Staatstheater Cottbus



Staatstheater Cottbus
www.staatstheater-cottbus.de
Lausitzer Straße 33 - 03046 Cottbus
Telefon: 0355 7824 – 100
SPIELPLAN & KARTEN

eventim


Bewertung und Kritik zu

Król Roger

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KRÓL ROGER 
von Jarosław Iwaszkiewicz
Regie: Tomo Sugao 
Premiere: 14. Mai 2022 
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Zum Inhalt: Im mittelalterlichen Sizilien herrscht König Roger der Zweite. Plötzlich taucht in seinem Reich ein charismatischer, schöner Hirte auf. Es heißt, er huldige einer neuen Gottheit und verführe die Menschen zu exzessivem Rausch. Auf Bitten Roxanes, der Gemahlin Rogers, widersetzt sich der König den Forderungen von Volk und Kirche, den bedrohlichen, verführerischen Jüngling hinzurichten. Er erkennt die Macht des neuen Glaubens an, von dem der Hirte erfüllt ist. Um ihm zu folgen, legt er die Zeichen seiner Herrschaft ab und begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse, an deren Ende ihm der Jüngling in Gestalt des Gottes Dionysos erscheint. Den Morgen begrüßt Roger, innerlich verwandelt, mit einer frohen Hymne.

Ein „sizilianisches Drama“ nannte der Komponist Karol Szymanowski seine Oper KRÓL ROGER. Sie beginnt mit einer Messe: „Domine Deus“, der Herrgott wird im Stile alter Kirchenmusik angerufen. Später mischen sich arabi­sche Stilelemente in die moderne Partitur. Neues und Altes, vermeintlich Fremdes und Eigenes, verschmelzen unter der Glutsonne Siziliens und öffnen den Raum für ein großes „Mysterium“, ein Werk über Glauben, Toleranz und die eigentümliche Macht der Verwandlung im menschlichen Leben.

Solaris

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SOLARIS 
nach dem Roman von Stanisław Lem
Regie: Blanka Rádóczy 
Premiere: 9. April 2022 
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Zum Inhalt: Was liegt hinter dem Horizont? Hinter dem, was wir von der Welt und uns selbst wissen? Schwer zu sagen, das müssen auch die Besucher des Planeten Solaris feststellen. Denn dessen Oberfläche besteht fast ausschließlich aus einer ozeanartigen Masse, die Menschen auf eigentümliche Weise beeinflusst, aber wenig von sich selbst preisgibt. Nicht nur die Gesetze der Physik sind hier außer Kraft gesetzt: Die auf Solaris forschenden Wissenschaftler sind entweder tot oder verwirrt. Als der Psychologe Kris Kelvin in der Raumstation nach dem Rechten sehen soll und plötzlich seiner verstor­benen Freundin Harey gegenübersteht, ahnt er, dass es um weit mehr geht als um das Vexierbild von Schein und Sein.

Frau Paula Trousseau

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FRAU PAULA TROUSSEAU 
nach Christoph Hein
Regie: Ulrike Müller 
Premiere: 12. März 2022 
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Zum Inhalt: Wie prägt die Kindheit spätere Entscheidungen? Paula möchte unbedingt an der Kunsthochschule angenommen werden. Sie träumt so sehr von einer Karriere als Malerin, dass sie ihre Hochzeit verschiebt, denn die Aufnahmeprü­fung fällt auf den gleichen Tag wie die geplante Trauung. Gegen den Willen ihres Verlobten und ihrer Eltern fährt sie zur Prüfung – und wird angenommen. Sie studiert Malerei und findet darin einen Weg in ihre eigene Welt. Daran scheitert ihre Ehe, die sie nie wollte, und sie verliert ihre Tochter. Sie kämpft mit sich, der Welt, den Menschen, die sie umgeben. Sie gibt viel auf – verliert aber nie ihre Träume. Am Ende verlässt Paula die Welt. Man findet sie tot in der Loire.

