Neuköllner Oper Berlin



Neuköllner Oper
www.neukoellneroper.de
Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
Telefono: 030 68890777

SPIELPLAN & KARTEN

Bewertung und Kritik zu

Eine Stimme für Deutschland

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EINE STIMME FÜR DEUTSCHLAND 
Musik: Thomas Zaufke | Text: Peter Lund
Premiere: 11. Juni 2021 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Wahlkampf in Deutschland!
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Neue Rechte die reelle Chance, Bürgermeister zu werden! Beziehungsweise Bürgermeister*in!
Verbissen kämpft die grüne Spitzenkandidatin Regula Hartmann-Hagenbeck gegen ihre mit allen Medienwassern gewaschene Konkurrentin Alina Deutschmann. Aber auch auf dem Schulhof liefern sich die beiden Töchter der alleinerziehenden Mütter einen gnadenlosen Kampf um die politische Zukunft Deutschlands. Und um Albert, den naiven Neuzugang in der Klasse.
Pars pro Toto – aus dem Kleinen ins Große. Nach diesem Motto haben wir uns passend zum Wahljahr in die Provinz begeben, dort wo die wirklichen Trends gesetzt werden, und wo die CDU längst bereit ist, zum Juniorpartner entweder eines neuen Rechten Deutschlands oder einer Öko-Diktatur zu werden- je nachdem, welches Lager gerade über wen herzieht.
Ja, die Argumente sind lustvoll unsachlich und total manipulative Fake-News, und fast kann man sich nicht entscheiden, wem man die Niederlage in diesem durch und durch unmoralischen Wahlkrimi eher wünscht. Aber nur fast.
Dank Thomas Zaufkes wunderbar ins Ohr gehenden Wahlparolen, von Peter Lund gewohnt lästerlich zusammengereimt, sowie einem Happy End, das endlich umfassend darüber aufklärt, wie es zu dieser gesellschaftlichen Spaltung kommen konnte (und vor allem, wie man sie heilt!), steht einem ebenso grotesken wie vergnüglichen Wahlabend in der Neuköllner Oper nichts im Wege.

HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN TEN EASY STEPS

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HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN TEN EASY STEPS
Ein musikalisches Tutorial
Regie: Bjørn de Wildt 
Premiere: 27. Oktober 2020 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Das Junge Ensemble ist tatsächlich wieder da, live und vor Publikum! Aus der Quarantäne befreit und voller Tatendrang. Aber es war keine leichte Zeit: Einige mussten wir sogar zurücklassen in den eigenen vier Wänden – die Isolation drückte aufs Gemüt, die Stimmung war im Keller. Auch auf den Straßen wurde der Wind rauer und der Ton schärfer, die Nerven liegen blank. Höchste Zeit, all dem einen Riegel vorzuschieben, denn das Wort mit C kann niemand mehr hören und die Aggressionen müssen raus. Wir wollen wieder Harmonie!
HOW TO CONTROL YOUR ANGER IN TEN EASY STEPS ist ein musikalisches Tutorial für alle, denen gerne mal der Kragen platzt. Kommt vorbei, so lange wir noch dürfen!

LOST (1,5 Meter)

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LOST (1,5 Meter)
Ein Schwanengesang
Regie: Cordula Däuper 
Premiere: 22. Oktober 2020 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Das Hauskonzert beginnt mit Schuberts „Abschied“, man prostet sich aus der Ferne (1,5 Meter) zu und versucht, die nervös wippende Fußspitze im edlen Schuh wieder unter Kontrolle zu bringen. Aber das Unbehagen wächst mit jedem Takt, verstärkt sich durch jedes romantische Seufzermotiv. Die Dame nebenan benimmt sich zunehmend merkwürdig, hustet sie nicht auch ganz eigentümlich? Eine hat Fieber, dabei hat sie immer den CO2-Ausgleich auf ihren Inlandsflügen gezahlt. Aber das ist bestimmt nur der Alkohol. Während das vermeintlich sichere Innen immer enger zu werden scheint, entgleitet das apokalyptische Außen und die romantisch angehauchte flackernde Dämmerung nimmt bedrohliche Züge an.
In Lost widmet sich das Team von Casting Clara aus gegebenem Anlass den Untergangsszenarien, die unseren Blick auf die Zukunft seit Jahren prägen. Anhand von aktuellen und historischen Vorhersagen, politischen und literarischen Visionen entwickelt es ein klaustrophobisches Hauskonzert, das von Franz Schuberts letzter großer Komposition – dem Liederzyklus „Schwanengesang“ – ausgeht und von dort Querverbindungen zu Richard Wagners Untergangsfantasie, der Götterdämmerung, und modernen Protest-Songs schlägt. Sind die dystopischen Zukunfts-Visionen nicht eigentlich längst unsere Gegenwart, vielleicht waren sie das schon immer? Warum hat uns eigentlich nie jemand gesagt, dass es so ernst ist? Und: Wie kommen wir hier jemals wieder raus?

