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Bewertung und Kritik zu

TRISTAN UND ISOLDE
von Richard Wagner
Regie: Enrico Lübbe
Premiere: 5. Oktober 2019 
Oper Leipzig 

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Zum Inhalt: Mit »Tristan und Isolde« schuf Richard Wagner seine wohl radikalste, aber auch sinnlichste Oper. Zwei Liebende werden in einen Strudel der Leidenschaften hineingesogen, der so intensiv ist, dass eine Erlösung nur im Tod möglich ist. Um der ungewollten Hochzeit mit König Marke von Cornwall zu entgehen, will die irische Königstochter Isolde ihrem Leben ein Ende setzen. Gemeinsam mit Tristan, dem Neffen des Königs, trinkt sie jedoch versehentlich kein Gift, sondern einen Liebestrank. Gequält von unerfüllter Sehnsucht leben die beiden fortan für den Wunsch, im Tod vereint zu sein.

Richard Wagner adaptierte für seinen »Tristan« das mittelalterliche Epos von Gottfried von Straßburg und ließ sich von der Philosophie Schopenhauers inspirieren. Dessen pessimistische Ideen vom Streben nach dem Ende der Existenz vereinte er jedoch mit der eigenen Neigung zu sinnlicher Hingabe. Dazu schuf er eine Musik, die die überwältigenden Gefühle der kaum noch aktiv handelnden Figuren zum Klingen bringt. Wie das immer größer werdende Verlangen der Liebenden drängt die Musik unaufhörlich nach Erlösung. Die beinahe sinfonisch anmutende musikalische Sprache, die Wagner verwendet, ist durch den Zusammenbruch der Tonalität und extreme Chromatik gekennzeichnet – eine zeitlose »unendliche Melodie« für die Ewigkeit, die den Lauf der Musikgeschichte unumkehrbar beeinflussen sollte.

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Enrico Lübbe
Co-Regie: Torsten Buß
Bühne: Étienne Pluss
Kostüme: Linda Redlin
Video: fettFilm
Licht: Olaf Freese
Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint
Dramaturgie: Nele Winter


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0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Daniel Kirch, vor allem
  · 06.10.19
''Enrico Lübbe hat Regie geführt, und Étienne Plus hat auf der Drehbühne Versatzstücke von einem Holzschiffwrack gestellt, was wiederum durch fettFilm-Projektionen in mitunter schwankende und schwebende Bewegungen gebracht wird... Und nicht Weniges, was sich als überraschend neu bei dieser wichtigtuerischen Inszenierung brüstet, ist den Sachverständigen aus Bayreuth-Arbeiten der jüngeren Vergangenheit vertraut: der Lichtrahmen (aus Kratzers Tannhäuser) oder die Aufdrängung von völlig überflüssigen Isolde-Dubletten (aus Katharina Wagners Tristan und Isolde) beispielsweise.

Die Bläser vom Gewandhausorchester Leipzig gurken recht bedenkenswert an manchen Stellen - wenigstens spielt Gundel Jannemann-Fischer ihr Englischhorn-Solo im dritten Aufzug lupenrein; warum sie allerdings mit ihrem Instrument und in Zivilkleidung die Bühne abspazieren muss, bleibt nachgerade ein Geheimnis unter vielen. Zwiespältiger Eindruck, in summa summarum: Weniger geglückt als erhofft.'' schreibt Andre Sokolowski am 6. Oktober 2019 auf KULTURA-EXTRA
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