Le nozze di Figaro

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LE NOZZE DI FIGARO 
von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Jasmina Hadžiahmetović 
Premiere: 26. Februar 2022 
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Zum Inhalt: An einem einzigen verrückten Tag verkehrt sich alles von unten nach oben. Der Diener legt seinen Herren rein, ein alter Erzfeind entpuppt sich als der eigene Vater und die Frauen triumphieren über die Männer. Dass das Ganze nicht in einer Revolution endet, bewirkt die Kraft der Versöhnung, die alle Gegensätze von Stand, Geschlecht, Klasse oder Herkunft für einen kurzen, utopischen Moment aufzuheben vermag.

Der Biberpelz

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DER BIBERPELZ 
von Gerhart Hauptmann
Regie: Armin Petras 
Premiere: 22. Januar 2022 
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Zum Inhalt: Spreeausläufer, sumpfiges Gelände: nicht gerade eine besonders reizvolle Landschaft sucht sich Gerhart Hauptmann in den 1890er Jahren für seine „Diebskomödie“ DER BIBERPELZ  aus, um die Fallen stellende, Holz stehlende, Witz und Verstand einkochende Mutter Wolffen auf die Bühne zu schicken. Diese Frau hat nichts zu verlieren. Wie ein Biber versucht sie, die Familie mit allen Mitteln durchzubringen und „besorgt“ sich, was sie braucht. Aus dem charmanten Überbrücken der Lücke zwischen Alltag und Anspruch entsteht der Witz und die Tragödie von Mutter Wolffen. Sie kann es sich schlicht nicht leisten, sich selbst zu ernst zu nehmen. Wenn du nichts mehr zu verlieren hast, wechselt der Humor auf deine Seite. Es wird nie die Seite der Selbstgerechten sein. Ihr gegenüber steht der Polizist Wehrhahn, der sich in politischem Eifer verliert. Der wohlhabende Bürger Krüger beschwert sich bei Wehrhahn: sein wertvoller Biberpelz ist ihm abhanden gekommen. Der Fall ist nicht schwer zu lösen, aber Wehrhahn hat anderes im Sinn: auf der Suche nach Feinden des kaiserlichen Staats übersieht er das Offensichtliche.

Feinstoff

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FEINSTOFF 
von Lars Werner
Regie: Rafael Ossami Saidy 
Premiere: 3. Dezember 2021 
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Zum Inhalt: Im 18. Jahrhundert verlangte es Friedrich II. nach Seide aus preußischer Produktion. Einige der dafür gepflanzten Maulbeerbäume stehen noch heute in Cottbus. Die Wetterbedingungen haben es der Seidenproduktion jedoch oft schwer gemacht. Nachdem ein Vulkanausbruch dem ersten Versuch mit Seide ein Ende bereitet hat, wuchsen erst im 20. Jahrhundert, im Dritten Reich, wieder Maulbeerbäume in den Cottbuser Straßen. Diesmal, um Seide für die Fallschirmjäger zu gewinnen. Die private Aufzucht der Bäume und Gewinnung von Seide reicht bis in die DDR. Ob das Klima die Cottbuser Seide eines Tages begünstigen wird?

Zorro

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ZORRO
von Antonio Latella
Premiere: 4. September 2021 
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Zum Inhalt: Ein armer Mann, ein Polizist, ein Stummer und ein Pferd finden sich in einer Art Niemandsland wieder, in dem es nur Platz für Konfrontation gibt. Sie sind Arche­typen, die ständig ihre Rollen tauschen, wie in einer Quadrille, in der jeder, der Reihe nach, den Platz des anderen einnimmt. Der arme Mann und seine beiden Begleiter, die auf jemanden warten, der vielleicht nicht kommt, streiten mit dem Polizisten über einige der grundlegenden Fragen des gesellschaftlichen Lebens: Einkommensverteilung, soziale Ungleichheit, Armut als Wahl oder als aufgezwungener Umstand. Enttäuschun­gen des Fortschrittsmythos werden zum Gegenstand eines Dialogs zwischen scheinbar unversöhnlichen Charakteren, die nach und nach entdecken, dass sie sich ähnlich sind.

