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RICHARD II. 
von William Shakespeare
Regie: Johan Simons 
Premiere: 4. Mai 2021 
Burgtheater Wien 

Zum Inhalt: Elf Jahre ist Richard alt, als man ihn auf den Thron setzt, Isabel von Valois, seine Frau, ist mit sechs Jahren Königin geworden. Ein seltsam flirrendes Paar auf dem Thron, zwischen hypertrophen Höhenflügen und düsteren Ahnungen schwankend. Shakespeares “schlechtester König” hat das, was man Politik nennt, nie gelernt. Er hat wohl den Mord an einem seiner Onkel angeordnet, was ihm dieses Verbrechen aber für Vorteile gebracht haben könnte, bleibt unersichtlich.

Vielmehr rührt es die Opposition in der weitverzweigten Königsfamilie auf. Er hat Steuern und Abgaben erhöht, um einen prächtigen Hof zu führen, und damit große Teile des Adels gegen sich aufgebracht. Und er konfisziert das Vermögen eines anderen Onkels, kaum, dass der gestorben ist, und schickt den einzigen Erben in die Verbannung, um einen Feldzug gegen irische Rebellen zu finanzieren. Seine Regierung, ein Amtsmissbrauch.

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EWIGE 80er
von Jan Machacek und Oliver Stotz
Premiere: 7. Februar 2021 
brut Wien

Zum Inhalt: EWIGE 80er ist ein performatives Video, das eine Zeit aufs Korn nimmt, in der die Angst vor einer nuklearen Katastrophe wuchs und in der sich nach der Aufbruchsstimmung der 1960er- und 70er-Jahre im kapitalistischen Westen ein konservativer Backlash formierte. Jan Machacek und Oliver Stotz erwecken jene Zeit zum Leben und fragen, was den Geist der 80er-Jahre mit unserer heutigen Gesellschaft verbindet.

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DAS WEISSE DORF 
von Teresa Dopler
Regie: Valerie Voigt 
Premiere: 29. Januar 2021 
Theater Drachengasse Wien 

Zum Inhalt: Ein Kreuzfahrtschiff am Amazonas, an Deck begegnen sich Ivan und Ruth wieder. Zwei junge, erfolgreiche Menschen, beide sind mit ihren jeweiligen Partnern unterwegs. Während man an der Reling steht und auf die vorbeiziehende Landschaft schaut, spricht man zunächst über die Karriere und den reibungslosen Service an Deck. Das feuchte Klima drückt, man scherzt und ergeht sich in Lobreden über die gelungenen Lebensentwürfe.
Immer wieder treffen Ivan und Ruth einander an Bord dieses Schiffes, zuerst scheinbar zufällig, dann bewusst. Es knistert, sie flirten und bestätigen sich gleichzeitig, dass es nichts zu bedeuten hat, sie sind abgeklärt und können über alles lachen. Dennoch regt sich etwas in den beiden, es ist die Sehnsucht nach dem anderen, und vielleicht auch der Wunsch nach etwas, das diese glatt angelegten Leben übersteigt ...

Weiterlesen: Das weiße Dorf

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DIE RECHERCHE-SHOW 
Von Kreation Kollektiv
Regie: Ed. Hauswirth 
Premiere: 12. Januar 2021 
Volkstheater Wien

Zum Inhalt: Das Volkstheater Wien begibt sich auf investigative Spuren des milliardenschweren Konzerns Red Bull. Servus TV, RB Salzburg, Addendum und natürlich die Dose – sie alle gehören zum RB Imperium. Jeder kennt Red Bull, doch was wissen wir wirklich über den Konzern und den Kopf hinter der Dose? Warum ist Red Bull so extrem still, wenn kritische Fragen gestellt werden? Wer ist alles Teil des RB-Netzwerks?
Der Boss, Dietrich Mateschitz, ist der reichste Mann Österreichs und auch über ihn ist quasi nichts bekannt, was nicht bekannt sein soll. Denn Storytelling ist der wahre Kern der Bullen. Sie erzählen ihre eigene Geschichte vom Aufstieg des Zahnpasta-Verkäufers Didi hin zum Milliardär. Und natürlich von dem Getränk, das beflügelt.

