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SPREEPERLEN
Eine Berlin-Revue
Regie: Bettina Rehm 
Premiere: 24. April 2019 
Vaganten Bühne Berlin 

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Zum Inhalt: Es ist eine laue Sommernacht an der Spree. Der Wirt einer Strandbar will gerade schließen. Aber dann trudeln noch einige Nachzügler ein – Menschen, die einander völlig fremd sind und doch etwas gemeinsam haben: Sie sind Gestrandete in einer Stadt, die zwar alles verspricht und jedem offensteht, in der jedoch am Ende des Tages jeder mit seinen Ängsten und Sorgen alleine bleibt. Die Nacht ist noch jung. Kurzerhand wird die Bar wieder geöffnet.
Mit den „Spreeperlen“ feiert bei den Vaganten eine eigens aus Anlass des 70-jährigen Jubiläums des Theaters konzipierte Revue ihre Premiere. Unter der Regie von Bettina Rehm und der musikalischen Leitung von Hanno Siepmann fügen sich die unterschiedlichsten Klänge zu einer schillernden Momentaufnahme eines schrägen Abends in Berlin zusammen.
Anhand von Start-up-Unternehmern, sitzen gelassenen Bräuten, BVG-Mitarbeitern, gescheiterten Künstlern und Wohnungslosen fächert die Revue einen bunten Bogen an individuellen Schicksalen auf, ein Panoptikum der Berliner Gesellschaft. Gegensätze von Ost und West, von Erfolg und Ernüchterung, Liebe und Enttäuschung, großstädtischer Einsamkeit und ziellosem Heimweh bilden den roten Faden der Revue. Und wie Perlen an einem Faden reihen sich auch die musikalischen Nummern aneinander – im Wechsel von leiser Melancholie und gewitztem Scharfsinn.
Über Bier, Erdnussschüsseln und die Musik hinweg lernen sich die sechs Strandbarbesucher besser kennen: Statt Schokolade wollen sie lieber einen Mann, haben den Farbfilm vergessen und wissen, dass es kein Bier auf Hawaii gibt. Vor allem aber stellen sie fest, dass sie ein Leben führen, das ihnen von äußeren Umständen aufgezwungen wird – sei es von ihren Familien, ihren Jobs oder schlichtweg der gesellschaftlichen Norm. Gerade was die Wahl ihrer Beziehungen und Partnerschaften betrifft, sind sie weniger frei, als sie es sich wünschen. An diesem Abend an der Spree beginnen sie zaghaft, sich zu öffnen und enthüllen, was in ihnen schlummert.

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INDIEN
von Josef Hader & Alfred Dorfer
Regie: Lars Georg Vogel 
Premiere: 26. Februar 2019 
Vaganten Bühne Berlin 

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Zum Inhalt: Der kleinbürgerliche Heinz Bösel und der unermüdliche Besserwisser Kurt Fellner finden sich unbeabsichtigt auf einer gemeinsamen Tour durch die Lande wieder. Nein, es geht nicht ans Meer und schon gar nicht nach Indien. Die beiden Kontrolleure sind auf Dienstreise in der Provinz unterwegs und prüfen die Einhaltung von Hygienevorschriften in den Gasthäusern.
Das ungleiche Paar entdeckt mal im Alkohol, mal im Schikanieren der Wirtsleute und immer in der Vorliebe für deren Bestechungsgeschenke seine Gemeinsamkeiten. Darüber hinaus sehen sie sich bei ihren Trips durch die Gasthäuser auf engstem Raum mit dem jeweils Anderen konfrontiert. Zwei Lebenswelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prallen aufeinander. Aus der erzwungenen Nähe entsteht bald eine freundschaftliche und aus den Wirtshausdialogen entwachsen unversehens lebensbestimmende Fragen: Woher kommen wir und wo gehen wir hin? Woran soll man glauben? Und was ist überhaupt der Sinn des Ganzen?

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RUHM 
von Daniel Kehlmann
Regie: Hajo Förster 
Premiere: 27. November 2018 
Vaganten Bühne Berlin

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Zum Inhalt: Das Telefon klingelt: Eine doppelt vergebene Rufnummer wird zur Möglichkeit, ein ganzes Leben zu verändern. Ein berühmter Schauspieler tritt als Imitator seiner selbst auf. Ein Abteilungsleiter führt ein nervenaufreibendes Doppelleben und ein Autor verwandelt die Menschen in seiner Umgebung in Romanfiguren. 
In insgesamt neun Geschichten hinterfragt Daniel Kehlmann die vermeintliche Sicherheit, die sich hinter dem Wort „Identität“ verbirgt. In „Ruhm“ lösen sich Identitäten auf, sie verschieben, überkreuzen und doppeln sich in einem schier undurchdringlichen Spiegelkabinett aus Realität und Fiktion.

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MICHAEL KOHLHAAS
von Heinrich von Kleist
Regie: Lars Georg Vogel
Premiere: 6. September 2018 
Vaganten Bühne Berlin 

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Zum Inhalt: Wie weit darf ein Mensch gehen, um sich Gerechtigkeit zu verschaffen? Kohlhaas, ein angesehener Rosshändler, endet als brandschatzender Mörder, weil ihm Ungerechtigkeit widerfahren ist. Als Pfand für einen Passierschein lässt er zwei seiner Pferde an der Burg des Junkers Wenzel von Tronka zurück. Die Tiere werden bis zu Kohlhaas' Rückkehr bei harter Feldarbeit zugrunde gerichtet und sind somit für den Rosshändler wertlos geworden. Bei dem Versuch, sich durch eine Klage Recht zu verschaffen, stößt Kohlhaas auf juristische Willkür, Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft. Dem begegnet er mit der für ihn einzig logischen Konsequenz: unerbittlicher Selbstjustiz.

