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THE CLICKWORKERS
von Dino Pešut und Selma Spahić
Regie: Selma Spahić 
Premiere: 7. März 2020 
Schauspiel Stuttgart

Zum Inhalt: Schöne neue Arbeitswelt: Sechs junge Menschen werden für ein ökologisch wegweisendes Projekt rekrutiert. Geboten wird ein angenehmes Ambiente, ausufernde Arbeitszeiten und ein Gehalt knapp unter dem Mindestlohn. Doch wer will nicht dabei sein, wenn die Zukunft der Arbeit und damit eine Utopie der Gesellschaft entworfen wird?
Der kroatische Autor Dino Pešut und die bosnische Regisseurin Selma Spahić entwickeln in einem neuen Stück ihre Vision einer Moderne, in der das Individuum auf dem Altar der neuen Märkte geopfert wird. Nach Inszenierungen in Warschau und Zagreb kommt das Europa Ensemble zurück nach Stuttgart.
Was treibt uns um in Europa? Welche künstlerischen Antworten geben wir auf die Herausforderungen und Widersprüche unserer Gegenwart? In der Spielzeit 2018/19 gründete das Schauspiel Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Nowy Teatr, Warschau und dem Zagreb Youth Theatre sowie dem Nationaltheater Athen als assoziiertem Partner unter der künstlerischen Leitung des Regisseurs Oliver Frljić ein Europa Ensemble. In Frljićs Projekt Imaginary Europe (UA)begaben wir uns zu Schlüsselmomenten europäischer Geschichte; die französisch-polnische Regisseurin Anna Smolar untersuchte in Erazm / Erasmus (UA) die Relevanz des humanistischen Denkens des Erasmus von Rotterdam; der griechische Theatermacher Anestis Azas porträtierte mit Ödön von Horváths Der ewige Spießer eine zutiefst verunsicherte Generation in Zeiten des Umbruchs. 2020 treten drei weitere Regisseur*innen an, um das europäische Projekt mit eigenwilligen Inszenierungen zu befragen. Selma Spahić gibt mit The Clickworkers (UA) den Startschuss zur zweiten Runde.

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DIE WAHRHEITEN
von Lutz Hübner & Sarah Nemitz
Regie: Sophia Bodamer 
Premiere: 25. Januar 2020 
Schauspiel Stuttgart

Zum Inhalt: Seit 17 Jahren sind Bruno und Sonja mit Erik und Jana befreundet. Eine gute Paarfreundschaft. Doch aus heiterem Himmel kündigen Erik und Jana per SMS an, den Kontakt abzubrechen – mit sofortiger Wirkung. Nachdem der erste Schock vorüber ist, bringt die Nachricht unausgesprochene Verletzungen ans Licht. Bruno hat Janas Psychologiestudium finanziert und das Paar in Erbschaftsangelegenheiten beraten. Nun fühlt er sich gedemütigt und abserviert. Und Sonja fürchtet, sie habe ihre Freundin Jana verstört, als sie ihr in einem schwachen Moment ein intimes Geheimnis über ihr Leben mit Bruno beichtete. Dass für Jana vor allem Bruno und ein vier Jahre zurückliegender Übergriff bei einem durch ihn vermittelten Coaching-Seminar für Führungskräfte der Auslöser ist, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Denn die Geschichte, die alle kennen, ist nur die halbe Wahrheit. Und einmal in Gang gesetzt, kommen bei der Suche immer weitere Wahrheiten ans Licht …

Weiterlesen: Die Wahrheiten

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WOYZECK
von Georg Büchner
Regie: Zino Wey
Premiere: 24. Januar 2020 
Schauspiel Stuttgart

