Die Klima-Monologe



    Bewertung und Kritik zu

    DIE KLIMA-MONOLOGE
    Dokumentarisches Theater von Michael Ruf
     
    Premiere: 24. November 2022 
    Heimathafen Neukölln, Berlin

    Zum Inhalt: Dürren, Überschwemmungen, Stürme. Unbewohnbare Zonen und Verteilungskämpfe breiten sich aus. Das Zeitfenster, das noch zum Handeln bleibt, wird immer kleiner. Die Klima-Monologe erzählen von den weltweiten Kämpfen verschiedenster Menschen gegen den Klimawandel. Sie geben Einblick, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt ganz konkret die Folgen des Klimawandels in ihren eigenen Biografien spüren.

    Die Akteur*innen müssen immer wieder existenzielle Entscheidungen treffen: zwischen zu Hause bleiben oder weggehen, zwischen Ernteausfällen auf dem Land oder dem Leben als Tagelöhner in der Stadt, zwischen Sicherheit und Identität, zwischen Hunger und Risiko.

    Die Klima-Monologe sind dokumentarisches Theater. Michael Ruf führt Interviews, die mehrere Stunden, teils mehrere Tage dauern. Diese Interviews werden dann lediglich gekürzt und verdichtet. Es wird dabei nichts hinzu erfunden und die sprachliche Ausdrucksweise wird beibehalten. Wortgetreues, menschennahes Theater.


    WIR EMPFEHLEN

    5 von 5 Sterne
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    Bilder, die zum Handeln auffordern
    2 months ago
    Kritik
    ''Die "Klima-Monologe" würden auch als Hörspiel funktionieren. Die Schauspieler:innen stehen am Rand der Bühne und sprechen ins Mikrofon. Aber die Bilder entstehen im Kopf und wirken stärker als jedes Foto: Menschen, die vor Waldbränden fliehen in Autos, die so heiß sind, dass die Scheiben zerspringen. Tiere, die tot und verhungert auf der rissigen Erde liegen. Es wird einem nichts erspart, auch nicht die Vorstellung von kleinen Kindern auf Booten, die kentern, während die Kinder versuchen, sich an den Kleidern der Mütter festzuhalten. Die Informationen, die die Klimamonologe liefern, sind nicht neu. Aber das Konzept geht auf: Mit Hilfe der Geschichten kommt man den Schicksalen der Menschen ganz nah. Man kann nicht wegschauen. Die Bilder setzen sich in Kopf und Herzen fest und fordern zum Handeln auf.'' schreibt Regine Bruckmann auf rbbKultur
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