Der Liebhaber

Bewertung und Kritik zu

DER LIEBHABER 
nach Marguerite Duras
Choreografie: Marco Goecke 
Premiere: 27. Februar 2021 
Schauspiel Hannover

Zum Inhalt: Indochina zur französischen Kolonialzeit, Saigon, das Exotische, Dunst und Hitze, Regen, überflutetes Land, ein weißes Mädchen mit rosafarbenem Männerhut und Goldschuhen, eine vaterlose Familie in schwierigen Verhältnissen, eine labile Mutter und zwei höchst problematische Brüder. Ein reicher Chinese mit schwarzer Limousine, der Lärm der Stadt, eine leidenschaftliche Begegnung über alle Konventionen hinweg: Eine Liebe, die keine Zukunft hat und dennoch ein ganzes Leben lang währt, obwohl beide sich nach dem Weggang der Erzählerin nach Paris nie wieder gesprochen haben – bis auf ein einziges Telefonat am Ende.

Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi / Maxim Böckelmann
Choreografie: Marco Goecke
Bühne und Kostüme: Michaela Springer / Marvin Ott
Licht: Udo Haberland
Dramaturgie: Esther Dreesen-schaback
Klavier: Martina Filjak / Narmin Najafli / Beatrice Berrut

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Fiebrige Roman-Adaption
  · 13.04.21
Die ersten Gruppen-Szenen tauchen zu vietnamesischen Klängen in die Kolonialvergangenheit der 1930er Jahre ein, in denen diese Liebesgeschichte spielt. Die Muskeln der nackten Oberkörper der Tänzer stehen unter Hochspannung, minimalistische, zuckende Bewegungen sind ein Markenzeichen von Goeckes Tanzstil und prägen diesen Abend von Beginn an.

Langsam richtet sich der Fokus auf das Paar im Zentrum, das von Sandra Bourdais und Maurus Gauthier verkörpert wird. Die Musik wechselt zu Chopin, Debussy und Ravel, fiebrig bleibt die Atmosphäre dieser 70minütigen Tanz-Zeitreise, die mit dem melancholischen Rückblick von Heidi Lauterbach in der Rolle der Schriftstellerin Duras endet.

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