Weiterlesen: Die Recherche-Show

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DIE MASCHINE IN MIR 
Version 1.0
Regie: Bush Moukarzel / Ben Kidd 
Premiere: 31. Dezember 2020 
Burgtheater Wien 

Zum Inhalt: Mit DIE TRAUMDEUTUNG von Sigmund Freud durchbrach das irisch-britische Regieduo Dead Centre lustvoll die Trennung zwischen Spiel auf der Akademietheater-Bühne und Realität im Zuschauerraum, indem der Traum einer Wiener Zuschauerin zum Inhalt eines ganzen Theaterstücks wurde. Die jüngste Kreation von Dead Centre feiert am 31. Dezember Premiere und geht noch einen Schritt weiter. Der Monolog mit Michael Maertens ist eine Erkundung des Transhumanismus – eine Forschung, welche die Grenzen des menschlichen Körpers zu überwinden sucht. Das Theaterstück basiert auf der preisgekrönten Reportage Unsterblich sein des irischen Journalisten Mark O’Connell, der einen aufrüttelnden Bericht über die Sehnsucht des Menschen nach ewigem Leben vorlegt. Er schlägt den Bogen vom Gilgamesch-Epos bis an die Orte unserer Gegenwart, an denen die Utopie der Unsterblichkeit bereits physische Realität ist, Menschen zu Cyborgs werden und Köpfe in der Wüste Arizonas darauf warten, zum Leben erweckt zu werden.

Weiterlesen: Die Maschine in mir (Version 1.0)

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AM BALL. WIDER ERBLICHE SCHWACHSINNIGKEIT
von Lydia Haider
Regie: Evy Schubert 
Online-Premiere: 15. Dezember 2020 
Schaupielhaus Wien 

Zum Inhalt: Eine junge Frau besucht den freiheitlichen Akademikerball im imperialen Prunkbau der Hofburg: Sie durchschreitet sieben Räume, von der Feststiege über den Festsaal bis zur Toilette und schließlich hinab in den Rauch-Keller. Dabei erlebt sie einen Splatter-Trip. Einen gewaltvollen, orgiastischen Cut der Erbfolge der Schwachsinnigkeit.
Dokumentation und Horror - hier wird beides real: Lydia Haider verschreibt sich rücksichtslos der größtmöglichen Transparentmachung des umstrittenen, von der FPÖ organisierten Wiener Akademikerballs. »Am Ball. Wider erbliche Schwachsinnigkeit« ist ein Text, der genau hinsieht. Ein Text, der erschaudern lässt. Eine Abrechnung mit der rechtskonservativen Elite und deren vererbten Privilegien.

Weiterlesen: Am Ball. Wider erbliche Schwachsinnigkeit

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GOODBYE KREISKY 
von Nesterval
Regie: Herr Finnland 
Online-Premiere: 25. November 2020 
brut Wien

Zum Inhalt: Unglaubliches wird durch Bauarbeiten mitten in Wien im Jahr 2020 zufällig zu Tage gefördert: eine tief unter dem Karlsplatz verborgene und in Vergessenheit geratene Anlage der Ära Kreisky/Nesterval. Die seit über fünfzig Jahren isoliert lebenden Bewohner*innen von Goodbye Kreisky werden an einen geheimen Ort gebracht, und nur wenige Auserwählte dürfen die Überlebenden treffen. Gemeinsam entscheiden die Zuseher*innengruppen von Goodbye Kreisky über das Schicksal der Überlebenden. Wie wird die Saga, die mit Der Kreisky-Test begann, zu Ende gehen?

Weiterlesen: Goodbye Kreisky

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TRAGÖDIENBASTARD 
von Ewe Benbenek
Regie: Florian Fischer 
Premiere: 30. Oktober 2020 
Schaupielhaus Wien 

Zum Inhalt: Wie kann man über Erfahrungen, Verletzungen und Geister in der eigenen Biografie sprechen, die sich einfachen Erklärungen entziehen? Wie von sich erzählen, jenseits der »migrantisch-authentischen Story« und des gesellschaftlichen Skripts? Ewelina Benbeneks Stück ist ein polyfoner Text aus Familienerinnerungen und dem wütenden Gedankenstrom einer um ihre Sprache und ihren Platz in der Welt ringenden Protagonistin. Mit ihren »chosen sisters«, die herausschreien, »dass wir Fotzen sind, und Migrantenfotzen obendrauf, die hier in voller Pracht erscheinen, Fotzen, die Superkräfte haben«, streift sie durch die Nacht und entwirft Satz für Satz Räume, in denen »der Pass, der schöne Pass, der schöne rote Pass« nicht mehr so wichtig ist.

Weiterlesen: Tragödienbastard

 

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