Bewertung und Kritik zu

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FRÜHERE VERHÄLTNISSE
von Johann Nestroy
Regie: Hubsi Kramar 
Premiere: 6. November 2019 
Theater Akzent, Wien

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Zum Inhalt: Der Emporkömmling Herr von Scheitermann, ein ehemaliger Knecht, ist mit der Professorentochter Josephine verheiratet, der er sich in jeder Hinsicht unterlegen fühlt. So lebt er in ständiger Angst, sie könnte von seiner armseligen Herkunft erfahren. Als sein früherer Herr, Anton Muffl, nun selbst in Armut geraten, als neuer Hausknecht vorstellig wird, kommt er in arge Bedrängnis. Denn dieser setzt Scheitermann mit seinem Wissen um dessen Vergangenheit sogleich unter Druck. Als nun auch noch die neue Dienstmagd, Peppi Amsel, einst in Muffl verliebt als sie sich noch als Schauspielerin versuchte, sich vor diesem als Scheitermanns Gattin ausgibt, entsteht aus all den früheren Verhältnissen eine turbulente Verwechslungskomödie. Scheitermann will Muffl loswerden, doch dieser droht ihm, seiner ahnungslosen Frau Josephine seine Herkunft zu verraten. Und das würde das Scheinleben des Emporkömmlings zum Einsturz bringen. Da Peppi ein Gespräch der beiden belauscht und gründlich missversteht, bekommt das Stück eine rasante Wendung.

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MONSTER 
von Kurt Palm
Regie: Christina Tscharyiski 
Premiere: 5. November 2019 
Theater Rabenhof, Wien 
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Zum Inhalt: Zwischen Schlagerseligkeit und Trachtenglück findet ein lesbisches Vampirpärchen den wahren Horror nicht in den dunklen Tiefen des Rottensees, sondern in der gemütlichen Seele Österreichs. Doch damit nicht genug: Ein abgetrennter Frauenfuß und das Hinterbein eines Hundes sind die Auslöser für die verzweifelten Ermittlungen des Polizisten Alfons Stallinger, die ihn vom örtlichen Strandbad über ein Flüchtlingsheim und ein Seebühnenkonzert in die Groteske des heimischen Politsumpfes führen.

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MEISTER UND MARGARITA
nach  Michail Bulgakow
Regie: Ene-liis Semper, Tiit Ojasoo 
Premiere: 17. Oktober 2019 
Akademietheater Wien 

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Zum Inhalt: Was tun, wenn Satan in die Stadt kommt? Sich auf den Boden werfen? Um Gnade bitten? Beten? All das versuchen die Menschen in Bulgakows Roman erst gar nicht, sondern gieren auf ihren nächsten Vorteil, einen Respektbeweis, die nächste Beförderung oder die nächstgrößere Wohnung. Einander gegenseitig misstrauend, schmierig, in vollendetem Opportunismus und — zugleich sehr menschlich. Die kleinen Spielchen im Büro. Alle leben endgültig ohne Glauben; nur, dass es keinen Gott gibt, das wissen sie sehr genau. Der neuangekommene Satan verwirrt die Städtebewohner*innen mit seiner Transzendenz, erweckt die Toten zum Leben und veranstaltet einen Ball. Erst auf Seite 165 tritt der Meister auf.

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DER GUTE MENSCH VON SEZUAN
von Bertolt Brecht
Regie: Robert Gerloff 
Premiere: 12. Oktober 2019 
Volkstheater Wien
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Zum Inhalt: Die Götter gehorchen den irdischen Geschäftsregeln, bezahlen für ihr Nachtlager, und Shen Te legt sich mit ihrem Startkapital einen Tabakladen zu. Die Neo-Unternehmerin entdeckt ganz im Sinne der Götter ihre Freude an Charity-Aktionen, doch als sie geschäftlich in ihrer Rolle als friedfertige Frau immer mehr in Bedrängnis gerät, maskiert sie sich als ihr skrupelloser Cousin Shui Ta. Shen Te beginnt ein Spiel mit den Identitäten, mit dem Tabak, den sie verkauft, und dem Reis, den sie verschenkt, mit spendablen Verehrern und lästigen Nachbar/innen, mit dem Gut- und mit dem Vernünftig-Sein. Ihre Kreativität innerhalb des Systems wird von Erfolg gekrönt: Den florierenden Tabakladen baut Shen Te zu einem Tabakimperium aus. Doch dann lernt sie im Stadtpark den arbeitslosen Flieger Sun kennen. Der träumt vom Fliegen und braucht dafür ganz dringend Geld. Shen Te, die Liebende, bietet noch einmal all ihre Wohltätigkeit auf – und erleidet eine Bruchlandung. Daraus zieht sie die Konsequenzen, und schlussendlich fällen die Götter ihr Urteil …

