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MEDEA 
nach Euripides
Regie: Simon Stone 
Premiere: 20. Dezember 2018 
Burgtheater Wien 

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Zum Inhalt: Medea – Königstochter, Ehefrau, Betrogene, Fremde. Medea – Kindsmörderin, Hexe. Kaum eine Frauenfigur der Antike hat mehr Adaptionen inspiriert als sie. Jede Epoche warf dabei ihren eigenen Blick auf den Mythos um die Frau, die aus Liebe zu Jason ihre Heimat für immer verlässt und ihm nach Griechenland folgt. Sie gebiert ihm zwei Kinder, muss nach ein paar Jahren jedoch einer anderen, jüngeren Königstochter Platz machen. Medea tut das Unvorstellbare: Sie ermordet nicht nur Jasons neue Braut, sondern auch ihre eigenen Kinder.

Der australische Regisseur und Stückeüberschreiber Simon Stone versetzt Medea in die Gegenwart und mischt die antike Tragödie mit einer realen Geschichte: In den 1990ern setzte die amerikanische Ärztin Debora Green nach ihrer Scheidung das Familienhaus in Brand und tötete dabei ihre drei Kinder. Aus Medea wird bei Stone die Pharmazeutin Anna, die gerade einen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter sich hat. Nun will sie die Beziehung zu ihrem Mann Lucas wiederbeleben, der jedoch ein Auge auf die Tochter seines Chefs geworfen hat. Kurz davor, alles zu verlieren sieht Anna nur noch einen einzigen Ausweg.

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ERSCHLAGT DIE ARMEN!
nach dem gleichnamigen Roman
Regie: Nina Kusturica 
Premiere: 13. Dezember 2018 
Werk X Wien

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Die GlasmenagerieZum Inhalt: Bürokratische Apparate bergen das Potenzial zur Entmenschlichung. Das ist seit Franz Kafka und Hannah Arendt bekannt und von Menschheitsverbrechern wie Adolf Eichmann unter Beweis gestellt worden. Der 2015 erschienene Roman „Erschlagt die Armen!“ („Assommons les Pauvres!“) macht eindrucksvoll deutlich, dass dies auch für das Asylsystem Europas gilt. Am Beispiel Frankreichs zeigt Autorin Shumona Sinha nicht nur auf, dass „Menschenrechte nicht das Recht enthalten, dem Elend zu entkommen“, wie es im Roman heißt. Sie legt zugleich den tödlichen Zynismus offen, der den Umgang Europas mit Armut und Migration prägt.
Nina Kusturica wird in ihrer Inszenierung nicht nur die Konjunktur der Unmenschlichkeit in Europa zum Thema machen, auch der Machismo vieler Männer aus dem globalen Süden wird gebührende Erwähnung finden. Am Ende steht ein der Gegenwart angemessen düsteres Fazit, denn eine Lösung oder Verbesserung ist nirgendwo in Sicht. Alles steuert auf den großen Knall zu.

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SCHÖNE BESCHERUNGEN
von Alan Ayckbourn
Regie: Barbara Frey 
Premiere: 1. Dezember 2018 
Burgtheater Wien 

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Zum Inhalt: Heiligabend. Neville und Belinda haben wie jedes Jahr ihre Freunde und Verwandten eingeladen. Die Vorbereitungen für das Fest laufen auf Hochtouren. Harvey, Nevilles Onkel, ein ehemaliger Wachmann, streitet mit Belindas Schwager über Gewalt im Fernsehen. Der Gastgeber diskutiert mit Eddie, seinem ehemaligen Geschäftspartner, über ferngesteuerte Christbaumlichter, die Frauen kümmern sich um die Kinder, und Phyllis, Nevilles Schwester, steht betrunken in der Küche vor dem Lammbraten. Es ist alles angerichtet für das Fest der Liebe. Auch wenn die Frauen von Liebe nicht viel merken, bis Clive erscheint, ein Schriftsteller, den Rachel, Belindas Schwester, kennengelernt und zum weihnachtlichen Dinner eingeladen hat. Doch Clive hat sofort ein Auge auf die Gastgeberin geworfen und auch Belinda findet den Schriftsteller, zum Leidwesen ihrer Schwester, ziemlich sexy. Am 1. Weihnachtsfeiertag, gegen Mitternacht, als die beiden glauben, dass alle schon zu Bett gegangen sind, kommt es zu einer fatalen Begegnung unterm Weihnachtsbaum …

Alan Ayckbourn seziert in seiner bösen Komödie die Rituale bürgerlichen Frohsinns und steigert den sanften Horror, den festtäglichen Wahnsinn, der wiederkehrenden Feiertagen und Familienzusammenkünften ohnehin eigen ist, bis hin zum Ehebruch unterm Weihnachtsbaum und zum versuchten Totschlag.

