Oper Köln
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    IDOMENEO 
    Wolfgang Amadeus Mozart
    Regie: Floris Visser 
    Premiere: 17. Februar 2024 
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    Zum Inhalt: Idomeneo, König von Kreta, kehrt nach langer Zeit aus dem Trojanischen Krieg zurück. Der Meeresgott Poseidon schickt einen heftigen Sturm, in dem dessen Schiff unterzugehen droht. In höchster Not leistet Idomeneo einen Schwur: Sollte er sicher das Land erreichen, dann opfert er den ersten Menschen, der ihm dort begegnet. Doch der grausame Schwur bietet keine Rettung, sondern fällt auf ihn zurück. Der junge Mann, von dem Idomeneo am Strand begrüßt wird, ist niemand anderer als sein eigener Sohn Idamante, den er zuletzt als Kind gesehen hat. Idamante wiederum versteht nicht, warum der so vermisste Vater keinerlei Zuneigung, sondern nur Verzweiflung zeigt. Alle Versuche, das Opfer noch abzuwenden, schlagen fehl. Der Gott scheint erbarmungslos bei der Prüfung der Menschen. Nur die unbedingte Liebe und Menschlichkeit der jungen Generation kann den ewigen Kreislauf durchbrechen.

    Die Oper „Idomeneo“ aus dem Jahr 1781 ist ein frühes, lange Zeit kaum beachtetes Meisterwerk Mozarts. Im Alter von 25 Jahren ist er bereits auf der absoluten Höhe seiner Kunst und schafft ein unverwechselbares, die Grundfragen alles Menschlichen berührendes Werk, das schon zu dieser Zeit thematisch die „Zauberflöte“ ankündigt. Seine musikalische Ausdruckskraft bei der Gestaltung des Konfliktes zwischen erbarmungsloser alter und humanistischer neuer Welt, die sich im Gegensatz von Vater Idomeneo und Sohn Idamante gestaltet, ist ohnegleichen und entfaltet eine ganze Bandbreite der Empfindungen und Leidenschaften, wie nur Mozart sie schaffen konnte.

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    DIE FRAU OHNE SCHATTEN 
    von Richard Strauss
    Regie: Katharina Thoma 
    Premiere: 17. September 2023 
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    Zum Inhalt: Der Dichter Hugo von Hofmannsthal und der Komponist Richard Strauss waren das ideale Künstlergespann auf der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Hier der feine symbolistische Analytiker der Gesellschaft, dort der geniale Tonkünstler und Dirigent, dessen Musiksprache scheinbar gar keine Ausdrucksgrenzen kannte. Im Gesamtwerk von Strauss gilt „Die Frau ohne Schatten“ als die anspruchsvollste, dichteste und reichste Partitur. Strauss selbst betrachtete sie zeitlebens als sein wichtigstes Werk. Kurz vor dem Ausbruch des I. Weltkriegs 1914 war die Dichtung fertig, 1915 dann die Komposition. Die Uraufführung fand nach Kriegsende 1919 statt. So spiegelt die Oper die Krise ihrer Zeit wider, schlägt aber genauso den Bogen in unsere Welt und stellt die zentrale Frage nach der Verantwortung der Welt von heute für die Welt von morgen.

    Zwei Paare stehen sich in dieser großen, märchenhaften Handlung gegenüber: Kaiser und Kaiserin auf der einen Seite – er ein entrückter Mensch, sie die Tochter eines Geisterfürsten, die sich ihr Menschsein erst verdienen muss; Färber und Färberin auf der anderen Seite, die sich an allen Höhen und Tiefen des Lebens abarbeiten. Als titelgebende Frau ohne Schatten ist die Kaiserin ein Geisterwesen, die der Färberin den irdischen Schatten abhandeln muss, um ein Mensch zu werden. Gelingt dies innerhalb von drei Tagen nicht, wird der Kaiser zu Stein. Fast scheint der magische Handel zu gelingen, doch sowohl die Kaiserin als auch die Färberin erleben Versuchung und Prüfung, die sich aus diesem Handel ergeben, erkennen die Verantwortung und widersetzen sich aktiv dem scheinbar Unvermeidlichen.

