WIR EMPFEHLEN



Bewertung und Kritik zu

Bewertung und Kritik zu

FRONTERA | BORDER – A LIVING MONUMENT 
Amanda Piña
Premiere: 11. Oktober 2018 (Tanzquartier Wien) 
Deutschland-Premiere: 20. August 2021 (Tanz im August)  
Haus der Statistik Berlin 

Zum Inhalt: “Frontera | Border – A Living Monument” der mexikanisch-chilenisch-österreichischen Choreografin Amanda Piña ist inspiriert von einem Tanz, der an der Grenze zwischen den USA und Mexiko entstand. Dieser Tanz, der ursprünglich als Eroberungstanz von den Spaniern aufgeführt wurde, um den Sieg der Christen über die muslimischen Eroberer darzustellen, wandelte sich und wurde später als Widerstandsform gegen koloniale und neoliberale Mächte genutzt. In einer Choreografie, die Hip-Hop-Kultur, koloniale Erzählungen, indigene Praxen und Mystizismus verwebt, erinnert Piña uns daran, dass die Grenze nicht nur ein Strich auf einer Karte ist, sondern sich in manche Körper auch mehr einkerbt als in andere.

Bewertung und Kritik zu

ES LEBE EUROPA 
von Paul Scheerbart
Regie: Jens Schmidl 
Premiere: 12. August 2021 
Globe Berlin 

Zum Inhalt: Die deutsche Kaiserzeit, eine Dekade vor ihrem Ende: Gesellschaftlicher Stillstand und mangelnde Entfaltungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, Verelendung der proletarischen Massen in den Städten, gepaart mit einer rasanten technischen und wirtschaftlichen Entwicklung und einer experimentierfreudigen Kunst, schließlich die Ahnung eines bevorstehenden mörderischen und erbarmungslosen Krieges, stellen kompromisslos die Frage nach Zukunft.
In krisenhaften Zeiten sind die soziale Frage von Arm und Reich, die Debatten um zukunftsweisende Gesellschaftsmodelle und die Isolation und Einsamkeit des Individuums die Ingredienzien für Paul Scheerbarts zahlreiche Dramolette, jedes kaum länger als 10 Minuten. In ihnen radikalisiert er seine Figuren zu einem Reigen des Scheiterns. Ihre Protagonisten agieren in manischer Hyperaktivität, führen sich und die Gesellschaft in absoluter wie absurder Zuspitzung vor. Paul Scheerbarts Stücke sind verzerrende Hohlspiegel einer Gesellschaft, die es trotz prosperierender Ökonomie nicht schafft, eine positive Vision zu entwickeln und an Mangel von Empathie und Phantasie zugrunde geht.
Mit diesen Momentaufnahmen, die ein Brennglas auf den Mikrokosmos individueller, spielerischer, aber immer existentieller Machtausübung richten, ist Scheerbart ein nur selten gespielter revolutionärer Theatererneuerer, der auch einen Gegenentwurf zum Dogma neoliberaler Ausbeutung, Überwachung und inszenierter Individualität formuliert.

 

Bewertung und Kritik zu

UNDERDOGS 
Anne Nguyen / par Terre Dance Company
Premiere; 23. Juni 2021 (Théâtre des collines, Paris) 
Deutschland-Premiere: 6. August 2021 (Tanz im August)  
Freilichtbühne Weißensee Berlin 

Zum Inhalt: Anne Nguyen, eine Pionierin des Urban Dance, steigt tief in das kollektive Unbewusste der rebellierenden Außenseiter:innen unserer Gesellschaft ein: die “Underdogs”. Zu Soul Music, die an das politische Klima der 1970er in den USA erinnert, konfrontieren drei Tänzer:innen stolz die unsichtbare Masse ihres urbanen Erbes. Durch den Blick der Anderen und die Auseinandersetzung mit ihren eigenen Antagonismen beleuchten sie die engen Beziehungen, die sie verbinden, sowie die Entscheidungen, die sie voneinander unterscheiden.

