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DER VOGELHÄNDLER
Carl Zeller
Regie: Rainer Holzapfel 
Premiere: 1. November 2019 
Oper Leipzig - Musikalische Komödie 

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Zum Inhalt: Carl Zellers »Vogelhändler« gehört zu jenen Operetten, die nachzuerzählen beim Leser für mehr Verwirrung als Erhellung sorgen würden. Am allerwenigsten wissen die Figuren selbst, mit wem sie es gerade zu tun haben, allen voran Titelheld Adam aus Tirol, der sich auf einen Flirt mit Marie einlässt, ohne zu wissen, dass es sich bei ihr in Wirklichkeit um die Kurfürstin handelt. Seine Braut Christel glaubt eigentlich den Kurfürsten vor sich, als sie für Adam ein Bittgesuch zur Beförderung zum Menagerieinspektor einreichen möchte. Stattdessen schlüpft Stanislaus, der hoch verschuldete Neffe des kurfürstlichen Wald- und Wildmeisters Baron Weps, in die Rolle des kurzfristig verhinderten Kurfürsten und nutzt bei einem Stelldichein im Pavillon seine neue Position schamlos aus. Zum Schluss dreht sich schließlich alles um die entscheidende Frage: Was ist wirklich passiert zwischen Adam und Marie und Christel und Stanislaus?

Carl Zeller hat mit seinem »Vogelhändler« eine der populärsten Operetten überhaupt geschrieben. Sein Rezept: Eine turbulente Verwechslungskomödie vor dem Hintergrund einer ländlich-volkstümlichen Idylle, eine Prise Erotik und eine gute Portion Sentiment sowie eingängige Melodien wie »Grüß’ euch Gott, alle miteinander«, »Ich bin die Christel von der Post«, »Wie mein Ahnl« und natürlich »Schenkt man sich Rosen in Tirol«.

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TRISTAN UND ISOLDE
von Richard Wagner
Regie: Enrico Lübbe
Premiere: 5. Oktober 2019 
Oper Leipzig 

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Zum Inhalt: Mit »Tristan und Isolde« schuf Richard Wagner seine wohl radikalste, aber auch sinnlichste Oper. Zwei Liebende werden in einen Strudel der Leidenschaften hineingesogen, der so intensiv ist, dass eine Erlösung nur im Tod möglich ist. Um der ungewollten Hochzeit mit König Marke von Cornwall zu entgehen, will die irische Königstochter Isolde ihrem Leben ein Ende setzen. Gemeinsam mit Tristan, dem Neffen des Königs, trinkt sie jedoch versehentlich kein Gift, sondern einen Liebestrank. Gequält von unerfüllter Sehnsucht leben die beiden fortan für den Wunsch, im Tod vereint zu sein.

Richard Wagner adaptierte für seinen »Tristan« das mittelalterliche Epos von Gottfried von Straßburg und ließ sich von der Philosophie Schopenhauers inspirieren. Dessen pessimistische Ideen vom Streben nach dem Ende der Existenz vereinte er jedoch mit der eigenen Neigung zu sinnlicher Hingabe. Dazu schuf er eine Musik, die die überwältigenden Gefühle der kaum noch aktiv handelnden Figuren zum Klingen bringt. Wie das immer größer werdende Verlangen der Liebenden drängt die Musik unaufhörlich nach Erlösung. Die beinahe sinfonisch anmutende musikalische Sprache, die Wagner verwendet, ist durch den Zusammenbruch der Tonalität und extreme Chromatik gekennzeichnet – eine zeitlose »unendliche Melodie« für die Ewigkeit, die den Lauf der Musikgeschichte unumkehrbar beeinflussen sollte.

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SPIEL MIR EINE ALTE MELODIE
Schlager- Revue
Choreografie: Mirko Mahr 
Premiere: 27. September 2019 
Oper Leipzig - Musikalische Komödie 

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Zum Inhalt: Cusch Jung, Chefregisseur der Musikalischen Komödie, präsentiert in seiner Revue mit dem Titel »Spiel mir eine alte Melodie« ein Potpourri mit beliebten Melodien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Freuen Sie sich auf eine »Nacht voller Seligkeit« mit Evergreens von Peter Kreuder, Mischa Spoliansky u. a.