Weiterlesen: Der gute Mensch von Sezuan

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EINEN JUX WILL ER SICH MACHEN
von Johann Nestroy
Regie: Stephan Müller 
Premiere: 10. Oktober 2019 
Theater in der Josefstadt, Wien
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Zum Inhalt: Tag für Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang steht er im G’wölb des Gewürzhändlers Zangler – nur einmal im Leben möchte der Handlungsgehilfe Weinberl etwas anderes, ein tolles Abenteuer erleben. Als Zangler anlässlich seiner bevorstehenden Heirat Weinberl zum Teilhaber ernennt, sieht er seine letzte Chance gekommen, sich einen Jux zu machen. Zangler reist für einige Tage in die Hauptstadt und überträgt ihm die Verantwortung für das Geschäft. Doch Weinberl schließt den Laden und fährt gemeinsam mit dem Lehrbuben Christoph ebenfalls in die Stadt, in der Hoffnung, dort das ersehnte Abenteuer zu finden. Aber der erste, den sie dort erblicken, ist Zangler. Sie flüchten in den Modesalon der Madame Knorr. Weinberl gibt sich als frisch angetrauter Gatte einer Kundin aus, die auch gleich dar auf erscheint. Daraus erwachsen Turbulenzen und Verwicklungen, die so gar nicht das sind, was Weinberl und Christoph sich unter fidelen Abenteuern vorgestellt haben. 

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FAUST
von Johann Wolfgang Goethe
Regie: Martin Kušej 
Wien-Premiere: 27. September 2019 
Burgtheater Wien 

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Zum Inhalt: Weiter, immer weiter. Zu den Sternen, tief unter die Erde, durch alle Ozeane. Durch alle Leiber, alle Worte. Mehr, immer mehr. Mehr Geld, mehr Sex. Mehr Schmerz, mehr Lust, mehr Vergessen. Stillstand ist der Tod. Das sind wir. Und Faust ist einer von uns. Nachdem Generationen von Leser*innen in ihm den tatkräftigen Titan lobten, der die Fesseln von Glauben, Tradition und Natur abstreift und mit seinem Schicksal zugleich die Welt in die Hand nimmt, erkennen wir heute, dass Faust sich verirrt hat – und wir uns mit ihm.

In seinem pathogenen Hunger nach dem ultimativen Kick, seiner Sucht nach pausenloser Bewegung der Zeit und seiner Negation jeglicher Grenzen steht Faust paradigmatisch für die Hybris des Menschen, der sich im selbst entfesselten Ereignissturm zu verlieren droht. Der Pakt mit Mephisto ist Ausgangspunkt für die Flucht in die Zukunft, das Versprechen lautet Unsterblichkeit. Faust reist, nach Katastrophen dürstend und sie mit Heilsversprechen verwechselnd, zu den Endpunkten der Zivilisation, wo die Luft nach Blut schmeckt und das Auge friert. Das einzige Wesen, das ihn retten könnte, wird er zerstören. Und der Himmel bleibt stumm.

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THE PARTY
von Sally Potter
Regie: Anne Lenk 
Premiere: 21. September 2019 
Burgtheater Wien 

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Zum Inhalt: Wir sind zu Gast bei einer anfänglich noch harmlos­ausgelassenen Party im linksliberalen Freundeskreis einer englischen Politikerin – nebst Gatten – in London. Gefeiert wird der politische Erfolg der Hauptfigur, Janet. Sie wurde zur Gesundheitsministerin eines Schattenkabinetts gewählt. Die Party gerät jedoch komplett aus den Fugen, als durch plötzliche, sich überschlagende Geständnisse die bürgerlich­intellektuellen Existenzen der Partygäste in Frage gestellt und politisch, ob wir es glauben oder neu diskutiert werden. In rasendem Tempo werden die drängenden Diskurse am Anfang des 21. Jahrhunderts durchdekliniert, von der Krise des Gesundheitswesens, der Demokratie und der Banken über den Stand des Feminismus bis hin zum Verlust verlässlicher Beziehungen. Im Durchlauferhitzer der Partydynamik werden die Gäste – vernunftgesteuerte Intellektuelle – zum Äußersten getrieben. The Party, im Englischen Party und Partei, verhandelt politische Haltungen und deren Korrumpier­ und Haltbarkeit mit viel Witz und Situationskomik.

Anne Lenk wird mit The Party nach Arbeiten in Berlin, Hamburg, Bochum, München und Nürnberg ihre erste Inszenierung am Burgtheater zeigen.

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DIE BAKCHEN
von Euripides
Regie: Ulrich Rasche 
Premiere: 12. September 2019 
Burgtheater Wien 

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Zum Inhalt: Dionysos, den seine Anhänger auch Bakchos nennen, ist nach Theben, in die Stadt seiner Herkunft, zurückgekehrt, um seine Anbetung zu erzwingen. Pentheus, der neue Herrscher Thebens, hat eine säkulare Ordnung geschaffen und erkennt die göttliche Abstammung des Dionysos als Sohn des Zeus nicht an. Große Teile der Bevölkerung unter Führung von Pentheus’ Mutter Agaue hat der Gott bereits in seinen Bann geschlagen, sie feiern als Bakchen in den nahegelegenen Bergen Orgien zu Ehren des neuen Gottes.
Die Bakchen ist ein Drama der Krise. Seine Uraufführung findet 406 v. Chr. nach fast dreißig Jahren Krieg mit Sparta kurz vor der Niederlage Athens statt. Es ist eine Zeit der Gegenaufklärung, der Intoleranz, der Ketzerverfolgung. Der griechischen Aufklärung, die das Denken des fünften vorchristlichen Jahrhunderts bestimmt hatte, wird der Prozess gemacht. Euripides hat sich aus Athen abgesetzt.

Weiterlesen: Die Bakchen


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