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    LES TROYENS (DIE TROJANER) 
    von Hector Berlioz
    Regie: Johannes Erath 
    Premiere: 24. September 2022 
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    Zum Inhalt: Nach zehn Jahren Krieg strömen die Trojaner erleichtert aus den Mauern ihrer Stadt. Die Griechen sind abgezogen, der Krieg scheint vorüber. Doch es gibt unheilvolle Zeichen. Kassandra, eine Tochter von König Priamos, sieht den baldigen Untergang der Stadt voraus. Trotz aller Warnungen Kassandras ziehen die Trojaner ein hölzernes Pferd in die Stadt, das die Griechen zurück gelassen haben und das für ein Opfer an die Göttin Athene gehalten wird. Im Bauch des Pferdes warten jedoch schon schwerbewaffnete Griechen, um die Vernichtung Trojas zu besiegeln. Nur Aeneas erhält vom Geist Hektors den Auftrag, kampflos zu fliehen und in Italien ein neues Troja zu erbauen. Als heimatlose Flüchtlinge gelangen Aeneas und seine Mannschaft nach Karthago. Dort hat die Königin Dido ein neues Staatswesen errichtet. Aeneas bleibt, Dido und er werden ein Liebespaar. Doch der Frieden ist brüchig, sie vernachlässigt den Staat, er seinen Auftrag – bis ein göttlicher Befehl Aeneas’ Abreise nach Italien befiehlt. Die verlassene und sterbende Dido verflucht Aeneas und sein zukünftiges Reich in Rom.

    Hector Berlioz knüpft in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder an die Tragédie lyrique Christoph Willibald Glucks an und wendet sich einem der großen Stoffe der griechischen Antike zu: dem Fall Trojas. Aber nicht die „Ilias“ des Homer inspiriert ihn, sondern die „Aeneis“ des Vergil, in welcher der Gründungsmythos Roms im Sinne von Kaiser Augustus geschaffen wurde. Aeneas, Sohn der Göttin Venus, muss nicht nur als Einziger das brennende Troja überleben, er wirft auch die Liebe zur unglücklichen Königin Dido über Bord und reißt Karthago in den Abgrund, um nach Italien zu gelangen. In einer mythologischen Oper ohne Götter erheben sich die Menschen selbst zu Göttern, mit doppelt tragischem Ausgang. 

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    BÉATRICE ET BÉNÉDICT 
    von Hector Berlioz
    Regie: Jean Renshaw 
    Premiere: 30. April 2022 
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    Zum Inhalt: »Die hervorstechendsten Merkmale meiner Musik sind leidenschaftlicher Ausdruck, inneres Feuer, rhythmischer Schwung und Unvorhersehbarkeit« äußerte sich Hector Berlioz hinsichtlich der Spezifik seiner musikalischen Schöpfungen.

    Berlioz, der genialische Egozentriker, der Unbequeme, der viel Geschmähte, war in seiner musikalischen Vision seiner Zeit weit voraus. Zu seinen ›überzeitlichen‹ künstlerischen Geistesverwandten zählte der unangepasste Komponist, der sich ansonsten im realen Leben allerorts von kleingeistigen und missgünstigen Spießern verfolgt fühlte, unter anderem den englischen Theaterdichter William Shakespeare (1564 – 1616), bei dem er bedauerte, ihn nicht persönlich kennengelernt zu haben, und der – wie er sich ausmalte – »vielleicht mich geliebt hätte«.

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    UPLOAD 
    von Michel van der Aa
    Premiere: 18. April 2022 
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    Zum Inhalt: Gesetzt den Fall, dass sich unser ›geistiges Ich‹ – als die Summe all unserer Gedanken, Erfahrungen und Erinnerungen – digital abspeichern und, somit, verewigen ließe: Welche moralischen Grundfragen würden sich, auch für unsere Nachkommen, damit verknüpfen? In der Uraufführung »Upload« des niederländischen Komponisten, Librettisten und Regisseurs Michel van der Aa, mit dem Ensemble MusikFabrik, geht es, am Beispiel einer Vater-Tochter-Beziehung, allgemein gesprochen, um die Frage, wodurch sich Mensch-Sein eigentlich definiert – ein Thema, mit dem sich wache Menschen, Philosoph*innen und Künstler*innen zwar schon seit altersher beschäftigen, das sich mit der Fortentwicklung technischer Möglichkeiten nun aber auf ganz neue Weise stellt.

