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Bewertung und Kritik zu

ITALIENISCHE NACHT
von Ödön von Horváth
Regie: Calixto Bieito 
Premiere: 21. September 2019 
Schauspiel Stuttgart
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Zum Inhalt: "1930-?, in einer süddeutschen Kleinstadt“, so Horváths Angaben zum Stück. Im Wirtshaus Lehninger bereitet sich die Ortsgruppe des republikanischen Schutzverbandes auf ihre „italienische Nacht“ vor. Und Ortsvorstand Stadtrat Ammetsberger will sich das festliche Beisammensein mit Tanz und Gesang von  keiner Seite vermiesen lassen. Weder von den Faschisten, die zeitgleich ihren „deutschen Tag“ mit einem Aufmarsch in der Stadt und einer militärischen Nachtübung begehen. Noch von dem jungen Genossen Martin, der vor der braunen Gefahr warnt und seinerseits zur Bewaffnung aufruft.
Er fordert seine Freundin Anna auf, die Pläne der Faschisten auszuspionieren, und schickt sie damit „auf den politischen Strich“, wie ihm sein Freund Karl vorhält, der selber die italienische Nacht nutzt, um die unpolitische Leni zu verführen. Martin kündigt Karl die Freundschaft. Für ihn ist er nur ein „halber Mensch“, weil er politisch unzuverlässig ist und ständig mit seiner Erotik in Konflikt gerät. Da erscheint Anna mit der Nachricht, dass die Faschisten im Anmarsch sind, um die italienische Nacht zu sprengen und die Herren Republikaner zu verprügeln.
In seinem 1931 uraufgeführten politischen Volksstück beschreibt Ödön von Horváth (1901 bis 1938) die Blindheit der demokratischen Kräfte vor dem aufziehenden Nationalsozialismus. Er erzählt von ideologischen Kämpfen der Jungsozialisten, saturierten Parteibonzen („draußen Prolet, drinnen Kapitalist“) und einer bürgerlichen Welt, hinter deren gemütlicher Fassade sich Herzenskälte und  Bestialität verbergen.

Mit: Elmar Roloff, Felix Strobel, Boris Burgstaller, Michael Stiller, Klaus Rodewald, Peer Oscar Musinowski, David Müller, Gábor Biedermann, Matthias Leja, Christiane Roßbach, Paula Skorupa, Nina Siewert und Statisterie sowie den Live-MusikerInnen Gábor Szabó/Laura Breuter/Valdis Bizuns (Trompete 1 und 2), Hubert Hegele/Tabea Hesselschwerdt (Posaune), Taro Ushiyama (Tuba), Mathias Stelzer/Friedrich zu Dohna (Waldhorn) und Florian Peter/Tom Goemare/Florian Hock (Schlagzeug)

Inszenierung: Calixto Bieito
Bühne: Calixto Bieito und Helen Stichlmeir
Kostüme: Sophia Schneider
Musik: Barbora Horáková
Korrepetition: Sebastian Neugebauer und Aleš Vitek
Licht: Sebastian Isbert
Dramaturgie: Ingoh Brux und Bastian Boẞ


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Tarockierende Sozialdemokraten
  · 01.10.19
''Bieito stellt Momente des Stillstands, die wie Geisterarrangements wirken, langsamen Bewegungen gegenüber, das Reden dem Schweigen, die Vordergrundhandlung dem statischen Hintergrund. Die Kulisse liefert eine weit nach hinten reichende spartanisch angedeutete Wirtsstube, die Begleitmusik eine kleine Blaskapelle.

Das eigentliche Wunder dieser Aufführung ist, wie nach nur einer Spielzeit die von Armin Petras übernommenen Schauspieler mit den von Burkhard C. Kosminski mitgebrachten Neuen zu einem homogenen Ensemble zusammengeschweißt wurden. Das ist nicht selbstverständlich. Claus Peymann ist es bei seiner Übernahme des Burgtheaters einst nicht gelungen. So ist denn ein Abend zustande gekommen, bei dem sich die leidige Alternative von Regie- und Schauspielertheater erübrigt. Soll man die Aktualität loben? Wir könnten darauf verzichten.'' schreibt Thomas Rothschild am 1. Oktober 2019 auf KULTURA-EXTRA
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