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    Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel



    Bewertung und Kritik zu

    ICH BIN WIE IHR, ICH LIEBE ÄPFEL
    von Theresia Walser
    Regie: Burkhard C. Kosminski
    Premiere: 23. November 2018 
    Schauspiel Stuttgart
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    http://amzn.to/2kGv3SxZum Inhalt: Drei Diktatorengattinnen treffen sich zu einer Pressekonferenz. Anlass ist die geplante Verfilmung ihres Lebens. Redlich versucht ein Dolmetscher zwischen den Frauen zu vermitteln – und befördert wider Willen einen Wettstreit des Monströsen, in dem schon kleinste Missverständnisse fatale politische Verwerfungen auslösen. Dabei sind die drei Damen längst nicht mehr im Amt. „Wo kein Volk ist, muss auch nicht gewunken werden.“ Die Männer von Frau Margot und Frau Imelda sind unfriedlich verstorben und der von Frau Leila steht aktuell „vor so einem grotesken holländischen Gericht, Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Die Gründe für ihre Vertreibung ins Exil kann keine von ihnen nennen. Obwohl die Zeitläufe eine deutlich andere Sprache sprechen, weigern sich die drei buchstäblich, ihre Uhren umzustellen, und befinden unisono, dass ihre Biographien viel zu überwältigend seien, um in einen banalen Film zu passen; allein die Oper könnte das angemessene Medium sein ... 

    Mit: Anke Schubert (Frau Imelda), Christiane Rossbach (Frau Margot), Paula Skorupa (Frau Leila) und Sven Prietz (Gottfried) 

    Inszenierung: Burkhard C. Kosminski
    Bühne: Florian Etti
    Kostüme: Ute Lindenberg
    Musik: Hans Platzgumer
    Licht: Nicole Berry
    Dramaturgie: Ingoh Brux

    TRAILER


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    4.0 von 5 Sterne
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    Erichs Asche
    4 years ago
    Kritik
    ''Das kammerspielartige Konstrukt freilich ist wenig bühnenwirksam, erst recht für die große Bühne. Burkhard C. Kosminski, auf Theresia Walser abonniert, hat es bereits 2013 in Mannheim uraufgeführt und jetzt zur Auffüllung seines Eröffnungsprogramms als neuer Intendant in Stuttgart wiederaufgenommen. Als Farce ist es zu wenig komisch, als Polittheater zu wenig tiefgründig. Bleibt das Vergnügen an den darstellerischen Leistungen von Christiane Roßbach als Frau Margot, Anke Schubert als Frau Imelda und Sven Prietz, der wie ein kleiner Günther Jauch aussieht, als Übersetzer, neben denen allerdings Paula Skorupa als Frau Leila mit halb geöffnetem Mund und fuchtelnden Armen chargiert, als verböte ihr die Tendenz zur Karikatur, Gesten und Gesichtsausdrücke zuende zu führen. Der Titel des Stücks entstammt einem Gedicht von Muammar al-Gaddafi, das sie wie im Schülertheater vortragen darf.  Am Schluss kommt Bewegung in die Talkshow. Erichs Asche wird aus der Urne, die Frau Margot mit sich herumträgt, verschüttet und dann in eine Tasche gekehrt. Komik der Pietätlosigkeit. Auch dieser Einfall ist nicht neu. Bei Georg Kreisler heißt es: „Wer warf seine Zigarettenasche / In die Urne überm Sofasitz?“, worauf sich, komischer als bei Walser und jedenfalls sehr viel konzentrierter, „Onkel Fritz“ reimt.'' schreibt Thomas Rothschild am 30. November 2018 auf KULTURA-EXTRA
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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik

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