Zum Inhalt: Mit Woyzeck schrieb Georg Büchner mit gerade mal 23 Jahren einen dunklen, poetischen, bildgewaltigen und zutiefst berührenden Bühnentext, basierend auf realen, von Büchner genau recherchierten Fällen. Woyzeck ist der einfache Soldat, die naive Kreatur, die sich für ein paar Groschen zum Versuchsobjekt der Wissenschaft hergibt und seinen Körper für medizinische Experimente verkauft – bis so gut wie nichts mehr von ihm übrigbleibt, ihm jegliches Menschsein ausgetrieben wird. Im Existenzkampf gegen diese skrupellose und verkommene Gesellschaft, der jegliche Moral abhandengekommen ist, hat Woyzeck nie eine Chance gehabt und der eigenen Zerstörung nichts mehr entgegenzusetzen. Als seine Geliebte, Marie, dem tanzenden Tambourmajor verfällt und das Dunkel um sich greift, gibt es für Woyzeck kein Halten mehr. Der schwindelnde Abgrund reißt ihn – und was er liebt – mit sich fort.
Mit Woyzeck hat der 23-jährige angehende Mediziner Georg Büchner einen sozialrevolutionären Text geschrieben, der unvollendet blieb. Als Vorläufer des modernen Dramas ist ihm eine Studie gelungen, die bis heute aktuelle Fragen diskutiert: Sind wir frei oder werden wir fremdbestimmt, wer oder was grenzt aus, bestimmt über die Zentren und die Ränder unsrer Gesellschaft?

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IWANOW
nach Anton Tschechow
Regie: Robert Icke 
Premiere: 17. November 2019 
Schauspiel Stuttgart
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Zum Inhalt: Nikolas lebt mit seiner Frau Anna in einer Provinzstadt. Gelangweilt von der Gegenwart und vereinsamt in seiner Ehe, ist er sich selbst ein Rätsel. Anna ist Jüdin, die für ihren Ehemann zum Christentum konvertierte und daraufhin von ihren Angehörigen verstoßen wurde. Lieben kann Nikolas sie längst nicht mehr, und selbst als er von ihrem Arzt erfährt, dass sie unheilbar erkrankt ist – was die beiden ihr verheimlichen –, fühlt er sich nicht verantwortlich. Nikolas versteht nicht, was mit ihm vorgeht. Anstatt seiner Frau beizustehen, flieht er ihre Gesellschaft und verbringt die Abende immer öfter bei seinen Nachbarn, wo sich die junge Sascha in ihn verliebt. Als diese ihm ein neues Leben verspricht, wächst in ihm ein unbestimmtes Schuldgefühl, das ihm den Glauben an die Zukunft nimmt.

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SCHÄFCHEN IM TROCKENEN
von Anke Stelling
Regie: Sabine Auf der Heyde 
Premiere: 16. November 2019 
Schauspiel Stuttgart
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Zum Inhalt: Sie sind in der vielbeschworenen Mitte der Gesellschaft angekommen: Mittvierziger, die einst mit hehren Idealen aus Westdeutschland nach Berlin aufbrachen und nun in ihren durchgestylten Eigentumswohnungen mit bodentiefen Fenstern sitzen und ihre Kinder mit dem SUV zu Schule fahren. Nur eine bleibt außen vor: Resi ist eine mäßig erfolgreiche Schriftstellerin und mit ihren vier Kindern Teil des neuen Kreativ-Prekariats. In einer Kammer ihrer Altbauwohnung, die sie demnächst verlassen muss, schreibt sie eine Wutrede an ihre älteste Tochter Bea, um sie vorzubereiten auf eine Welt, in der es sehr wohl wichtig ist, aus welchem Milieu man stammt. Denn spätestens beim Thema »Erben« wird deutlich, dass die soziale Herkunft das Leben stärker dominiert, als wir es uns eingestehen wollen. 

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LAST PARK STANDING
von Ebru Nihan Celkan
Regie: Nuran David Calis 
Premiere: 31. Oktober 2019 
Schauspiel Stuttgart

Zum Inhalt: Zwei Umwälzungen, die zur selben Zeit einen Menschen ergreifen: eine gesellschaftliche Bewegung, die sich Bahn bricht und dazu eine neue Liebe. Eine Liebe zwischen Janina aus Berlin und Umut aus Istanbul. Beide Bewegungen beginnen voller Optimismus, aber die eine endet schnell in Gewalt und setzt die andere einer endlos scheinenden Zerreißprobe aus.

Juni 2013: Umut und Janina begegnen sich während der Aufstände in Istanbul. Dort, wo alles mit der Verteidigung von Bäumen, mit einer friedlichen Demonstration und einem Fest begonnen hatte, verlieben sie sich ineinander. Obwohl sie in verschiedenen Städten leben, gelingt es ihnen, ihre Beziehung zu leben. Als der politische Druck in der Türkei zunimmt und die sozialen Verhältnisse sich ändern, bittet Janina Umut, ihre Heimat zu verlassen und mit ihr in Berlin zu leben. Aber was wird dann aus ihrem homosexuellen Freund Ahmet, mit dem sie gemeinsam Proteste organisiert und als angehende Arbeitsrechtsanwältin den Verfolgten in der Türkei zur Seite stehen will? Umut muss sich entscheiden. Wie wichtig sind ihr Heimat, Familie, das gesellschaftliche Engagement und die Solidarität mit ihren politischen Freunden in der Türkei? Wie wichtig sind ihr persönliches Glück, die Liebe zu Janina, die eigene Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben in Berlin?

