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ALLES GEHT! – DER FILM
Liederabend
Regie: Paul Spittler 
Premiere: 19. Juni 2020 
Volkstheater Wien

Zum Inhalt: Als Liederabend mit dem ganzen Ensemble hätte Alles geht! im April auf der Bühne der Halle E stattfinden sollen. Bekanntlich kam es anders. Nach Wochen des Lockdown fuhren die Schauspieler/innen und das Team um Regisseur Paul Spittler und Kameramann Georg Vogler nach Niederösterreich, um auf dem Gelände der ehemaligen Werkstätten und des Volkstheater-Fundus Alles geht! als Musikfilm zu realisieren. Es entstand ein finales, gemeinsames Projekt der Intendanz Badora: Lieder aus Inszenierungen der letzten fünf Jahre Volkstheater, Songs of Love and Rebellion, eine musikalische Chronik, ein Vermächtnis, eine Feier.

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FIDELIO
Ludwig van Beethoven
Regie: Christoph Waltz 
Premiere: 20. März 2020 (Online) 
Theater an der Wien

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Zum Inhalt: Erleben Sie das Opernereignis des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020 am 20. März auf ORF 2: FIDELIO (1806) in einer Inszenierung von Oscar-Preisträger Christoph Waltz. Es spielen die Wiener Symphoniker unter der musikalischen Leitung von Manfred Honeck. Die einzige Oper von Ludwig van Beethoven wurde am Uraufführungsort Theater an der Wien letzte Woche (KW11) dank des großen Einsatzes und Engagements aller Beteiligten während der Proben aufgezeichnet.
Am 20. März können Sie diese außergewöhnliche Neuproduktion um 22.30 Uhr in einer Aufzeichnung, entstanden in einer Kooperation der Vereinigten Bühnen Wien mit UNITEL und dem ORF, in der ersten Reihe fußfrei von zu Hause erleben. Bereits um 19 Uhr ist die Aufzeichnung online auf der Klassikplattform myfidelio.at erstmals zu sehen. Außerhalb Österreichs wird die Produktion am 20. März 2020 um 19.00 Uhr auf medici.tv gezeigt.

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URFAUST / FAUSTIN AND OUT
von Johann Wolfgang Goethe / Elfriede Jelinek
Regie: Bérénice Hebenstreit 
Premiere: 28. Februar 2020 
Volkstheater Wien

Zum Inhalt: Das Leben des Johann G. Faust, eines Scharlatans des 16. Jahrhunderts, wurde posthum zur Legende. Ende des 18. Jahrhunderts, im Übergang zur europäischen Moderne, setzte ihm Goethe ein unverrückbares Denkmal. Sein Faust wurde zum Sinnbild der Männlichkeits-, Verzeihung, Menschheitsgeschichte. „Du sollst überbleiben, überbleiben von allen“, lässt Goethe im Urfaust Margarethe ihr literaturgeschichtlich immer noch gültiges Urteil fällen.
Wie ein Raubvogel stürzt sich Elfriede Jelinek in ihrem Sekundärdrama FaustIn and out auf Goethes Klassiker: „Die großen Kulturschöpfungen kommen ja nicht von der Frau. Aber manchmal kann sie wenigstens mit einem kleinen Daunenkissen auf den Marmor einschlagen.“ In Jelineks Überschreibung sickern moderne Fernsehbilder männlicher Gewalt – Fritzl, Kampusch, aber auch alltägliche Gewalterfahrungen überwiegend namen- und geschichtenloser Frauen. Jelinek gibt denen eine Stimme, die in der Öffentlichkeit zum Schweigen verdammt sind: „Ich schreie laut, dass alles erwacht. Aber wer sollte mich hören?“

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DAS INTERVIEW
nach dem Film von Theo van Gogh
Regie: Martin Kušej 
Premiere: 23. Februar 2020 
Akademietheater Wien 