Mit: Theresa Maria Romes, Nora Lentner, Angela Mehling, Anne-Kathrin Fischer, Adam Sanchez, Hinrich Horn, Milko Milev, Andreas Rainer, Michael Raschle und Justus Seeger

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DER LIEBESTRANK
von Gaetano Donizetti
Regie: Rolando Villazón 
Premiere: 14. September 2019 
Oper Leipzig 

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Zum Inhalt: Manchmal hilft nur noch ein Liebestrank, vor allem wenn es so einer ist wie der von Tristan und Isolde. Zumindest Nemorino setzt all seine Hoffnung in dieses Gebräu: Schließlich ist er als kleiner Niemand in die anbetungswürdige, aber eher am schneidigen Belcore interessierte Adina verliebt. Welch ein Glück, dass der fahrende Wunderdoktor Dulcamara ein solches Mittel rein zufällig in seinem Sortiment führt. Das Wunderelixier, bei dem es sich freilich um nichts anderes als Alkohol handelt, zeigt auch prompt seine Wirkung: Mit frisch gewonnenem Selbstvertrauen steigt Nemorino zum begehrtesten Junggesellen weit und breit auf – wozu das Gerücht einer beträchtlichen Erbschaft wohl nicht unwesentlich beiträgt. So gelingt es Nemorino nicht nur, seinen Nebenbuhler auszustechen, sondern letztlich auch Adinas Herz zu gewinnen.

Schon der erste Tropfen von Gaetano Donizettis »Liebestrank« machte das Publikum 1832 süchtig nach den süßen, verschwenderischen Melodien, die der Komponist auch der berühmtesten Arie des Stückes einträufelte: Nemorinos berührender Klage »Una furtiva lagrima«. Rolando Villazón, der als Nemorino häufig genug selbst erfolgreich auf der Bühne stand, inszeniert Donizettis »Liebestrank« nun an der Oper Leipzig. Mit viel Witz und Herz, aber auch feinem Gespür für den Tiefsinn des Werkes erzählt er das heitere Liebesabenteuer als turbulenten Western-Movie.

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DIE VERKAUFTE BRAUT
von Bedrich Smetana
Regie: Christian von Götz 
Premiere: 15. Juni 2019 
Oper Leipzig 

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Zum Inhalt: Marie soll unter der fachkundigen Mitwirkung des Hei­ratsvermittlers Kezal mit Wenzel, dem Sohn des Groß­grundbesitzers Micha, verheiratet werden. Sie liebt ­jedoch Hans, der sich vor Jahren aus der dörfli­chen Enge verabschiedet hat und nun inkognito ­wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Um Maries Verheiratung mit Wenzel zu verhindern, schlägt Hans dem Heiratsvermittler einen Deal vor. Er verzichtet gegen ein beträchtliches Sümmchen Geld auf seine Marie unter der Bedingung, dass diese aus­schließlich den Sohn Michas heiraten dürfe. Denn auch Hans entpuppt sich als ein Sohn des Großgrund­besitzers.

Nicht ohne Grund hat der Komponist des bekannten Orchesterstücks »Die Moldau« seinen ­gesamten ­Orchesterzyklus »Mein Vaterland« genannt. Auch »Die verkaufte Braut« führt uns in seine Heimat und auch dieses Werk enthält mit dem Tanz der Komö­dianten eines der berühmtesten Orchesterstücke des Komponisten. Das 19. Jahrhundert sah in dem ko­mischen Singspiel die »Nationaloper« ­schlechthin, in deren Musik sich die »böhmische Volksseele« ­ausdrückt, Kategorien, die heute überholt anmuten. Vor diesem Hintergrund wirkt Smetanas »Verkaufte Braut« eher wie eine nostalgische Zeitreise in die Zeit der arrangierten Ehen. Sein Blick richtet sich ­weniger auf die große Nation als vielmehr auf den Mikro­kosmos der dörflichen Welt, die zwar nach ihren eigenen ­Gesetzmäßigkeiten funktioniert, in der aber doch stets das Menschliche siegt.