    Stichwort ›digitale Euthanasie‹: Unter welchen Umständen darf eine Tochter die als Datei erfasste Kopie, sozusagen die höchstpersönliche ›geistige DNA‹, ihres verstorbenen Vaters löschen lassen?

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    DIE TOTE STADT
    von Erich Wolfgang Korngold
    Regie: Tatjana Gürbaca 
    Online-Premiere: 4. Dezember 2020 
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    Zum Inhalt: Es ist ein besonderes Jubiläum, auf das sich hinzuweisen lohnt: Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Uraufführung im Kölner Opernhaus am Habsburgerring wird die Neuproduktion von Erich Wolfgang Korngolds Oper »Die tote Stadt«, einem der faszinierendsten Bühnenwerke des vergangenen Jahrhunderts, im StaatenHaus Premiere haben.

    Die Handlung spielt in Brügge – als Synonym einer Stadt, die von der Erinnerung an die Vergangenheit lebt. Der Witwer Paul kultiviert in einem ›Tempel der Erinnerungen‹ das Gedenken an seine jung verstorbene Frau Marie. Durch die Begegnung mit der Tänzerin Marietta – die Marie äußerlich zwar verblüffend gleicht, wesensmäßig jedoch ganz und gar nicht – gerät dieses nekrophile Arrangement in eine Schieflage. Realität und Vision sind für Paul nicht mehr zu trennen. Fehlgeleitete Projektion und Wunschdenken bedingen Eifersucht und Hass. Schließlich steigert sich die emotional aufgereizte Auseinandersetzung zwischen Paul und der Tänzerin bis ins mörderische Extrem. Am Ende – so die läuternde, an psychoanalytische Erkenntnisse der Entstehungszeit angelehnte Auflösung des Geschehens – steht jedoch nicht der Tod, sondern das Bekenntnis zum Leben.

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    WRITTEN ON SKIN
    von George Benjamin
    Regie: Benjamin Lazar 
    Online-Premiere: 1. Dezember 2020 
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    Zum Inhalt: Die Oper »Written on Skin« von George Benjamin, 2012 beim Festival d’Aix-en-Provence uraufgeführt, geht in wesentlichen Teilen der Handlung auf eine mittelalterliche Sage aus der Provence zurück. Ihr Titel ruft eine Zeit in Erinnerung, in der es sich bei jedem Buch noch um eine höchst seltene, aus Pergament gefertigte Kostbarkeit handelte – im wahrsten Sinne des Wortes »auf Haut geschrieben«. Die Komposition George Benjamins lässt die HörerInnen jedoch keinen Moment darüber im Zweifel, dass es sich hier in keiner Weise um ein historisierendes Werk, sondern um eine kompositorisch und inhaltlich moderne Setzung handelt.

    Als eine ›brennend heiße Geschichte in einem eiskalten Rahmen‹ bezeichnete denn auch der moderne Dramatiker Martin Crimp, auf dessen Text diese Oper zurückgeht, diese in eine textlich moderne Rahmenhandlung eingebettete Dreiecksgeschichte aus dem okzitanischen Mittelalter: Das fatale Beziehungskonstrukt zwischen einem mächtigen Großgrundbesitzer (Bassbariton), seiner jungen Ehefrau (Sopran) und ihrem androgynen Liebhaber, einem Buchillustrator (Countertenor), endet mit der Ermordung des Liebhabers durch den Ehemann und – nachdem sie, verleitet durch seinen Mörder, unabsichtlich vom Herz des Geliebten gekostet hat – mit dem freiwilligen Sturz der Frau in den Tod. Drei Engel, die als Repräsentanten der Neuzeit in Erscheinung treten, kommentieren – vergleichbar dem Chor des antiken Dramas – das grausame Geschehen aus kühler Distanz.

