Bewertung und Kritik zu

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    YAHYA HASSAN  
    von Yahya Hassan
    Regie: Matthias Rippert 
    Premiere: 29. Oktober 2022 
    Schauspiel Hannover/Cumberlandsche Bühne 
    Berlin-Premiere: 14. Januar 2023
    Maxim Gorki Theater Berlin 

    Zum Inhalt: In der immersiv-multimedialen Performance der Gedichte von Yahya Hassan tauchen wir ein in dessen schonungslose Abrechnung mit seiner Lebenswelt als staatenloser Palästinenser mit dänischem Pass. Seine lyrische Sprache als Poet ist wütend, radikal und dabei ebenso voller Gewalt wie auch eine Suche nach Zärtlichkeit. Der kontrovers diskutierte Gedichtband von Yahya Hassan, der nur 24 Jahre alt wurde, gilt mit über 120.000 verkauften Exemplaren als das erfolgreichste Erstlingswerk Dänemarks.

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    MONTE ROSA  
    von Theresa Dopler
    Regie: Matthias Rippert 
    Premiere: 14. Januar 2022 
    Schauspiel Hannover 
    Berlin-Premiere: 11. Juni 2022
    Deutsches Theater Berlin 

    Berliner Autor:innentheatertage (2022) 

    Zum Inhalt: Witzig, boshaft, schillernd, voller Provokationen und Fantastereien – Orlando gilt als Meisterwerk der literarischen Moderne. Die Geschichte des jungen Adligen setzt im 16. Jahrhundert ein: Gutaussehend und wortgewandt wird er Geliebter der Königin, Gesandter des Sultans in Konstantinopel und nach einem rauschenden Fest am Ende des Ramadan geweckt durch einen Fanfarenstoß („Die Wahrheit!“) – und erwacht als Frau. Kaum alternd durchstreift Orlando nun die Jahrhunderte, wird Poetin, Prinzessin, Liebende und am Ende freischaffende Künstlerin und alleinstehende Mutter im 20. Jahrhundert sein.

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    EIN MANN SEINER KLASSE  
    nach dem Roman von Christian Baron
    Regie: Lukas Holzhausen 
    Premiere: 21. Oktober 2021 
    Schauspiel Hannover 

    Eingeladen zum 59. Berliner Theatertreffen (2022)  

    Zum Inhalt: Christian und sein Bruder Benny ziehen die Bettdecken über die Köpfe und halten die Luft an, wenn drüben der Vater die Mutter gegen die Wand schleudert. Die Gewalt ist zur Normalität geworden, genauso wie die Armut, in der sie leben, und der Reflex, nichts nach außen dringen zu lassen, bloß nicht aufzufallen. Die Wutausbrüche des trinkenden Vaters sind unberechenbar und exzessiv, und doch hofft Christian immer, dass er bleibt. Er schaut auf zu dem Mann, der eine Waschmaschine alleine in den vierten Stock tragen kann und die Familie davor beschützt, im Kalkofen zu landen, dem Viertel, in dem die wohnen, denen es noch schlechter geht. Unter den abfälligen Blicken der Nachbarn scheint die Zukunft der Kinder bereits vorgezeichnet. Als die Mutter ernsthaft erkrankt, schreitet eine couragierte Tante ein und die Dinge beginnen sich zu verändern.
    Als einer, der davonkam, blickt Autor Christian Baron in seinem 2020 erschienenen Debütroman zurück auf eine Arbeiterkindheit in Kaiserslautern und stellt die Frage, wer oder was seinen Vater zu dem machte, der er war. Baron erzählt von skandalöser Armut in einem reichen Land, von den wirkungsvollen Mechanismen der Ausgrenzung, vom Ringen um Stolz und Würde und hält dem Hohn der Gesellschaft eine berührende Familienbiografie entgegen.