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DER NAZI & DER FRISEUR
nach dem Roman von Edgar Hilsenrath
Regie: Hajo Förster 
Premiere: 19. April 2018
Vaganten Bühne Berlin

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Zum Inhalt: Max Schulz, gelernter Friseur, macht in den 1930 er Jahren Karriere in der SS. Als Wachmann eines Konzentrationslagers tötet er mit eigener Hand seinen jüdischen Schulfreund Itzig Finkelstein und dessen ganze Familie. In der Nachkriegszeit nimmt er Itzigs Identität an, um sich der Verfolgung zu entziehen, und wandert nach Palästina aus. Max-Itzig, der Massenmörder, bringt es dort zum Untergrundkämpfer für den Staat Israel und zum geachteten Besitzer eines Friseursalons.
Der Nazi, der sich selbst zum Juden macht: Edgar Hilsenraths Romangroteske, die in deutscher Sprache erstmals 1977 in Köln erschien, nimmt eine verstörende Erzählperspektive ein. Hilsenraths Provokation, die Shoah aus der Sicht eines Täters zu erzählen, hat an Wirksamkeit nichts eingebüßt. Die Doppelgestalt des Massenmörders, der in die Haut seines Opfers schlüpft und davonkommt, rührt an Grundfragen von Ethik, Moral und Schuld.

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THE WHO AND THE WHAT
von Ayad Akhtar
Regie: Bettina Rehm
Premiere: 8. Februar 2018
Vaganten Bühne Berlin

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Zum Inhalt: Zarina, eine junge Frau aus einer pakistanisch-amerikanischen Einwandererfamilie, schreibt an einem Buch über den Propheten. Sie geht darin der Frage nach, wie war er als Mensch, welche Leidenschaften trieben ihn um, und was für ein Bild hat sich der Islam von ihm gemacht. Das Thema ist konfliktträchtig, auch für die fiktive Schriftstellerin in Ayad Akhtars neuem Stück.
Afzal, ihr Vater und ein strenggläubiger Muslim, hat es in Amerika zu etwas gebracht, ihm gehören ein Drittel der Taxis der Stadt. Seine Frau ist gestorben, so gilt seine ganze Fürsorge seinen Töchtern. Er versucht sie zu verheiraten. Ohne Zarinas Wissen stellt er sogar eine Kontaktanzeige mit ihrem Profil ins Netz und prüft die möglichen Heiratskandidaten persönlich. So lernt sie Eli kennen, einen jungen Konvertiten, der eine Brücke zu schlagen vermag zwischen ihrem modernen Lebensstil und ihrem traditionellen kulturellen Erbe. Alles geht gut, bis Zarinas Manuskript in die Hände ihres Vaters fällt.

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DAS GEHEIMNIS DER IRMA VEP 
von Charles Ludlam
Regie: Jan Bolender 
Premiere: 29. November 2017 
Vaganten Bühne Berlin

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Das Geheimnis der Irma VepZum Inhalt: Lord Edgar Hillcrest, Ägyptologe und Besitzer des Guts Mandacrest, hat nach dem Tod seiner geliebten Frau Irma Vep in der Schauspielerin Enid endlich eine neue Liebe gefunden. Da jedoch auf dem Anwesen ein mysteriöser Kult um die verstorbene Irma gesponnen wird - die undurchsichtige Haushälterin Jane Twisden, Nicodemus Underwood, der langgediente Stallknecht, und sogar Edgar selbst sprechen ständig voller Wehmut von ihr - fühlt sich Enid als neue Dame des Hauses nicht besonders wohl. Geht Irma als Geist umher? Enid erfährt, dass der gemeinsame Sohn Irmas und Edgars von einem vermeintlich zahmen Wolf getötet wurde. Macht etwa sogar ein Werwolf die Runde? Alles scheint möglich, alles fragwürdig und vor allem zutiefst beunruhigend. Klar ist bis jetzt nur soviel: Lady Enid schwebt in großer Gefahr.

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DER UNTERTAN
von Heinrich Mann
Regie: Lars Georg Vogel
Premiere: 7. September 2017
Vaganten Bühne Berlin

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Der UntertanZum Inhalt: Ob schon als schwächliches Kind, ob in der Burschenschaft, ob beim Militär, in der Wirtschaft oder als Sklave im Domina-Schlafzimmer seiner Frau: Diederich Heßling kennt nur eine Tugend, und die heißt Unterwerfung. Die Vaganten Bühne unternimmt mit der Bühnenadaption von "Der Untertan" eine theatralische Reise in die Seele der Deutschen, die bestimmt wird von der Leidenschaft für Ordnung, Anpassung und Duckmäusertum. Oben der Kaiser - er war schon zu seiner Zeit die Karikatur seiner selbst und passte genau zu seinem Volk - und unten der sich lustvoll der Macht des Stärkeren unterwerfende Papierfabrikant Diederich Heßling.

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