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MOLTO AGITATO
Ligeti / Brahms / Händel / Weill
Regie: Frank Castorf 
Premiere: 5. September 2020 
Staatsoper Hamburg 

Zum Inhalt: Mit dem Regisseur Frank Castorf haben wir ein Projekt entwickelt, das auf die neue Lage künstlerisch antwortet. Konzert, Lied und Musiktheater liefern die Stücke des Abends: „Nouvelles Aventures“ von György Ligeti, „Vier Gesänge“ op. 43 von Johannes Brahms, Händels „Aci“, „Galatea e Polifemo“ und „Die sieben Todsünden“ von Kurt Weill. Eingefügt werden Texte von Quentin Tarantino zu Sex und Gewalt aus „Reservoir Dogs“. Fünf Solistinnen und Solisten sowie ein Kammerorchester erobern sich nach einer fast sechsmonatigen Zwangspause die Staatsopernbühne zurück. Wie wir diese Zeit erfahren haben und noch erfahren, wie sie uns aus dem Gleichgewicht bringt und wie sie neue Räume öffnet – dafür steht „molto agitato“.

Weiterlesen: molto agitato

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FALSTAFF
von Giuseppe Verdi
Regie: Calixto Bieito 
Premiere: 19. Januar 2020 
Staatsoper Hamburg 

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Zum Inhalt: Sir John Falstaff ist ein Anarchist, der sich nur der Herrschaft des eigenen Genusses beugt, ein Egoist, der nur seiner absolutistischen Macht- und Körperfülle frönt und die spießigen Moralvorstellungen seiner Mitmenschen wie die Stadtmauern einer Festung schleifen möchte, indem er gleich zwei Frauen parallel zu verführen gedenkt.

Natürlich geht das schief, aber diejenigen, die ihn entlarven möchten, lassen bei dem Verwirrspiel, das sie um ihn herum inszenieren – und das gerade noch der Zuschauer durchschaut –, auch gehörig Federn. „Tutto nel mondo è burla“, doch diese Possen sind nur lustig, weil der Sturz in den Abgrund ein durchaus ernstes Risiko darstellt. Der „Otello“-Librettist Arrigo Boito hat mit Raffinement aus der Shakespeare’schen Vorlage ein sprachlich ingeniöses Libretto herausdestilliert, das Verdi in hochkomplexe kompositorische Höhen treibt.

Weiterlesen: Falstaff

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ICHUNDICH
Johannes Harneit
Regie: Christian von Treskow 
Premiere: 3. November 2019 
Staatsoper Hamburg 

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Zum Inhalt: Else Lasker-Schüler floh nach der Machtergreifung Hitlers nach Zürich und lebte von 1939 bis zu ihrem Tod 1945 in Jerusalem. Ihr sprachmächtiges und gleichzeitig bösartig-satirisches Stück „IchundIch“ ist das hellsichtige Drama ihrer Zeit und der Lasker-Schüler ebenda. Es spielt in der biblischen Hölle wie im Höllengrund, dem Hinnomtal in Jerusalem, und es spielt in der Ewigkeit wie in der Gegenwart des Jahres 1941. Es treten auf (in orthographischer Maskierung): Faust, Mephisto und Marta Schwertlein, aber auch die „Nacis“ Göbbels, Göhring und Hitler, die Dichterin (Lasker-Schüler selbst), der Regisseur Max Reinhardt, der Haaretz-Kritiker Gershon Swet. In ihrem Stück imaginiert die Autorin das utopische Arrangement zwischen Faust und Mephisto als historischen Kompromiss gegen die rechte Macht, die daraufhin im Lavastrom untergeht.

