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Bewertung und Kritik zu

SCHÄFCHEN IM TROCKENEN
von Anke Stelling
Regie: Sabine Auf der Heyde 
Premiere: 16. November 2019 
Schauspiel Stuttgart
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Zum Inhalt: Sie sind in der vielbeschworenen Mitte der Gesellschaft angekommen: Mittvierziger, die einst mit hehren Idealen aus Westdeutschland nach Berlin aufbrachen und nun in ihren durchgestylten Eigentumswohnungen mit bodentiefen Fenstern sitzen und ihre Kinder mit dem SUV zu Schule fahren. Nur eine bleibt außen vor: Resi ist eine mäßig erfolgreiche Schriftstellerin und mit ihren vier Kindern Teil des neuen Kreativ-Prekariats. In einer Kammer ihrer Altbauwohnung, die sie demnächst verlassen muss, schreibt sie eine Wutrede an ihre älteste Tochter Bea, um sie vorzubereiten auf eine Welt, in der es sehr wohl wichtig ist, aus welchem Milieu man stammt. Denn spätestens beim Thema »Erben« wird deutlich, dass die soziale Herkunft das Leben stärker dominiert, als wir es uns eingestehen wollen. 

Mit: Therese Dörr, Katharina Hauter, Sylvana Krappatsch und Sebastian Röhrle

Inszenierung und Bühne: Sabine Auf der Heyde
Kostüme: Teresa Heiß
Musik: Jacob Suske
Licht: Stefan Schmidt
Dramaturgie: Carolin Losch


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Worin liegt der Gewinn?
  · 17.11.19
''In der Adaption fürs Theater durch die Regisseurin Sabine Auf der Heyde und die Dramaturgin Carolin Losch wird der Text, stark gekürzt, versteht sich, aber im Wortlauf respektiert, auf die drei Schauspielerinnen Therese Dörr, Katharina Hauter und Sylvana Krappatsch sowie den Schauspieler Sebastian Röhrle verteilt. Er wird teilweise mitten im Satz weitergegeben wie der Stab beim Staffellauf. Wenn andere Figuren als die Erzählerin des Romans sprechen oder auch nur von ihnen die Rede ist, ändern die Darsteller ihre Frisuren oder setzen sie Perücken auf. Sie skizzieren die Charaktere an einer sich verlängernden Reihe von Tischen und Bänken durch Körperhaltungen und Sprechweise, doch der Text erlaubt ihnen nicht, den Ansatz zu entwickeln. So gleicht es dem Spaß eines Schülertheaters beim Bunten Abend am Schikurs, wenn Sebastian Röhrle, dessen komödiantisches Talent hier eher gebremst als genutzt wird, einen Dialog im Alleingang vorführt, indem er in schneller Folge mal mit natürlicher Glatze, mal mit Perücke spricht.

Ein bisschen Klamauk, ein bisschen Musik – etwa in der Geschichte von Marianne, der lateinamerikanische Rhythmen aus den fünfziger Jahren auf Ukulele und Kontrabass hinzugefügt werden: es will sich nicht zum szenischen Ereignis mausern. Am Text liegt es nicht und auch nicht am Ensemble, das sich, pausenlos auf der Bühne, redlich mit der Textmasse herumschlägt, dass der vom Premierenpublikum dennoch eifrig beklatschte Abend misslungen ist. Die Konzeption geht einfach nicht auf. Man fragt sich, worin der Gewinn gegenüber einer schlichten Lesung besteht, wenn vier Personen ihr Bestes geben. Vielleicht sollte Anke Stelling ein Theaterstück schreiben. Die Fähigkeit dazu hat sie sicher.'' schreibt Thomas Rothschild am 17. November 2019 auf KULTURA-EXTRA
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