Bodentiefe Fenster



    Bewertung und Kritik zu

    BODENTIEFE FENSTER
    nach dem Roman von Anke Stelling
     
    Regie: Georg Scharegg 
    Online-Premiere: 28. Januar 2021 
    Theaterdiscounter Berlin

    Zum Inhalt: Über viele wichtige und unwichtige Fragen eines selbstbestimmten und zum Teil sogar selbst gebauten Genossenschaftshauses wurde erbittert gestritten, aber bodentiefe Fenster in jeder Wohnung – das musste schon sein!
    In dem inzwischen realisierten Projekt leistet man sich viel Gemeinschaftsfläche, hält die Wohnungstüren offen, feiert alle Kindergeburtstage zusammen und akquiriert auch ältere Mitstreiter fürs nachhaltige Gesamtkonzept. Doch bei der engagierten Baugenossenschafterin Sandra stellt sich dennoch Burnout und innere Leere ein. Der überzeugte Anspruch an ein richtiges und glückliches Leben wird zur Falle.

    Mit Susanne Abelein / Matthias Buss / Bettina Grahs

    Regie: Georg Scharegg
    Dramaturgie: Sabrina Zwach
    Video: Phillip Hohenwarter
    Kostüme: Silvia Albarella
    Regieassistenz: Christina Reuter
    Livestreaming: Florian Brossmann
    Livekamera: Jerome Ebeling / Jesús Fernández de Castro
    Maskenanfertigung: Sung-A Kim

    TRAILER


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    Satirische Performance und Theaterfilm
    2 years ago
    Kritik
    Nach einem halbstündigen Streifzug durch die Genossenschaftswelt wird das Online-Publikum zur Plenums-Sitzung gerufen. Eingeleitet von einem obligatorischen Blitzlicht aller Teilnehmer*innen wird nun leidenschaftlich über die Tagesordnungspunkte von Taschengeld bis Tattoo-Studio im Erdgeschoss debattiert. Die Zuschauer*innen sind eingeladen, via Chat auch ihren Senf dazuzugeben. Die Parodie einer Genossenschaftssitzung mäandert dahin, bis sich Sandra, die Protagonistin des Romans, per Video-Call einschaltet. Als „Kassandra vom Prenzlauer Berg“, wie es im Klappentext zur Romanvorlage hieß, mischt sie das Milieu auf und hält den Mitbewohner*innen den Spiegel vor. Nur eine knappe Stunde dauert die Online-Vorstellung „Bodentiefe Fenster“, die irgendwo zwischen satirischer Performance und recht sprödem Theaterfilm anzusiedeln ist. Sie ist der Auftakt für einen Themenschwerpunkt am TD, der sich im Jahr von Abgeordnetenhaus- und Bundestagswahl mit Gentrifizierung, Stadtentwicklung und Verdrängung befassen will und schließlich im vergangenen Jahr selbst von einer Kündigung seine Räume bedroht war. Weiterlesen
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