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MADAME POMPADOUR
von Leo Fall
Regie: Klaus Seiffert 
Premiere: 1. Juni 2019 
Oper Leipzig - Musikalische Komödie 

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Zum Inhalt: Karneval in Paris: Begehrenswert schön und abenteuer­lustig stürzt sich Madame Pompadour, Mätresse von König Ludwig xv., inkognito in das aufregende Nachtleben des »Musenstalls«. Auf der Suche nach einer ­prickelnden Liebschaft trifft sie dort nicht nur den aufsässigen Dichter Calicot, der frivole Spottlieder auf sie singt, sondern auch den Grafen René, der ebenfalls ­unerkannt eine Auszeit vom faden Land- und Ehe­leben nimmt. Mitten in den amourösen ­Verwicklungen versucht der tölpische Polizeiminister Maurepas die ­Pompadour in flagranti zu erwischen und sie damit beim König bloßzustellen. Doch Madame ist nicht nur schön, sondern auch gewitzt: Einfallsreich gelingt es ihr, Calicot zum Hofdichter zu ernennen und René als ihren persönlichen Leibwächter anzustellen – selbst­verständlich mit Zugang zu ihrem Schlafzimmer. ­Einem erotischen Stelldichein stünde nun nichts mehr im Wege, wären da nicht der eifersüchtige ­König und Renés besorgte Gattin …

Mit Madame Pompadour betritt als berühmtes Pendant zu Casanova nun eine der großen Verführerinnen die Bühne der Musikalischen Komödie. Nicht von ungefähr wurde Leo Falls drittletzte Operette zu seinem größten Erfolg: In ihren witzig-anzüglichen Einfällen und schwungvoll-eingängigen Melodien wie »Joseph, ach Joseph, was bist du so keusch« zeichnen sich vor dem Hintergrund des umtriebigen ­Pariser Rokoko die freizügigen Zwanzigerjahre ihrer Entstehungszeit ab.

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DAS FEUERWERK
von Paul Burkhard
Regie: Axel Köhler 
Premiere: 13. April 2019 
Oper Leipzig - Musikalische Komödie 

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Zum Inhalt: Der Fabrikant Albert Oberholzer feiert im Kreise der Familie seinen 60. Geburtstag. Da taucht plötzlich sein unliebsamer Bruder, der Zirkusdirektor ­Alexander Oberholzer alias Obolski, mit seiner Frau Iduna auf. Während die beiden die übrige Verwandtschaft mit ­ihren Abenteuer-Geschichten schockieren, ist ­Tochter Anna fasziniert und taucht in ihren Träumen voll­ständig ein in die zauberhafte Welt der Clowns, ­Artisten und Tiere. Sie beschließt, ihr beengtes bürgerliches ­Leben hinter sich zu lassen und sich dem Zirkus anzuschließen. Doch was wird aus dem Gärtner Robert, der von einer gemeinsamen Zukunft mit der jungen Frau träumt?

Weiterlesen: Das Feuerwerk

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DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
von Richard Wagner
Regie: Michiel Dijkema 
Premiere: 30. März 2019
Oper Leipzig 

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Zum Inhalt: Bis in alle Ewigkeit ist der fliegende Holländer dazu verdammt, auf seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchsegeln, ohne Rast, ohne Ziel. Nur einmal alle sieben Jahre darf er an Land, um dort Erlösung zu ­suchen: in einem »Weib, das bis in den Tod getreu ihm auf Erden«. Die Kapitänstochter Senta, die an den ­gesellschaftlichen Konventionen und der Enge der dörflichen Gemeinschaft zu ersticken droht, glaubt sich auserkoren, diesen Fluch zu brechen. Als ihr ­Vater ­Daland mit einem geheimnisvollen Fremden an ­seiner Seite von See zurückkehrt, erkennt sie sofort den Verdammten aus jener düsteren Seemanns­ballade, die ihr schon die Amme vorsang, und bricht auch die letzten Brücken zum vorgezeichneten Leben mit ihrem Verehrer Erik ab.

Nach seinen drei Frühwerken betrachtete Richard Wagner den 1843 uraufgeführten »Fliegenden ­Holländer« als sein erstes gültiges Werk überhaupt. Mit dem Einbruch des Übersinnlichen und der ­dämonischen Naturgewalten in die Realität knüpfte er an die Tradition der schauerromantischen Oper an und beschritt mit dem Erlösungsmotiv einen Weg, der für seine folgenden Musikdramen bestimmend werden sollte. Das stürmische Wogen des Meeres, wilde Seemannschöre und die zentrale Ballade Sentas ­ver­dichtet Wagner zu einem atmosphärischen ­Thriller,  der vom ersten Ton an in Bann zieht. Michiel Dijkema, der in ­Leipzig zuletzt mit seiner bewegenden Interpre­ta­tion von »­Rusalka« begeisterte, erzählt in seiner Inszenierung von der Suche nach Heimat, aber auch von der Sehnsucht nach dem Anderen.

Weiterlesen: Der fliegende Holländer


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