor Lampedusa“ von Davide Enia
 
Regie: Andreas Merz Raykov 
Premiere: 25. Februar 2022  
Theaterdiscounter Berlin

Zum Inhalt: Davide Enia beschreibt in seinem Roman „Schiffbruch vor Lampedusa“ die Geschehnisse auf der italienischen Mittelmeerinsel, die seit 20 Jahren Sinnbild für die Krise an den europäischen Außengrenzen ist - und Schicksalsort für Geflüchtete, deren Retter*innen und die dort lebenden Menschen. Dabei spiegelt er die sich permanent weiter vollziehende Katastrophe an seiner eigenen Familiengeschichte.
In seinen Berichten und Interviews mit Zeugen und Beteiligten der Ereignisse auf Lampedusa erscheinen die Geschehnisse nicht mehr nur als eine „Krise der anderen“, der „Unsichtbaren“, sondern vor allem auch als unsere eigene. Wie der Krebs, der Davides Onkel langsam von innen zerfrisst, höhlt auch unser Nichtstun allmählich unser europäisches Selbstverständnis als Vorreiter von Humanität und Menschenrechten aus - als Krankheit, die unser Zusammenleben tiefgreifender bedroht als jede Migration es jemals könnte.

Virgo Cluster + Evoke Compose Deploy Listen

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VIRGO CLUSTER + EVOKE COMPOSE DEPLOY LISTEN 
Angelo Petracca
Premiere: 12. Februar 2022 
Acker Stadt Palast Berlin 

Zum Inhalt: Zwei hybride Körper entfalten sich in einem poetischen Rahmen, entscheiden sich für Ehrlichkeit und Intuition, um eine Bewegung zu kreieren.
Diese beiden choreografischen Arbeiten markieren einen künstlerischen Höhepunkt im Schaffen von Angelo Petracca.
Ausgangspunkt ist, Hypothesen einer Produktion auf die Bühne zu bringen, Entwürfe, bei die Dynamik unterbrochen wird. Ein nie endender kreativer Prozess wird auf die Bühne gebracht; das Gefühl der Unvollständigkeit regt die Fantasie des Publikum an.
Angelo sucht nach Methoden, die die Hybridisierung zwischen Realität und Fiktion, Intuition und Erwartung ermöglichen. Durch die Verwendung archetypischer Bilder bringen die beiden Choreografien eine starke Körperarbeit auf die Bühne und weisen auf eine mögliche neue Art der Bewegung hin.

Tax for free

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TAX FOR FREE 
Scholz und Tschentscher geben einen aus und Michael Kohlhaas wundert sich
 
Regie: Helge Schmidt 
Online-Premiere: 3. Juni 2021 
Lichthof Theater Hamburg 
Berlin-Premiere: 3. Februar 2022 
Theaterdiscounter Berlin 

Zum Inhalt: Das Theaterstück „Tax for free – Scholz und Tschentscher geben einen aus und Michael Kohlhaas wundert sich“ erzählt die Chronik eines politischen Skandals: Der Stadtstaat Hamburg fordert 2016 von der Privatbank M.M. Warburg & CO 47 Millionen Euro Steuergeld zurück. Dieser Betrag wurde mutmaßlich durch Cum-Ex-Geschäfte zu Unrecht vom Fiskus erstattet. Dann jedoch trifft sich der Mitinhaber der Bank mit dem Regierenden Bürgermeister Olaf Scholz. Innerhalb weniger Tage entscheidet sich die Finanzbehörde unter Senator Peter Tschentscher dazu, auf die Erstattung zu verzichten. Was damals besprochen wurde, will heute keiner mehr wissen.

Das öde Haus

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DAS ÖDE HAUS 
nach E. T. A. Hoffmann
Regie: Felix Goldmann 
Premiere: 29. Oktober 2021 
ACUDtheater Berlin

