A Beginner’s Guide to Worldbuilding

Bewertung und Kritik zu

A BEGINNER’S GUIDE TO WORLDBUILDING 
Lois Alexander & Christoph Winkler
 
Premiere: 22. Oktober 2021 (Monologfestival) 
Theaterdiscounter Berlin

Zum Inhalt: Science Fiction und Fantasy sind mit Abstand die erfolgreichsten Film-Genres bei Netflix & Co. Komplexe Narrative, verästelte Handlungen und detailreiche Welten ziehen Millionen Menschen in ihren Bann. Aber wer konstruiert eigentlich die Handlungsstränge, baut die Welten? Und wie behält man den Überblick bei sechs Staffeln? Dafür gibt es zahlreiche Tools und Methoden, die behaupten, man könne Fantasie planen. Sie verfolgen einen zuweilen fast mechanistischen Ansatz.

Anhand von dokumentarischen Texten, Videoeinspielern und physischem Material untersuchen die Choreograf*innen Lois Alexander und Christoph Winkler diese Strategien – insbesondere das sogenannte „wounding event“. Dabei liegen die Funktionsweisen der menschlichen Fantasie auf dem Seziertisch und verweben sich neu zu einer Live-Performance, die dem Mechanischen Widerstand bietet.

Von und mit Lois Alexander Konzept Christoph Winkler Video-Editing Gabriella Fiore, Matthias Härtig Produktionsleitung Laura BiagioniKoproduktion Monologfestival 2021 – TD Berlin


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Assoziative Collage aus Tanz und Monolog-Schnipsel
  · 22.10.21
Unter das Motto „Fantastische Zeiten“ stellte der TD Berlin die neue Ausgabe seines traditonsreichen Monologfestivals, das mit einigen bekannten Namen aus der Freien Szene in den letzten Oktobertagen aufwartet. Das lange Auftaktwochenende stand nach der Auftaktrede von Dietmar Dieth, schillernde Figur und Feuilletonist in der FAZ, ganz im Zeichen des Empowerments schwarzer Frauen.

Thematisch eng verwandt zu "Protect & Survive" ist das Tanz-Solo, das Lois Alexander anschließend performt und mit Christoph Winkler konzipierte, der dem Berliner Publikum vor allem aus den Sophiensaelen bekannt ist: Auch in „A Beginner´s guide to worldbuilding“ steht das Empowerment einer schwarzen Frau im Mittelpunkt. Zu Klängen, die oft an die Opulenz eines Fantasy-Blockbusters erinnern, tanzt Alexander, die in Kalifornien geboren und afroamerikanischer, philippinischer und chinesischer Abstammung ist, ihr Solo, das mit kleineren, englischen Text-Einsprengseln in ihrer assoziativen Collage über Greta Thunberg, den Klimawandel, Netflix-Serien und die Sehnsucht nach künftigen, besseren Welten nachdenkt.

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