Iron Curtain Man

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IRON CURTAIN MAN
Eine letzte Show für Dean Reed, den „Elvis der DDR“
Regie: Fabian Gerhardt 
Premiere: 3. September 2020 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Was war da los: ein singender Cowboy landet in der Hauptstadt der DDR, und reitet Lasso-schwingend durch »Ein Kessel Buntes«? Dean Reed, geboren in Denver, Colorado wollte die Stimme der Unterdrückten sein. In Lateinamerika ein Star, kam er auf Umwegen über Spanien, Italien und die UdSSR in die DDR, wo er in den 70ern dem Sozialismus den Hüftschwung lehrte.
Der „Rote Elvis“ erlebte hinter dem Eisernen Vorhang eine beispiellose Karriere, er war DER Amerikaner des Ostblocks. Doch mit Glasnost und Perestroika begann sein Stern zu sinken und auch in seiner Heimat wurde er bei einem Comeback-Versuch verhöhnt. Im Jahr 1986 schließlich nahm sich der Musiker unter bis heute mysteriösen Umständen das Leben.
Wie vielen Musikern und Stars war Dean Reed die große Bühne die eigentliche Heimat. In der Neuköllner Oper wird Dean nach Hause auf die Bühne geholt. In einer fantastischen Totenreise stellt sich der Sänger den Stationen seines Lebens und trifft Weggefährten und Feinde. Wir verfolgen den Weg des Mannes, der in Denver, Colorado aufbrach, um den Ostblock zu rocken.

Opera for Sale

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OPERA FOR SALE
von Felix Krakau (Text) und Yuval Halpern (Musik)
Regie: Felix Krakau
Premiere: 12. März 2020 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Berlin in nicht allzu ferner Zukunft: Die Stadt hat den Kampf gegen internationale Investoren verloren, wurde aufgewertet, redesigned und ist plötzlich menschenleer. Die Fassaden wurden schick gemacht und die BewohnerInnen vertrieben; die Bauten starren aus leeren Retortenaugen. Deine ehemalige Wohnung ist ein Anlagedepot, dein Sofa wurde dir unterm Hintern wegspekuliert. Du wurdest an den Rand gedrängt und auch den konntest du dir irgendwann nicht mehr leisten. Auch die Neuköllner Oper wurde zum share deal: Im Zentrum des Orkans lädt der neue Eigentümer des Hauses, die Angel Dust Property GmbH Opera Neukölln zum exklusiven Musiktheaterereignis für ein weitgereistes Publikum. Authentisches Berliner Musiktheater, ganz wie früher. Wir fragen uns, wem gehört eigentlich die Stadt, und begeben uns auf die Fährte von Milliardären von den britischen Jungferninseln, zypriotischen Briefkastenfirmen, dem ganz großen Geld und dem Glücksversprechen der idealen Stadt. Opera for Sale ist dystopisch-heiteres Musiktheater, Immobilien-Infotainment und spekulative Albernheit über den Berliner Wohnungsmarkt. Get your tickets now – so lang es noch welche gibt!«