Weiterlesen: Last Park Standing

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ITALIENISCHE NACHT
von Ödön von Horváth
Regie: Calixto Bieito 
Premiere: 21. September 2019 
Schauspiel Stuttgart
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Zum Inhalt: "1930-?, in einer süddeutschen Kleinstadt“, so Horváths Angaben zum Stück. Im Wirtshaus Lehninger bereitet sich die Ortsgruppe des republikanischen Schutzverbandes auf ihre „italienische Nacht“ vor. Und Ortsvorstand Stadtrat Ammetsberger will sich das festliche Beisammensein mit Tanz und Gesang von  keiner Seite vermiesen lassen. Weder von den Faschisten, die zeitgleich ihren „deutschen Tag“ mit einem Aufmarsch in der Stadt und einer militärischen Nachtübung begehen. Noch von dem jungen Genossen Martin, der vor der braunen Gefahr warnt und seinerseits zur Bewaffnung aufruft.
Er fordert seine Freundin Anna auf, die Pläne der Faschisten auszuspionieren, und schickt sie damit „auf den politischen Strich“, wie ihm sein Freund Karl vorhält, der selber die italienische Nacht nutzt, um die unpolitische Leni zu verführen. Martin kündigt Karl die Freundschaft. Für ihn ist er nur ein „halber Mensch“, weil er politisch unzuverlässig ist und ständig mit seiner Erotik in Konflikt gerät. Da erscheint Anna mit der Nachricht, dass die Faschisten im Anmarsch sind, um die italienische Nacht zu sprengen und die Herren Republikaner zu verprügeln.
In seinem 1931 uraufgeführten politischen Volksstück beschreibt Ödön von Horváth (1901 bis 1938) die Blindheit der demokratischen Kräfte vor dem aufziehenden Nationalsozialismus. Er erzählt von ideologischen Kämpfen der Jungsozialisten, saturierten Parteibonzen („draußen Prolet, drinnen Kapitalist“) und einer bürgerlichen Welt, hinter deren gemütlicher Fassade sich Herzenskälte und  Bestialität verbergen.

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DIE PHYSIKER
von Friedrich Dürrenmatt
Regie: Cilli Drexel 
Premiere: 22. Juni 2019 
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Zum Inhalt: Warum sollte die Weltformel zur absoluten Vorherrschaft, um die sich die Großmächte schlagen, nicht dort zu finden sein, wo Isaac Newton und Albert Einstein sich die Klinke in die Hand geben: im Irrenhaus? Dorthin flieht auch der Kernphysiker Möbius vor seiner Familie und der Verantwortung, denn er hat die furchtbare Formel entdeckt, das Problem der Gravitation gelöst und das System aller möglichen Erfindungen erfunden. Nur in der Psychiatrie ist er noch frei, in der Öffentlichkeit wären seine Gedanken Sprengstoff. 
Doch auch im abgeriegelten Rahmen der Anstalt kann sein zerstörerisches Wissen nicht ruhen: Einstein und Newton entpuppen sich als Agenten zweier konkurrierender Geheimdienste, die sich ebenfalls als geisteskrank ausgegeben haben. Im Irrenhaus des Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd kann aber nur bleiben, wer auf überzeugende Art und Weise verrückt ist. Deswegen muss Patient Beutler nicht nur glauben, er sei Newton, Patient Ernesti, er sei Einstein, und Patient Möbius, ihm erscheine der König Salomo, sondern sie müssen allesamt ihre Krankenschwestern ermorden. Die Polizei lässt sich von ihrem Schauspiel überzeugen, und Mathilde von Zahnd wird auf ihre ganz eigene Art Teil der Performance. Als Pfleger und Schwestern die Physiker zum Essen im Salon alleine lassen, kann ein drohender Showdown gerade noch abgewendet werden, und die diplomatischen Verhandlungen über die Geschicke der Welt können beginnen. Denn: „Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“

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