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GUILLAUME TELL
von Gioachino Rossini
Regie: Torsten Fischer 
Premiere: 13. Oktober 2018 
Theater an der Wien

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Die GlasmenagerieZum Inhalt: Hinter der Idylle brodelt es: Im Dorf Bürglen im Kanton Uri sollen Hochzeiten gefeiert werden, das Volk freut sich auf ein Fest, aber das Land wird von den Habsburgern, also von Fremden, beherrscht, vor allem der von ihnen eingesetzte Landvogt Gesler knechtet die Menschen brutal. Guillaume Tell leidet besonders darunter, noch mehr, als er bemerken muss, dass sein Freund Arnold in die Habsburgische Prinzessin Mathilde verliebt ist und sich deshalb auf die Seite der Unterdrücker schlagen will. Erst als Arnolds Bruder von Gesler getötet wird, schließt Arnold sich doch dem um Tell entstehenden Widerstand an. Unter Tells Führung vereinigen sich die Vertreter der Kantone Unterwalden, Schwyz und Uri mit dem Rütli-Schwur, um gegen die Fremdherrschaft zu kämpfen. Geslers eskalierende willkürliche Tyrannei gibt bald den Ausschlag zum Aufstand: Er verlangt, dass man seinem auf eine Stange  gesteckten Hut Reverenz erweise wie ihm selbst. Tell verweigert sich dieser Anordnung und wird festgenommen. Auch sein Sohn Jemmy wird  gefangen, und Gesler will ein abschreckendes Beispiel statuieren: Tell, als guter Bogenschütze weit bekannt, soll einen Apfel vom Haupt des Jungen schießen, damit allein könne er sein und des Sohnes Leben retten. Aber darf ein Vater auf sein eigenes Kind schießen, um sein Land zu retten? – Tell schießt und trifft, aber Gesler entdeckt in Tells Köcher einen zweiten Pfeil. Der wäre für Gesler gewesen, hätte der erste Pfeil Jemmy getroffen, bekennt Tell. Daraufhin lässt Gesler den Aufmüpfigen binden und schickt ihn auf einem Boot zum anderen Ufer des Sees, in einem Burgverlies sollen ihn die „Reptilien“ fressen. Doch kaum hat das Boot abgelegt, kommt ein Sturm über dem Vierwaldstätter See auf, und die Empörung der Schweizer geht allerorten in offenen Aufstand über – denn Tell ist inzwischen zu ihrem Volkshelden geworden. Jemmy entzündet Tells eigenes Haus zum Zeichen des Widerstands. Derweil kann sein Vater sich von seinen Fesseln befreien, gelangt wieder ans Ufer, tötet Gesler mit einem weiteren gezielten Bogenschuss und verschafft seinem Land so die lang ersehnte Freiheit.

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EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT
von Eugene O’Neill
Regie: Andrea Breth 
Premiere: 14. April 2018 
Burgtheater Wien
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Die GlasmenagerieZum Inhalt: Ein heißer Tag im Jahr 1912 an der Küste Neuenglands. Im Sommerhaus von James Tyrone, einst ein erfolgreicher Schauspieler, jetzt ein verbitterter Grundstücksspekulant, wird geliebt, gehasst und vor allem verzweifelt gestritten. Der ältere Sohn Jamie ist ein arbeitsunfähiger Trinker und Zyniker, der jüngere, Edmund, leidet an Tuberkulose, die Mutter, Mary Tyrone, hilft sich seit Jahren mit Morphium durchs Leben. Ein Krankheitsschub Edmunds und der Rückfall der Mutter konfrontieren die Familie mit der unerbittlichen Ausweglosigkeit ihrer Existenz. Während der Alkohol fließt, wird die Wahrheit über das Leben, die verpassten Chancen der Jugend und die gegenseitigen Abhängigkeiten in der Familie erbarmungslos ans Licht gezerrt. Mary Tyrone träumt am Ende des Tages mit glänzenden Augen von einem harmonischen Dasein in vollkommenem Frieden, während ihr Mann und die beiden Söhne volltrunken der Nacht entgegendämmern. 