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    3 POEMS  
    von Guy Weizman
    Online-Premiere: 29. April 2021 
    Schauspiel Hannover

    Zum Inhalt: 3 Poems ist ein dreiteiliger Theaterfilm in Koproduktion mit dem NNT Groningen. Der 1972 in Tel Aviv geborene Regisseur und Choreograf Guy Weizman, seit 2017 Leiter des NNT Groningen verbindet in 3 Poems zwei neue Gedichte der Autorin Judith Herzberg, deren Bearbeitungen mit seinem Ensemble in Groningen entstanden sind, mit dem 4. Bakkhischen Lobgesang aus Euripides‘ Bakkchen zu einem 3-teiligen, bildgewaltigen Theaterfilm. 
    Die Entstehungsgeschichte von 3 Poems ist eine, wie wir sie seit einem Jahr zahlreich erlebt haben und doch besonders: Eigentlich als große internationale Zusammenarbeit unter dem Titel Bitch, I’m a Goddessnach Euripides‘ Bakkchen zwischen dem NNT Groningen und dem Schauspiel Hannover geplant, musste die Produktion zunächst pandemie-bedingt verkleinert und letztlich leider komplett verschoben werden. Zum Glück ergab sich dennoch die Möglichkeit eines ersten künstlerischen Aufeinandertreffens zwischen dem Regisseur Guy Weizman und dem Ensemble des Schauspiel Hannover. 

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    WOYZECK 
    von Georg Büchner
    Regie: Lilja Rupprecht 
    Online-Premiere: 17. April 2021 
    Schauspiel Hannover

    Zum Inhalt: Woyzeck – „guter Kerl und armer Teufel“ – ist Soldat und verfügt über ein geringes Auskommen. Er bessert es auf, indem er seinen Hauptmann rasiert und sich der Wissenschaft als Versuchsobjekt zur Verfügung stellt. Denn da sind Marie und sein uneheliches Kind Christian, die versorgt sein wollen. Als ihn Marie betrügt, brechen Angst, Trieb und Hass aus ihm hervor, und er ersticht sie.
    „Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinabsieht“, lässt Büchner seinen Woyzeck erkennen und liefert ihm damit die Einsicht in die Spannung, der er selbst ausgesetzt ist. Woyzeck scheitert gnadenlos an seinem Versuch, ein guter Mensch zu sein. Das System, in das er hineingeboren wurde, ist eines der Gewalt. Alle unterliegen ihr. Woyzeck ist kein Einzelfall, sondern Sinnbild eines zutiefst menschlichen Dilemmas. Opfer und Täter zugleich, befindet er sich im Zirkel der Gewalt, unfähig sich daraus zu lösen, und setzt fort, was er erfahren hat. Dabei stattet Büchner ihn und die anderen Figuren mit einer rohen, kraftvollen und bedingungslosen Sprache aus, die berührt und mitnimmt wie die Geschichte selbst. 

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    DER LIEBHABER 
    nach Marguerite Duras
    Choreografie: Marco Goecke 
    Premiere: 27. Februar 2021 
    Schauspiel Hannover

    Zum Inhalt: Indochina zur französischen Kolonialzeit, Saigon, das Exotische, Dunst und Hitze, Regen, überflutetes Land, ein weißes Mädchen mit rosafarbenem Männerhut und Goldschuhen, eine vaterlose Familie in schwierigen Verhältnissen, eine labile Mutter und zwei höchst problematische Brüder. Ein reicher Chinese mit schwarzer Limousine, der Lärm der Stadt, eine leidenschaftliche Begegnung über alle Konventionen hinweg: Eine Liebe, die keine Zukunft hat und dennoch ein ganzes Leben lang währt, obwohl beide sich nach dem Weggang der Erzählerin nach Paris nie wieder gesprochen haben – bis auf ein einziges Telefonat am Ende.

