Bewertung und Kritik zu

Die Klima-Monologe

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DIE KLIMA-MONOLOGE
Dokumentarisches Theater von Michael Ruf
 
Premiere: 24. November 2022 
Heimathafen Neukölln, Berlin

Zum Inhalt: Dürren, Überschwemmungen, Stürme. Unbewohnbare Zonen und Verteilungskämpfe breiten sich aus. Das Zeitfenster, das noch zum Handeln bleibt, wird immer kleiner. Die Klima-Monologe erzählen von den weltweiten Kämpfen verschiedenster Menschen gegen den Klimawandel. Sie geben Einblick, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt ganz konkret die Folgen des Klimawandels in ihren eigenen Biografien spüren.

Die Akteur*innen müssen immer wieder existenzielle Entscheidungen treffen: zwischen zu Hause bleiben oder weggehen, zwischen Ernteausfällen auf dem Land oder dem Leben als Tagelöhner in der Stadt, zwischen Sicherheit und Identität, zwischen Hunger und Risiko.

Der goldene Topf

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DER GOLDENE TOPF 
nach E. T. A. Hoffmann
Regie: Sascha Weipert 
Premiere: 31. August 2022 
ACUDtheater Berlin

Zum Inhalt: Die Handlung des Märchens beginnt an einem Himmelfahrtstag in Dresden: Ein junger Student namens Anselmus stößt am Schwarzen Tor den Korb einer alten Apfelhändlerin um. Um den Schaden der alten Frau zu mildern, gibt er ihr seinen ganzen Geldbeutel, den er eigentlich für’s Feiern verwenden wollte, rennt dann aber schnell weg. Die Frau beschimpft ihn. Damit beginnen die phantastischen Abenteuer des Studenten Anselmus mit der goldgrünen Schlange, dem bösen Äpfelweib, Veronika und dem Goldenen Topf…

Romulus der Große

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ROMULUS DER GROSSE 
von Friedrich Dürrenmatt
Regie: Peter Atanassow
Premiere: 24. August 2022 
Freilufttheater in der Jungfernheide Berlin

Zum Inhalt: Die Zeitreise führt ins Rom des Jahres 476: Die Staatskassen sind leer, die Armee fahnenflüchtig, die Germanen stehen vor der Tür – die Lage ist aussichtslos. Kaiser Romulus muss tun, was des Kaisers ist: Er muss eine Lösung finden! Aber ihn plagt eine viel größere Sorge: Seine Legehennen streiken, sie legen kaum noch Eier. Was soll das?! Die Untertanen schütteln verzweifelt den Kopf, andere hauen einfach ab. Letzte Mittel kommen ins Gespräch: etwa ein Auftragsmord oder die Idee, die Tochter des Kaisers an einen reichen Magnaten zu verschachern. Romulus verweigert das dringende Staatsgeschäft …

Schnee ist nichts nur eine Sammlung von schmelzenden Kristallen

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SCHNEE IST NICHTS NUR EINE SAMMLUNG VON SCHMELZENDEN KRISTALLEN
von Cordt Mannigel
Regie: Ralf Blank 
Premiere: 18. August 2022 
Theater shortvivant 

Zum Inhalt: Der Ballett-Tänzer Marko ist verschwunden. Eben noch lebte er in einem modernen Haus mit Pool. Nun offensichtlich entführt. Ike und Cliff reisend. Klara besorgt. Fynn beobachtend. Floyd bewundernd. Javier und Guilherme wissend. Sie beherrschen die schwierigen Fouetté turns und alle kreisen um Marko. In einer entsetzlichen Nacht im Schnee fing alles an.

Daina Ashbee: J'ai pleuré avec les chiens

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J'ai pleuré avec les chiens – TIME, CREATION, DESTRUCTION 
Daina Ashbee
Premiere: 8. Juni 2021 (Les Rencontres Chorégraphiques Internationales de Seine-Saint Denis, Paris) 
Berlin-Premiere: 9. August 2022 (Tanz im August
St. Elisabeth-Kirche Berlin

Reservix Ticketing SystemTICKETS ONLINE KAUFEN 
 

Zum Inhalt: Ausgangspunkt für das erste Gruppenstück der kanadischen Choreografin Daina Ashbee ist die Erkundung eines Gefühls: des Trosts, den wir verspüren, wenn wir unsere Hunde an uns drücken, mit unseren hündischen Gefährt:innen heulen. Inmitten von Geknurre, Gekläffe, Tränen und Rufen steigen männliche und weibliche Körper auf allen Vieren kreuz und quer übereinander und durchlaufen dabei tranceartige Zustände von Schmerz und Unterwerfung. Ashbee verweigert sich kolonialistischen und kapitalistischen Kategorien und schafft so einen Raum für Flüchtiges, Vergängliches und Entblößtes.