Bewertung und Kritik zu

FÜRCHTE DEN GESCHMACK VON ROSEN
von Cillian Mirau
Regie: Ralf Blank 
Premiere: 5. August 2020 
Theater shortvivant in der Malzfabrik Berlin 

Zum Inhalt: Der seit dem Verlust seiner Frau erfolglos gewordene Schauspieler plant sein Comeback.
Er beauftragt dafür Autoren, die nicht nur Gutes planen.
Vergangenheit, Zwänge, Verbindungen und Familie werden auf den Kopf gestellt.
Modernes Theater mit absurden Elementen und Musikeinsatz.
Kurzweilige 80 Minuten in temporeichen 16 Szenen ohne Pause.

Bewertung und Kritik zu

JURI&JOANA. HINAUS INS OFFENE! 
nach den Brüdern Grimm
Leitung: Christine Dissmann
Premiere: 24. Juni 2021   
Ogalala Kreuzberg, Berlin 

Zum Inhalt: Wir sind aufgewacht und fanden uns in einer Welt wieder, die über Nacht eine andere geworden war. Oder war das schon der Anbruch einer neuen Zeit? Jedenfalls war nichts mehr, wie es vorher war. Wer war diese fremde Macht, die unsere vertraute Ordnung durcheinandergebracht hatte? Woher war jene Hexe gekommen, die uns gefangen und in seltsame Vögel verwandelt hatte? Und was blieb uns, als von Freiheit jenseits der Gitterstäbe unseres Käfigs zu träumen? Wo verlief der Weg hinaus, ins Offene?

Bewertung und Kritik zu

UNSERE STADT AUS VOGELAUGEN / EINE BLUTUNG IM DUNKELN 
mit Sivan Ben Yishai, HYENAZ und NATÜRLich
 
Premiere: 25. Oktober 2020 (Münchner Kammerspiele)
Berlin-Premiere: 14. Juni 2021 
Theaterdiscounter Berlin

Zum Inhalt: Sivan Ben Yishais konzertante Lesung erinnert an zerstörte jüdische Orte. Ursprünglich für den Spielzeitstart in Dortmund entstanden - wo die Stadt 1938 den Abriss der Synagoge verfügte - wird sie nun in Berlin an ähnlichem Schauplatz, elektronisch begleitet und visuell verstärkt, zu erleben sein. Der leere Parkplatz hinterm TD grenzt direkt an den ehemaligen Jüdenhof, dessen Erinnerung ebenfalls diktatorischem Stadtumbau zum Opfer fiel.
In einer besonderen Zusammenarbeit mit dem Elektroduo HYENAZ trägt die Autorin ihren Text ganz unliterarisch und sehr persönlich vor. Überlebensgroß wird er zudem - eingearbeitet in die Visuals von Patrícia Bateira - an die Rückfassade des Theatergebäudes projiziert und weithin zu lesen sein.
Zur Einstimmung dazu und zum Stapellauf der gesamten Draußenreihe (mit Sektempfang am 14. Juni) haben wir NATüRlich AKA Patricia Bateira zu zwei Solo-Improvisationen eingeladen. NATüRlich entwirft räumliche und klangliche Erzählungen auf der E-Gitarre und untersucht die Beziehung zwischen fließenden Transgender-Identitäten, dem kollektiven Körper und dem zeit-genoössischen Bedürfnis nach "echten" Gegenständen.

