Dance Nation

Bewertung und Kritik zu

DANCE NATION
von Clare Barron
Regie: Stephan Kimmig 
Premiere: 16. Oktober 2020 
Schauspiel Hannover

Zum Inhalt: Wie klingt er, der Beginn einer neuen Welt? Wie fühlt er sich an? Welche Form nimmt er an? Hat er was mit mir zu tun?
In mir ein Stimmengewirr der Gefühle. Sie brechen sich Bahn. Sie wollen gehört werden. Jedes hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Energie. Ist das jetzt schon Liebe? Ist das die Revolution?
Das Team um die Regisseurin und Autorin Theresa Henning begibt sich auf die Suche nach Augenblicken, Gefühlen und Worten, die unsere gegenwärtige Situation erlebbar machen. Ohne, dass wir dabei Anfang oder Ende bestimmen könnten. Was zählt, ist der gemeinsame Moment.

Mit Andrej Agranovski, Ruby Commey, Anja Herden, Alrun Hofert, Irene Kugler, Sebastian Nakajew, Nils Rovira-Muñoz, Seyneb Saleh, Katherina Sattler, Amelle Schwerk, Nils Strunk

Regie: Stephan Kimmig
Choreografie: Bahar Meric
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musikalische Leitung: Andrej Agranovski, Nils Strunk
Dramaturgie: Nora Khuon


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Dünner Text zu Live-Musik-Beats
  · 13.12.20
Der Text dieser deutschen Erstaufführung von Clare Barron ist sehr dünn. Ein Pubertäts-Selbstfindungs-Solo voller Klischees reiht sich an das nächste. Notdürftig werden die Soli von einer Rahmenhandlung zusammengehalten: gemeinsam trainieren die Teenager*innen für einen Wettbewerb, angestachelt von einem ehrgeizigen Lehrer. Die Sprache ist unverblümt und sehr direkt in your face: laute Emotion, wenig Reflexion.

Stephan Kimmig und sein Team haben aus dieser Vorlage noch das Beste rausgeholt. Interessanter wird der Abend meist dann, wenn er zu den Live-Musik-Beats von Nils Strunk ins Tanzen kommt. Die energiegeladenen Acts münden ironisch in eine Sitztanz-Tattergreis-Choreographie mit übergroßen Masken.
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