Zum Inhalt: Stellen Sie sich vor: Sie kommen in eine große Stadt, sagen wir, eine Metropole, sie schlendern herum, genießen das vielstimmige Miteinander der unterschiedlichsten Menschen. Sie sehen teure Villen und schöne Parks, herunter gekommene Mietshäuser und Plätze, auf denen Müll und Hundekot herumliegen – alles fein säuberlich nach Bezirken getrennt.
Und da entdecken Sie in einer superteuren Gegend, direkt auf der Luxusmeile, ein eingeklemmt zwischen Protzbauten hockendes, kleines, abgerissenes, vergammeltes Haus: Die Fenster zugetackert, im Erdgeschoss sogar zugemauert, keine Klingel, kein Türschild, nichts.
Natürlich fragen Sie sich, was wohl mit dem Besitzer los ist, warum er das Haus verkommen lässt. „Ganz zufällig“ erhalten sie unterschiedliche, sich widersprechende Informationen. Eine zarte, wunderschöne Frauenhand mit einem blitzenden Diamanten am Finger erscheint kurz in einem der Fenster, aber der Verwalter bestreitet die Anwesenheit einer Frau im Haus. Sie beginnen das Haus zu beobachten, entdecken Anzeichen von „Verschleierung und Verdunklung“. Sie werden misstrauisch gegenüber den banalen Erklärungen, die man Ihnen liefert und fragen sich, ob da nicht vielleicht richtig schreckliche Dinge geschehen, jemand gefangen gehalten, gequält, gefoltert wird..?!

Ödipus, Tyrann

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ÖDIPUS, TYRANN 
nach Heiner Müller
Regie: Peter Atanassow
Premiere: 27. Oktober 2021 
Freilufttheater in der Jungfernheide Berlin

Zum Inhalt: Die Pest herrscht in Theben und mit ihr das Warten auf die Antwort einer Frage: Was tun? Kreon, ausgesandt, das Wort des Orakels zu überbringen, kehrt mit einer klaren Botschaft des Gottes Apollon zurück: Demnach befände sich der Mörder des Königs Laios noch im Lande und müsse verbannt oder getötet werden, um den Pestfluch zu beenden. König Ödipus schwört vor der Bürgerschaft, die Untat aufzuklären - nicht ahnend, am Ende dieser Ermittlung selbst der gesuchte Mörder zu sein.
Das Stück erzählt vom Verhältnis der Menschen zu Ordnung und Gesetz, erzählt vom Konflikt zwischen Bestimmung und Freiheit der Entscheidung. Für aufBruch führt die Geschichte unmittelbar zum Sinn von Theater im Gefängnis: Wie geht man um mit Tat und Strafe? Kann man unschuldig schuldig werden?

Drei Lügen zu viel

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DREI LÜGEN ZU VIEL
von Frank Lüdecke und Sören Sieg
 
Premiere: 22. Oktober 2021 
Die Stachelschweine - Kabarett-Theater im Europa-Center, Berlin
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KARTEN ONLINE BESTELLENZum Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2022. Corona ist überwunden. Doch schon droht eine neue Gefahr! Drei Menschen in einem Geheimbunker am Potsdamer Platz, tief unter der Erde, ausgewählt von Angela Merkel selbst, sollen die Welt retten. Und es muss schnell gehen. Denn das Desaster scheint unaufhaltsam. Ehen sind bereits tausendfach zerbrochen, Weltkonzernen droht die Pleite, die „Tagesschau“ muss abgeschaltet werden und Markus Söder will Bayern in die Unabhängigkeit führen. Denn eine neue gefährliche Krankheit breitet sich aus: Das Wahrheitsvirus. Die Opfer verlernen alles, was zivilisierte Menschen im Leben benötigen: Schummeln, Schwindeln, Flunkern, Lügen und Verschweigen. Sie müssen das Gefährlichste überhaupt tun: Allem und jedem die Wahrheit sagen. Unsere Helden arbeiten fieberhaft an einer Lösung. Ein Vier-Sterne-General, eine Medizinnobelpreisträgerin, der CEO eines Weltkonzerns - waren leider verhindert. Aber es gibt kompetenten Ersatz: Eine Neuköllner Streifenpolizistin, ein Psychiater aus Mecklenburg-Vorpommern und die Gleichstellungsbeauftragte für Britz-Buckow-Rudow. Sie haben keine Ahnung und nur 24 Stunden, ehe das Virus Moskau, Washington und Pjöngjang erreicht. Sie können sich nicht ausstehen, die Geheimdienste sind hinter ihnen her, Olaf Scholz streicht ihr Budget auf 56,50 Euro plus Verpflegungspauschale zusammen, und dann fällt auch noch das Gratis-WLAN aus...


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