Bewertung und Kritik zu

TILL EULENSPIEGEL 
nach Brasch, Weisenborn und dem Volksbuch
Regie: Peter Atanassow
Premiere: 9. Juni 2021 
Freilufttheater in der Jungfernheide Berlin

Zum Inhalt: Die "95 Historien" des unsterblichen Schelms und Galgenstricks - den es real womöglich nie gab - haben Künstler aller Zeiten beschäftigt, von Charles de Coster bis Richard Strauß, von Gerhart Hauptmann bis Daniel Kehlmann, von Erich Kästner bis Christa und Gerhard Wolf.
In einer Collage aus Motiven des Volksbuches und Eulenspiegel-Texten von Thomas Brasch und Günther Weisenborn versetzt aufBruch Tills tolldreistes Unwesen in die Zeit des Bauernkrieges: überall Gewalt, Armut und Hunger. Das weite Rund der Freilichtbühne wird zur Manege. Hier trifft Till auf eine herumziehende Gauklertruppe.
Die droht aufgerieben zu werden zwischen revoltierenden Bauern und brutalen Landsknechten - Tills rücksichtslose Leichtigkeit als Auslöser für ein Spiel mit Realität und Fiktion, mit Historie und Fantasie. Die Frage, ob man miteinander spielen möchte, wird im Konflikt mit aufständischen Bauern und marodierenden Landsknechten zur Frage, ob man miteinander leben kann. Oder gar kämpfen soll.

Bewertung und Kritik zu

MOVE OUT LOUD 
Ein Tanzstück von Modjgan Hashemian
Premiere: 8. April 2021
Theater Thikwa Berlin 

Zum Inhalt: MOVE OUT LOUD zeichnet die Bewegungen von Reden nach und fasst Berührungspunkte von Körper und Sprache ins Auge. Gemeinsam fühlen sieben Tänzer:innen Sprechhierarchien auf den Zahn: Werde ich gehört? Zu welchen Körpern wird meine Stimme zugehörig gemacht? Warum sprechen andere Leute für mich?
Eine begehbare Fensterlandschaft lädt das Publikum ein, Bewegungen aus unterschiedlichen Winkeln immer wieder neu zusammenzusetzen: Ein Kaleidoskop aus Körperformen lässt einzelne Körperteile zu Wort kommen und durch Text und Textur der Bewegung lauthals Stimmen erklingen. MOVE OUT LOUD empowert Hand in Fuß, Schulter an Bauch und Hals über Arm.

Bewertung und Kritik zu

17. POLITISCHER ASCHERMITTWOCH
Kabarett
Premiere: 17. Februar 2020 (Online) 
BKA Theater Berlin 

Zum Inhalt: Das traditionelle kabarettistische Gipfeltreffen mit Arnulf Rating und seinen Gästen wird aus gegebenem Anlass live aus der Berliner Kabarett Anstalt (BKA) gestreamt.

Auch 2021 tritt wieder ein Spitzenteam des deutschsprachigen Kabaretts an, um diesen Tag der Abrechnung und des Aufbruchs zu zelebrieren:

Bewertung und Kritik zu

BODENTIEFE FENSTER
nach dem Roman von Anke Stelling
 
Regie: Georg Scharegg 
Online-Premiere: 28. Januar 2021 
Theaterdiscounter Berlin

Zum Inhalt: Über viele wichtige und unwichtige Fragen eines selbstbestimmten und zum Teil sogar selbst gebauten Genossenschaftshauses wurde erbittert gestritten, aber bodentiefe Fenster in jeder Wohnung – das musste schon sein!
In dem inzwischen realisierten Projekt leistet man sich viel Gemeinschaftsfläche, hält die Wohnungstüren offen, feiert alle Kindergeburtstage zusammen und akquiriert auch ältere Mitstreiter fürs nachhaltige Gesamtkonzept. Doch bei der engagierten Baugenossenschafterin Sandra stellt sich dennoch Burnout und innere Leere ein. Der überzeugte Anspruch an ein richtiges und glückliches Leben wird zur Falle.

PDF-Datei: 29,95 € 23,95 €


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI


AUSWAHL

Weitere Formate auf Amazon & Play:
Taschenbuch / Kindle: 39,95 €
Google eBook: 29,95 €


Nach Zahlungseingang erhalten Sie die PDF-Datei innerhalb von 24 Stunden per E-Mail.



WIR EMPFEHLEN