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    DER BEGINN EINER NEUEN WELT
    von Theresa Henning
    Premiere: 5. Dezember 2020 
    Schauspiel Hannover

    Zum Inhalt: Wie klingt er, der Beginn einer neuen Welt? Wie fühlt er sich an? Welche Form nimmt er an? Hat er was mit mir zu tun?
    In mir ein Stimmengewirr der Gefühle. Sie brechen sich Bahn. Sie wollen gehört werden. Jedes hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Energie. Ist das jetzt schon Liebe? Ist das die Revolution?
    Das Team um die Regisseurin und Autorin Theresa Henning begibt sich auf die Suche nach Augenblicken, Gefühlen und Worten, die unsere gegenwärtige Situation erlebbar machen. Ohne, dass wir dabei Anfang oder Ende bestimmen könnten. Was zählt, ist der gemeinsame Moment.

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    DANCE NATION
    von Clare Barron
    Regie: Stephan Kimmig 
    Premiere: 16. Oktober 2020 
    Schauspiel Hannover

    Zum Inhalt: Wie klingt er, der Beginn einer neuen Welt? Wie fühlt er sich an? Welche Form nimmt er an? Hat er was mit mir zu tun?
    In mir ein Stimmengewirr der Gefühle. Sie brechen sich Bahn. Sie wollen gehört werden. Jedes hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Energie. Ist das jetzt schon Liebe? Ist das die Revolution?
    Das Team um die Regisseurin und Autorin Theresa Henning begibt sich auf die Suche nach Augenblicken, Gefühlen und Worten, die unsere gegenwärtige Situation erlebbar machen. Ohne, dass wir dabei Anfang oder Ende bestimmen könnten. Was zählt, ist der gemeinsame Moment.

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    DIE POLITIKER
    von Wolfram Lotz
    Regie: Marie Bues 
    Premiere: 27. September 2020 
    Schauspiel Hannover

    Zum Inhalt: „Die Politiker die Politiker die Politiker / die Politiker – / Die Politiker die Politiker die Politiker / die Politiker die Politiker – / Die Politiker gehen die verschneiten Abhänge hinab / ich sehe sie aus der Entfernung / Was haben sie vor?“ So beginnt das Theatergedicht von Wolfram Lotz. In poetischen Sprachbildern und musikalischen Wortkaskaden beschreibt der u.a. mit dem deutschen Dramatikerpreis ausgezeichnete Autor die an die Bezeichnung „Politiker“ gebundenen Erwartungshaltungen. Immer tiefer bohrt sich das, was die Politiker können, müssen, dürfen, sollen, nicht sollen und nicht dürfen und überhaupt nicht dürfen, durch das Gehör ins Gehirn und setzt sich bis ins Private fort. Ohne Punkt und Komma fragt Lotz nach unserer eigenen Verantwortlichkeit und der von denen da oben und verwischt diese Grenzen in der nächsten Zeile gleich wieder mit Wumms und Verve. Ein eiskalter Platzregen unbändiger Sprache mit einem Furor, einer Not, einer Trauer und – einem übermütig hüpfenden Witz. Lotz denkt und redet und lacht an gegen Vorurteile und ruft dazu auf, Schuld nicht bei anderen zu suchen und Verantwortung zu deleg­ieren, sondern selbst zu handeln. Der Text ist ein Hilferuf aus der Quarantäne, deren Einsamkeit nur kurz vom Besuch einer Katze unterbrochen wird. 

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    DER URSPRUNG DER WELT
    nach dem Comic von Liv Strömquist
    Regie: Franziska Autzen 
    Premiere: 19. September 2020
    Schauspiel Hannover

    Zum Inhalt: Was ist der Unterschied zwischen Vulva und Vagina? Wie groß ist die Klitoris? Warum sind uns diese Fragen peinlich? Woher kommt das Bild, das wir von dem sogenannten „weiblichen Geschlechtsorgan“ haben? Warum verdoppelte sich die Zahl der Intimkorrekturen in den letzten fünf Jahren? Was ist der Unterschied zwischen Gender und Geschlecht? Bin ich normal? Will ich das überhaupt sein? Was ist non-binär? Was hat Hautfarbe damit zu tun? Welche Rolle spielt dabei der Erfinder der Kellogg’s Cornflakes? Warum heißt es das ,schwache Geschlecht‘? Wer bestimmt eigentlich, was weiblich ist? Does sex sell? Können wir darüber sprechen?

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