Im Hintergrund eine Gesellschaft, die ihre ursprüngli­che Aufgabe von Gemeinschaft und Solidarität verloren hat. Als Ansammlung von Individualitäten braucht sie, um sich selbst zu finden, vielleicht etwas Übermensch­liches, einen maskierten Helden mit übernatürlichen Eigenschaften, der die Probleme aller alleine lösen kann. Zorros Z verleitet die vier Schauspieler zu ihren Choreografien, denn in dem Zzzz verbirgt sich das Zeichen der Hoffnung, die Zukunft positiv zu beein­flussen, die es nur durch gegenseitige Akzeptanz und Verständnis geben kann.

Wonder Woman

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WONDER WOMAN
von Antonio Latella
Premiere: 4. September 2021 
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Zum Inhalt: Im Jahr 2015 sprach ein italienisches Gericht einige Jungen vom Vorwurf der Vergewaltigung frei, weil das Opfer, ein 18-jähriges Mädchen, angeblich zu „männlich“ sei und damit als zu un­attraktiv galt, um eine solche Handlung zu rechtfertigen. Wonder Woman, Königin der Amazonen und der Feder des Erfinders des Lügendetektors, Professor Marston, ent­sprungen, nutzt diese Schreckensnachricht, um zu hinterfra­gen, wie viele und welche Wege die Wahrheit nehmen kann. Wird sie von der Justiz oder dem gesunden Menschenverstand sanktioniert? Wie manipulierbar ist sie und welchen Stand­punkten unterliegt sie?

Wonder Woman wird nicht nur zu einem möglichen Symbol für die Emanzipation der Frau, sondern vor allem wird sie zu derjenigen, die die Überwindung aller Lügen zugunsten der wirklichen Objektivität der Dinge fordert. Mit ihrem Lasso, dem Lasso der Wahrheit, bringt sie ihre Feinde dazu, die Wahrheit zu sagen.

Umkämpfte Zone

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UMKÄMPFTE ZONE
nach Ines Geipel 
Regie: Armin Petras 
Premiere: 24. Oktober 2020 
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Zum Inhalt: Ines Geipel, Professorin an der Hochschule für Schauspiel­kunst Ernst Busch und Autorin zahlreicher Bücher, setzt sich in UMKÄMPFTE ZONE mit dem Erbe zweier Diktaturen auseinander: Ihr Vater war als Agent der Stasi im Westen Deutschlands aktiv, ihre Großväter gehörten der SS an. Am Sterbebett ihres Bruders führt uns die frühere Spitzen­sportlerin entlang der Geipelschen Familiengeschichte in die Ambivalenz und Gespaltenheit der „Generation Mauer“, deren Kampf, so scheint es, längst nicht vorüber ist.

Auch der vielfach preisgekrönte Autor und Regisseur Armin Petras gehört dieser Generation an. Er spürt nach, in welcher Weise sich der Faden dieser Erzählung bis in unsere Gegen­wart verlängert, und balanciert den Stoff auf dem schmalen Grat zwischen großem Ernst, erstaunlicher Leichtigkeit und unterhaltsamer Dokumentation. Er fügt ihm seinen eigenen, weniger tragischen, ja manchmal lachenden, immer vorwärts schauenden Blick auf die gemeinsame Vergangenheit hinzu.

Antifaust

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ANTIFAUST
Eine Theater-Installation von Jo Fabian
Regie: Jo Fabian 
Premiere: 29. Februar 2020 
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Zum Inhalt: Mit dem ANTIFAUST wird die Auseinandersetzung mit dem berühmten Faust-Stoff in Form eines sinnlich reflektierenden Kommentars fortgesetzt. Das Ergebnis ist eine Theater-Installation, die von der Beschäftigung mit Goethes FAUST inspiriert wurde und als Antithese zu Goethes FAUST verstanden werden kann.

„Selten nur nutzt das Theater die Möglichkeit, einen Kommentar in künstlerischer Form zu einer abgeschlossenen dramatischen Arbeit vorzulegen. Das wird hier der Fall sein. Man möge sich fragen, was ein ANTIFAUST denn wäre, was die Antithese zum FAUST ist und wie sie aussieht. Nun eben, diese Frage zu stellen und aufrechtzuerhalten, ist die Idee des ANTIFAUST. Ich knüpfe in dieser Arbeit an frühere Arbeiten im Installationsbereich an, die ohne dramatische Vorlage lediglich konsequent einem Gedanken folgen.“ (Jo Fabian)


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