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Zum Inhalt: Es beginnt mit einer professionellen Demütigung. Anstatt der Pressekonferenz beizuwohnen, in der das Kabinett seinen Rücktritt bekannt gibt, ist der Journalist Pierre Peters in Vertretung eines erkrankten Kollegen zu einem Interview mit der bekannten Fernseh-Schauspielerin Katja Schuurman in deren Wohnung abgestellt. Statt Weltgeschichte erwartet den weitgereisten Politreporter also der Glamour der Klatschspalten. Die Schauspielerin andererseits hat ihre Erfahrungen mit männlichen Interviewern und deren publizistischen Interessen.  „Katja treibt es mit Karl. Katja treibt es mit Jan. Katja trauert Jan nach. Hat Katja wieder neue Titten? Katja lässt sich den Po liften. Katja in Waffenskandal verwickelt …“ Sie weiß also, wie schlecht in dieser Konstellation ihre Chancen stehen, etwas von ihrer persönlichen Wahrheit zu vermitteln. Hat die Öffentlichkeit überhaupt ein Interesse daran? Sollte sie es haben? Welchen Einfluss hat das öffentliche Bild auf die private Sphäre, welchen Einfluss können die beiden Opponenten in der persönlichen Begegnung auf das öffentliche Bild nehmen, das unweigerlich entstehen wird? Dass das Interview erscheinen wird, ist beiden klar, etwas Anderes scheint nicht in ihrer Macht zu stehen. Aber welche Wahrheit wird es am Ende enthalten? Der Kampf darum, was „echt“ ist und was „story“ betrifft die Existenz beider Kontrahenten. Entsprechend trickreich und skrupellos wird er von beiden Seiten geführt.

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THIS IS VENICE (Othello & Der Kaufmann von Venedig)
nach William Shakespeare
Regie: Sebastian Nübling 
Premiere: 22. Februar 2020 
Burgtheater Wien 

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Zum Inhalt: Auf dem Rialto, dem zentralen Markplatz der von Krisen geschüttelten Supermacht Venedig, ist die Hölle los. Intrigen werden gesponnen, Seilschaften geknüpft, Ehen besiegelt und Deals gemacht. Im großen Karneval um Macht, Geld und Handelsvorteile hat sich ein rissiges patriarchales System durchgesetzt, das auf der Unterdrückung der Frauen und dem strukturellen Ausschluss von Minderheiten basiert. Es gilt das Gesetz der Väter — und was nicht weiß, venezianisch und christlich ist, wird als das Andere markiert und von der Norm ausgeschlossen. So stabilisiert sich die Geld­ und Kriegsmaschine Venedig und übersteht eine Krise nach der anderen. Mehr noch: Sie vergrößert trotz ihres maroden Kerns ihren Reichtum und ihre Macht. In dem drohenden Krieg gegen die Türken, die bereits mit mehr als hundert Schiffen vor Zypern liegen und das Kolonialreich bedrohen, will sich ganz Venedig bewähren.

Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen und die Bühnenbildnerin Muriel Gerstner haben die zwei großen Venedig­-Stücke von William Shakespeare in einer dramatischen Welt um den Rialto vereint. Da ist die berühmte Tragödie von Othello, dem schwarzen Feldherrn, der von dem diabolischen Einflüsterer Jago dazu verleitet wird, seine Ehefrau Desdemona aus Eifersucht zu erdrosseln. Die Tragödie trifft auf die Komödie Der Kaufmann von Venedig um den jüdischen Geldverleiher Shylock, der von der venezianischen Geldmaschine erst dringend benötigt und dann von ihr vernichtet wird.

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EGMONT
von Christian Jost
Regie: Keith Warner 
Premiere: 17. Februar 2020 
Theater an der Wien