Betterplazes

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BETTERPLAZES
von Anna Catherin Loll, Carlotta Rabea Joachim und Beka Savić
Premiere: 14. Februar 2020 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Timo und Sven sind Stars, für ein echt spezielles Publikum. Sie sind jung, mutig, kreativ, und sie gestalten ihren Kiez tatkräftig (mit). Kurz: sie sind Sprayer, und was sie tun, wird gefeiert. Etwa von Justin, der seine Helden gern auch im Netz postet. Und sie darin, wie das Wort schon sagt, fängt… Und da wir in Berlin sind: was wäre die Stadt ohne einen Google Campus, und was Xberg ohne ein paar Leute, die dafür wenig Sympathien aufbringen. Was Helden wie Timo und Sven eine Steilvorlage gibt und jede Menge Möglichkeiten, mit dem Giganten und dem deutschen Rechtsstaat in Berührung zu kommen.
Die investigative Journalistin Anna Catherin Loll hat sich im Auftrag der Neuköllner Oper in den diversen Szenen dieser Stadt umgehört und ein Stück über den Widerstand gegen Google&Co. und die Kraft von Utopien geschrieben.

GIOVANNI. Eine Passion

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GIOVANNI. Eine Passion
Mozart – STEGREIF.orchester – Juri de Marco – Ulrike Schwab
Premiere: 10. Oktober 2019 
Neuköllner Oper, Berlin
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Zum Inhalt: Don Juan – ein zeitloser Mythos? Auf der Suche nach Antworten gehen wir zurück zu dem Ursprung der Legende. Nach Sevilla. An seinem Grab versammeln wir uns und mit der Erinnerung an ihn erwachen seine Geschichten zu neuem Leben. So entwickelt sich ein ausgelassenes Volksfest zwischen Totenfeier, Karnevalstaumel und Prozession.
Wie der »steinerne Gast« steht auch Giovanni selbst wie ein Denkmal auf dem Sockel unserer Erzählung. Giovanni, diese große, mythische Figur ist tot, und doch kennen wir ihn und seine Umtriebe, durch die er alle Konventionen sprengte. Frauen- und Männer-Bilder, Rollenerwartungen und die Ambivalenz von Anziehung, Verführung und Übergriff stehen zur Disposition, zur Neu-Verhandlung. Das ist der Brennstoff für unsere Suche , auf der wir uns vermutlich mehr selbst begegnen als ihm.

Casting Clara

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CASTING CLARA
von Cordula Däuper und Johannes Müller
Regie: Cordula Däuper 
Premiere: 15. August 2019 
Neuköllner Oper, Berlin

Zum Inhalt: Wunderkind, Klaviervirtuosin, Komponistin, Ehefrau von Robert Schumann, umworben von Johannes Brahms, Mutter von acht Kindern, Professorin und berufstätig fast bis zu ihrem Tod mit 76 Jahren – Clara Schumann. Wer war diese Powerfrau des 19. Jahrhunderts? Und wo stehen wir heute, in Zeiten der work-life–Balance? Clara managt eine beispiellose Pianistinnen-Karriere, eine komplizierte Künstlerehe und vielköpfige Familie, sie arbeitet unermüdlich für die Verbreitung und den Ruhm ihres Ehemannes, dessen wechselhafte psychische und körperliche Verfasstheit legendär ist. Clara Schumanns 200. Geburtstag ist uns Anlass für eine Begegnung mit dieser weiblichen Ikone der Musikgeschichte. Gemeinsam mit sieben Darstellerinnen geht es um ihr Leben und Werk und darum, wie viel Clara in den Multi-Tasking-gestählten Müttern (und Vätern) von Heute steckt. Wie lassen sich Karriere und ein herausforderndes Familien- und Liebesleben unter einen Hut bringen? Wie lebte es sich in einer Zeit, in der Emanzipation und Autonomie von Frauen ganz anders beantwortet wurden als heute, und was hat sich seitdem wirklich verändert? Sieben Claras und fünf Instrumentalis*innen flechten aus Kompositionen von Clara, Roberts „Dichterliebe“, Dokumenten von damals und heute, Tagebucheinträgen und Briefen einen theatralen Blütenkranz.


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