Das aus dem Nachlass stammende Seelendrama sollte wegen der vielen autobiographischen Züge erst 25 Jahre nach Eugene O’Neills Tod aufgeführt werden. Auch O’Neills Vater war, wie James Tyrone im Stück, ein berühmter Schauspieler, seine Mutter morphiumabhängig. Eugene O’Neill hat sich aus dem Sumpf der Familie gezogen. Dem großen amerikanischen Dramatiker wurde 1936 der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Weiterlesen: Eines langen Tages Reise in die Nacht

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TANTE JOLESCH KOCHT?
mit Alexander Waechter
Premiere: 04. April 2018 
Theater franzjosefskai21 Wien

Zum Inhalt: Die letzten Tage der Menschheit in Wr. Neustadt hat Sie souverän überlebt.
Angeblich sind die Krautfleckerl dadurch noch besser geworden.

Jede großbürgerliche Familie im alten Österreich hatte eine Tante Jolesch – egal wie Sie geheißen hat!
Oder zwei? Oder drei?
Eine in Mähren, eine in Ungarn und eine in Wien.

Weiterlesen: Tante Jolesch kocht?

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ROSA ODER DIE BARMHERZIGE ERDE 
nach Dimitri Verhulst und William Shakespeare
Regie: Luk Perceval 
Premiere: 10. März 2018 
Akademietheater Wien
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Zum Inhalt: Der ordnungsliebende, akribische Bibliothekar Désiré hat sein Leben satt. Er entschließt sich, noch vor seinem 74. Geburtstag dement zu werden. Seine letzten Lebensjahre möchte er in Ruhe verbringen: in einem Pflegeheim. Hier beginnt sein Einüben ins Sterben. Im Heim sieht er Rosa wieder, die große, unerfüllte Liebeseiner Jugend, die „Julia“, die er nie vergessen konnte. Das Verlöschen seiner Julia lässt den „Romeo“ Désiré verzweifeln. Sein Liebesschmerz wird unermesslich – ohne sie kann er nicht weiterleben. Seine vorgetäuschte Demenz wird Wirklichkeit.

Weiterlesen: Rosa oder Die barmherzige Erde

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JEDERMANN (STIRBT)
von Ferdinand Schmalz
Regie: Stefan Bachmann 
Premiere: 23. Februar 2018 
Burgtheater Wien

Eingeladen zu den Berliner Autorentheatertagen (2018) 
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Die GlasmenagerieZum Inhalt: Im Auftrag des Burgtheaters hat der vielfach preisgekrönte österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz das Spiel vom Sterben des reichen Mannes für das 21. Jahrhundert über-, fort- und neugeschrieben.
Er nimmt dem Text seinen fast schon liturgischen Charakter, spitzt die Dramaturgie des Originals zu, schärft die Konflikte, schraubt lustvoll an Sprache und Versmaß, bricht altertümelnde Klischees auf und erneuert die Ikonografie. So sind die Figuren nicht länger entrückter Teil einer christlichen Devotionalienschau, sondern gehen uns ganz direkt an. Der neue Jedermann ist kein „prächtiger Schwelger“, wie ihn der Teufel bei Hofmannsthal einmal nennt, vielmehr ein knallharter Geschäftsmann, den es nicht anficht, dass draußen vor seinem fest umzäunten Garten das Chaos tobt, das Kriegsrecht ausgerufen und mit Toten zu rechnen ist. Auch er wird den Weg allen Fleisches gehen, allerdings mit wenig Hoffnung auf das Himmelreich: „erlöst oder nicht, ist wirklich unerheblich“, Hauptsache, ein Sündenbock für unser schlechtes Gewissen ist gefunden …

Weiterlesen: jedermann (stirbt)


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3.2
Durchschnittsnote aller Stücke
5 6
4 19
3 20
2 14
1 3
Kritiken: 13

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