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Zum Inhalt: Die spanischen Niederlande werden von Aufständen gegen die Herrschaft Philipps II. erschüttert. Die Menschen haben sich teilweise dem neuen protestantischen Glauben angeschlossen, sie fordern Religionsfreiheit und größere Selbständigkeit für ihr Land. Spaniens Statthalterin, Philipps Halbschwester Margarete von Parma, versucht immer wieder Kompromisse zu finden und das Land zu beruhigen. In ihr hoffen die niederländischen Adligen eine Verbündete für eine diplomatische Lösung zu haben. Vor allem Prinz Egmont von Gaure ist einer derjenigen, der mit ihrer Hilfe einen für die Niederlande und Spanien befriedigenden, gerechten Frieden aushandeln will. Er hofft, mit seiner Geliebten Clara dann endlich ein gemeinsames Leben beginnen zu können. Da Margarete von Egmont sehr angetan ist, erscheint es ihm durchaus möglich, die Politik beeinflussen zu können. Philipp II. wünscht aber den harten Kurs beizubehalten, mehr Eigenständigkeit der Niederlande und gar Religionsfreiheit kommen für ihn auf keinen Fall in Frage.Er selbst zeigt sich jedoch nicht in den  krisengeschüttelten Provinzen, sondern sendet den als gnadenlos bekannten Herzog von Alba zu seiner Schwester, er soll das Taktieren beenden und mit Waffengewalt Ruhe schaffen. Egmont mag nicht glauben, dass Philipp so unnachgiebig ist, er sieht die Quelle aller Brutalität nur in Alba, der König ließe gewiss mit sich reden, stünde man ihm persönlich gegenüber. Clara ist weniger idealistisch, sie rät dem Geliebten zur Flucht, was Egmont ablehnt. Er spürt keine Gefahr für sich, schließlich ist er Margaretes Schützling. Aber schnell wird klar, wie vergeblich dies ist: Alba lässt Margarete heimlich ermorden. Nun steht seiner Unbarmherzigkeit niemand mehr entgegen, und er nimmt den unvorsichtigen Egmont fest. In dieser Situation können der Gefangene und Clara nur noch auf Hilfe durch Albas Sohn Ferdinand hoffen, weil dieser sich von Egmonts Freiheitsideen fasziniert zeigt. Der junge Mann  muss sich nun entscheiden, ob er der Freiheit den Weg bahnen oder rücksichtslos die eigene Karriere durchsetzen will – wird er den Kreislauf von Unterdrückung und  Ausbeutung um des Machterhalts willen unterbrechen oder ihn nur weiter antreiben?

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SCHWIERIGES THEMA
von Milena Michalek & Ensemble
Regie: Milena Michalek 
Premiere: 12. Februar 2020 
Kosmos Theater Wien 

Zum Inhalt: Pubertät ist die universelle Erfahrung des Peinlichen. Sie ist dort wo Proportionen nicht stimmen, wo Stimmen brechen, Haare und Beulen an den falschen Körperstellen auftauchen. Die Pubertierende ist der bug im Programmiercode des geschlechtsreifen und mündigen, also erwachsenen Individuums. Als unkontrollierbarer Körper kann der pubertierende Körper aber auch zärtlich als Modell für die fundamentale Erfahrung des Unpassend-Seins betrachtet werden.
In SCHWIERIGES THEMA lädt das Ensemble zur Fete der Körperkrise. Sich mit der Buckelzirpe und ihren Schwestern verwandt machend, im Engtanz mit Zahnspangen und anderen Prothesen, die das Wachstum in die rechte Bahn lenken sollen, wird die Figur des Pubertären zu einer Liebeserklärung an den brüchigen, eingeschnittenen (insectum) Körper, der sich der Kontrollierbarkeit entzieht.

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PEER GYNT 
von Henrik Ibsen
Regie: Viktor Bodó 
Premiere: 7. Dezember 2019 
Volkstheater Wien

Zum Inhalt: Peer Gynts Vater hat einst das Vermögen der Familie durchgebracht und ist verschwunden. Das Trauma der sozialen Deklassierung verarbeiten Mutter und Sohn ähnlich – Mutter Aase träumt und Peer lügt sich in andere Welten. Er ist anders als die selbstgenügsamen Dörfler und will schrankenlose Freiheit. Nachdem er einem anderen die Braut weggenommen hat, gibt es für Peer kein Zurück mehr; er zieht in die Welt, erobert Frauen, um sie schnell wieder abzuschütteln und dazwischen neue vaterlose Peers zu zeugen. In Nordafrika erzielt er durch Menschenhandel hohe Gewinne, will seinen Kindheitstraum erfüllen und Weltkaiser werden, lässt sich für einen Propheten halten, ergeht sich in kolonialen Bauherrnfantasien, landet in einer Anstalt in Kairo und kehrt als alter Mann in den Norden zurück. Die ganze Welt ist ihm ein Spielplatz, rastlos stürzt er von einem Abenteuer zum nächsten, immer auf der Suche nach Erfüllung des großen westlichen Sinnversprechens: dem „Ich“. Henrik Ibsen, der profunde Kenner des bürgerlichen Seelenlebens, seziert in Peer Gynt das Mindset eines ruchlosen Homo Ludens, eines europäischen Mannes des 19. Jahrhunderts – wie wir ihn auch heute noch kennen.

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