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Bewertung und Kritik zu

DAS IMPERIUM DES SCHÖNEN
von Nis-Momme Stockmann
Regie: Tina Lanik 
Premiere: 31. Januar 2019 
Schauspiel Stuttgart
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https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=14158&awinaffid=460972&clickref=&p=%5B%5Bhttps%253A%252F%252Fwww.thalia.de%252Fsuche%253FfilterPATHROOT%253D%2526sq%253D2kGv3SxZum Inhalt: Zwei ungleiche Brüder – erfolgreicher Intellektueller der eine, Lebenskünstler der andere – reisen mit ihren Partnerinnen nach Japan. Vier unterschiedliche Lebensentwürfe prallen aufeinander, und wieder einmal zeigt sich, dass der Kampf um das eigene Wertesystem im Privaten mit der gleichen Unbarmherzigkeit ausgetragen wird wie im globalen Maßstab. Die Konfrontation mit einer fremden Kultur, die mit ganz eigenen sozialen Codes funktioniert, wirkt als Brandbeschleuniger. Die Situation eskaliert, Weltbilder geraten auf den Prüfstand – am Ende liegen alle Gewissheiten in Scherben.
Die unbeschadete Koexistenz zweier Parallelwirklichkeiten ist so alt wie das Sprechen an sich. In der jüngsten Vergangenheit ist diese geradezu paradigmatisch für das gesellschaftliche Plateau des frühen 21. Jahrhunderts geworden, „alternative Fakten“ heißt das Schlagwort der Stunde. Gibt es sie noch, die Wahrheit?

Mit: Katharina Hauter, Marco Massafra, Nina Siewert, Martin Bruchmann, Daniel Fleischmann und Mariella Layher

Inszenierung und Raum: Tina Lanik
Kostüme: Natalie Soroko
Licht: Stefan Schmidt
Dramaturgie: Carolin Losch


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Big in Japan
  · 01.02.19
''Nach etwas mehr als der Hälfte deklamiert Falk ein ästhetisches Manifest, das Japan gegen Europa ausspielt, kontrastierende Denkmuster erläutert. Für Irritationen sorgen vor allem Ignaz (Daniel Fleischmann) und Ismael (Marielle Layher), die, an die Gehilfen in Kafkas Schloss oder an Bobtschinski und Dobtschinski in Gogols Revisor erinnernd, mit dichtem Zopf, altertümlichen Matrosenmützen, Anzügen mit kurzen Hosen und Kniestrümpfen symmetrisch umherwuseln und Geräusche von sich geben oder szenisch nicht umgesetzte Regieanweisungen vortragen. 

Programmatische musikalische Unterbrechungen strukturieren die Szenenfolge. Mit Schubert wird der gern zitierte Vers „Fremd bin ich eingezogen“ abgerufen, und Big in Japan von Alphaville wird a cappella mehr angedeutet als gesungen. 

Die Stücke von Nis-Momme Stockmann sind ein starkes Argument gegen die denk- und recherchierfaule Behauptung, heute würden keine Dramen mehr geschrieben, die eine Aufführung lohnten. (Die Einladungen zum heurigen THEATERTREFFEN scheinen diese Auffassung belegen zu wollen.) Das Imperium des Schönen verführt zunächst dazu, nach dem Gegensatz von Gut und Böse, von Richtig und Falsch zu fahnden. Bei genauerer Betrachtung überlässt es das Stück dem Zuschauer, sich für und gegen Standpunkte zu entscheiden, die der Dialog formuliert. Darin liegt seine Stärke.'' schreibt Thomas Rothschild am 1. Februar 2019 auf KULTURA-EXTRA
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