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    IL TROVATORE
    von Giuseppe Verdi
    Regie: Dmitri Tcherniakov 
    Premiere: 1. März 2020 
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    Zum Inhalt: Graf Luna nützt rücksichtslos seine politische Machtstellung, um eine Privatfehde gegen Manrico zu führen, wütet in Hass und Eifersucht gegen jeden, der seinen Zielen im Weg steht. Der unter Fremden aufgewachsene Troubadour Manrico ist ein Außenseiter, der sich durch seine Kunst Gehör verschaffen kann. Er bleibt hin- und hergerissen zwischen seiner (vermeintlichen) Mutter Azucena und der Geliebten Leonora, einer jungen Gräfin. Azucena reibt sich zwischen Racheversprechen und Schuldgefühlen sowie ihrer Mutterliebe zu Manrico, den sie als Rächer heranzieht, völlig auf. Leonora liebt Manrico trotz seiner undurchschaubaren Herkunft. Den Grafen Luna, der sie bedrängt, weist sie zurück und ist bereit, für Manrico ihr Leben zu geben.

    Giuseppe Verdi liebte die Vielfältigkeit des Sujets, den Kontrastreichtum der Personen und Situationen, die Gutiérrez’ Schauspiel »El trovador« enthielt. »Il trovatore« beschwört exemplarisch Ausnahmesituationen und Konflikte herauf – Verdi führt die Gestalten an die äußersten Grenzpunkte ihrer Existenz: Liebe, Eifersucht, Hass, Rache – aber die Musik mit ihrer bebenden Dynamik erzeugt auch die Bilder von Scheiterhaufen, Parallelwelten der Clans, Zweikampf, Kloster.

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    BALLET BC
    aus Vancouver
    Künstlerische Leitung: Emily Molnar
    Köln-Premiere: 10. Januar 2019 (Gastspiel) 
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    Zum Inhalt: Zum ersten Mal ist das BALLET BC aus Vancouver in Köln zu Gast. Die international anerkannte Kompanie verspricht mit ihrem mutigen, innovativen und unverwechselbaren Stil einen aufregenden zeitgenössischen Tanzabend. Unter Emily Molnar, seit 2009 die Künstlerische Leiterin, werden die TänzerInnen an die verschiedenen Stile und Arbeitsweisen der großen zeitgenössischen ChoreografInnen herangeführt. Die Kanadierin Aszure Barton erarbeitet eine neue Version von »Busk«. Sie versetzt uns in die Welt der Straßenkunst, in der »der Zauber der Darbietung von Melancholie durchsetzt ist«. Das episodenhaft aufgebaute Stück kontrastiert Soli mit kraftvollem Gruppentanz, in dem schwarz gekleidete TänzerInnen ihre Figuren wie Lagen übereinanderschichten, wozu die Lichtdesignerin Nicole Pearce alles in ein schimmerndes Silber und Schwarz taucht. Für »Bedroom Folk« ist ein erfolgreiches Dreigespann aus Israel verantwortlich: Sharon Eyal, Gai Behar und Ori Lichtik. Getrieben von House-Beats bewegen sich die TänzerInnen in hypnotischer Synchronität durch einen berauschenden Raum und zeigen das rohe und fesselnde visuelle Talent der ChoreografInnen. Die kanadische Choreografin Crystal Pite setzt sich in »Solo Echo« mit den Themen Akzeptanz und Verlust auseinander. Das Stück ist inspiriert von zwei Sonaten für Cello von Brahms sowie dem Gedicht »Lines for Winter« von Mark Strand. »Solo Echo« entwickelt sich von Aggression zu Sehnsucht, vom Einzelnen zur Gruppe – und erkundet so den Weg vom Streit zur Einigkeit.

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    TRISTAN UND ISOLDE
    von Richard Wagner
    Regie: Patrick Kinmonth 
    Premiere: 21. September 2019 
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    Zum Inhalt: Geht so Liebe? Tristan, der Held aus Cornwall, tötete den Iren Morold, Isoldes Verlobten. Anschließend übersandte er der Braut den abgeschlagenen Kopf ihres Liebsten – anstelle eines von Irland eingeforderten Zinses, gewissermaßen als unmissverständliches Zeichen der Provokation und Verachtung. Dennoch brachte …

    Nach seinem »Tannhäuser«-Dirigat an der Oper Köln vor zwei Jahren darf man mit Spannung der weiteren Beschäftigung von Generalmusikdirektor François-Xavier Roth mit dem Werk Richard Wagners entgegensehen. Patrick Kinmonth, dessen Name durch seine »Tannhäuser«-Inszenierung und durch den von ihm mit verantworteten »Ring des Nibelungen« an der Oper Köln fest mit dem Werk dieses Komponisten verbunden ist, übernimmt die Regie.

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