Tina kommt nicht

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TINA KOMMT NICHT 
dreiteiliger Abend von den elektroschuhen, Bin!, Nitzsche&Hummel
Premiere: 24. Juni 2022 
Acker Stadt Palast Berlin 

MAIDEN TURN OF RACE / symphony no 1 “from the other side” for violin, electronics and hidden choir
Die Musikerin und Komponistin Sabine Bremer stellt zusammen mit der Performerin Ini
Dill und dem Filmemacher Arne Nitzsche die erste gemeinsame Arbeit und zugleich preview ihres Debut-Albums vor. Die genreübergreifende Performance MAIDEN TURN OF RACE eröffnet neue Blickwinkel in die Musizier- und Erzählmöglichkeiten des 21. Jahrhundert.
Performance, Bühne, Kostüm Sabine Bremer, Ini Dill Musik Sabine Bremer Video Arne Nitzsche Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR

Die Hermannsschlacht

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DIE HERMANNSSCHLACHT 
nach Christian Dietrich Grabbe
Regie: Peter Atanassow
Premiere: 8. Juni 2022 
Freilufttheater in der Jungfernheide Berlin

Zum Inhalt: Hermann, dem Cherusker, gelingt im Jahre 9 im Teutoburger Wald das Unmögliche: mit partisanischer List lockt er die übermächtigen römischen Besatzer in den Hinterhalt unwegsamer germanischer Wälder, wo er vereint mit den bislang zerstrittenen Stammesfürsten die Legionen des Varus vernichtend schlägt. Im Siegesrausch holt Hermann zum Angriff gegen Rom aus, doch die germanischen Stämme verweigern ihm die Gefolgschaft.
Hermann, einst als Geisel nach Rom gebracht, wurde dort zum Feldherrn Arminius ausgebildet. Nach außen Römer, bleibt er doch Germane und geht als Held und Einiger in die deutsche Geschichte ein. Ende des 19. Jahrhundert erheben ihn deutsche Intellektuelle zum Sinnbild germanischer Vitalität und kämpferischer Überlegenheit.

Viel Lärm um nichts

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VIEL LÄRM UM NICHTS 
von William Shakespeare
Regie: Thomas Hollaender
Premiere: 7. Juni 2022
Shakespeare Company Berlin im Theater am Insulaner

Zum Inhalt: Siegreich und voller Lebenslust kehren Prinz Pedro und seine Begleiter Benedikt und Claudio nach Messina zurück. Kaum angekommen, verliebt sich Claudio in Hero, die Tochter des GouverneurS. Währenddessen streiten die zwei Wortakrobaten und überzeugten Singles Beatrice und Benedikt darum, wer den anderen mehr verabscheut. Eine ausgeklügelte Verkupplungsaktion der Freunde soll die beiden zueinander führen. Das Happy End scheint zum Greifen nah, aber über die zart geknüpften Bande Legt sich der Schatten einer perfiden Intrige. Verleumdungen wandeln Verliebtheit in Verachtung und Freude in Trauer – doch es gibt einen Weg aus diesem Irrgarten der Gefühle.

Madre®

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MADRE®
von Marta Barceló
 
Regie: Réka Kincses 
Premiere: 29. April 2022 
Heimathafen Neukölln, Berlin

Zum Inhalt: Suche Tocher, biete Mutter. MADRE® ist ein Stück über Liebe und Sehnsucht, über Verabredung und Verbindlichkeit, aber auch über deren käuflichen Wert. 

Das Stück erzählt von einer ganz besonderen Beziehung zwischen einer Mutter und einer Tochter.
Die Tochter hat im Leben alles erreicht. Sie ist stark und erfolgreich und ein Profi im Erschaffen von Bildern eines glücklichen Lebens. Sie leitet eine riesige Werbeagentur. Nur eines fehlt ihr: eine Mutter. 

Die Mutter dagegen lebt in engen Verhältnissen. Seit sie verwitwet ist, hat sie mehr Zeit denn je. Für eine Tochter sowieso. Und ihre kleine Rente könnte auch eine Aufbesserung vertragen. Die Mutter wendet sich also an die Tochter mit einem Angebot, welches diese nicht ausschlagen kann. Die beiden bilden entgegen aller Widrigkeiten eine atypische Familie, in der die eine jeweils das verkörpert, was der anderen fehlt.

Finsternis

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FINSTERNIS 
nach „Schiffbruch vor Lampedusa“ von Davide Enia
 
Regie: Andreas Merz Raykov 
Premiere: 25. Februar 2022  
Theaterdiscounter Berlin

Zum Inhalt: Davide Enia beschreibt in seinem Roman „Schiffbruch vor Lampedusa“ die Geschehnisse auf der italienischen Mittelmeerinsel, die seit 20 Jahren Sinnbild für die Krise an den europäischen Außengrenzen ist - und Schicksalsort für Geflüchtete, deren Retter*innen und die dort lebenden Menschen. Dabei spiegelt er die sich permanent weiter vollziehende Katastrophe an seiner eigenen Familiengeschichte.
In seinen Berichten und Interviews mit Zeugen und Beteiligten der Ereignisse auf Lampedusa erscheinen die Geschehnisse nicht mehr nur als eine „Krise der anderen“, der „Unsichtbaren“, sondern vor allem auch als unsere eigene. Wie der Krebs, der Davides Onkel langsam von innen zerfrisst, höhlt auch unser Nichtstun allmählich unser europäisches Selbstverständnis als Vorreiter von Humanität und Menschenrechten aus - als Krankheit, die unser Zusammenleben tiefgreifender bedroht als jede Migration es jemals könnte.


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