Weiterlesen: IchundIch

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NABUCCO
von Giuseppe Verdi
Regie: Kirill Serebrennikov 
Premiere: 10. März 2019 
Staatsoper Hamburg 

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Zum Inhalt: Jerusalem ist besetzt, der jüdische Tempel zerstört, das hebräische Volk ins verfeindete Babylon verschleppt. Im babylonischen Exil geht der Kampf weiter, um Land, Glauben und die Freiheit des jüdischen Volkes. Machtgier lässt den Babylonierkönig Nabucco nach gottgleicher Herrschaft streben. Mit Wahnsinn gestraft, lässt ihn die Liebe zur eigenen Tochter Erlösung finden: Ein demütiger Ruf nach dem Gott der Hebräer bricht aus Nabucco heraus. Die Gedanken, auf goldenen Flügeln, erreichen den Himmel. Auf Erden geht die Suche nach gesellschaftlicher Zugehörigkeit und religiöser Identität weiter. Eine immerwährende Suche, die auch Jahrtausende nach dem gescheiterten Turmbau zu Babel, in Zeiten von internationaler Weltsprache und Menschenrechtsabkommen zu Gewalt und Unterdrückung führt.

Weiterlesen: Nabucco

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ORPHÉE ET EURYDICE
von Christoph Willibald Gluck
Regie: John Neumeier 
Deutschland-Premiere: 3. Februar 2019 
Staatsoper Hamburg 

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Zum Inhalt: Eurydike ist tot, eine Tatsache, die der Mensch und Künstler Orpheus nicht akzeptieren mag. Er fordert sie zurück. Tatsächlich schlägt die Schönheit der Kunst und ihre grenzensprengende Macht dem Tod und den Bewachern der Toten – es scheint, dass dies notwendig ist – die Waffen aus der Hand. Eurydike darf wieder ins Leben. Doch was im Mythos noch der sehnsüchtige, aber tödliche Blick des Orpheus zurück auf die hinter ihm gehende Geliebte war, ist bei Gluck der Verdacht, Orpheus schaue sie nicht an, weil er sie nicht mehr liebe. Der Beweis, den er antreten muss, dass es nicht so ist, tötet sie ein zweites Mal. Doch auch das ist Täuschung: Amor, die Liebe, hat alles inszeniert, um Orpheus zu prüfen, und Eurydike lebt. Die Götter trauen den Menschen eben nicht, wie auch umgekehrt.

Weiterlesen: Orphée et Eurydice

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COSÌ FAN TUTTE
von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Herbert Fritsch 
Premiere:  8. September 2018
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Zum Inhalt: Zwei Männer wollen die Treue ihrer Frauen prüfen und gehen eine Wette ein, dass sie standhaft bleiben. Die Frauen müssen sich heftigen Attacken der Männer erwehren, die die Festung ihrer Treue am Ende doch noch zu Fall bringen. Aber die Männer, als beteiligte Elemente des Experiments, haben nicht damit gerechnet, dass auch sie ihren Frauen und ihren Gefühlen untreu werden könnten. Das Betrügen, Verwirren, Belügen - der anderen und sich selbst - ist grotesk komisch und grausam zugleich. Die einen machen sich eher weniger Gedanken über die neue Lage (Guglielmo und Dorabella), die anderen ringen bis zur Erschöpfung darum (Fiordiligi und Ferrando). Die Schlusszeremonie soll den gesellschaftlichen status quo zementieren und zwingt die neue Freiheit in die Knie. Doch die Heirat ist nur Schein, und unter der Oberfläche der Tradition rumort es.

Weiterlesen: Così fan tutte

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BENJAMIN
von Peter Ruzicka
Regie: Yona Kim
Premiere: 3. Juni 2018 
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Zum Inhalt: Walter Benjamin war deutscher Philosoph und Kulturwissenschaftler. Sein Lebensweg als Jude und Marxist durch das 20. Jahrhundert war unstet und irrend. Die Figuren, die in dieser Oper Benjamins letzten Lebensweg mitgehen, stecken seinen Wirkungsbereich ab. Hannah Arendt sprach von der „Banalität des Bösen“, Benjamins Schachpartner Bertolt Brecht polemisierte gegen seinen „jüdischen Faschismus“, der Kabbala-Forscher Gershom Scholem wollte den Freund nach Israel holen, mit der lettischen Schauspielerin Asja Lacis phantasierte Benjamin über proletarisches Kindertheater. Nicht die Weltrevolution, sondern die „schwache messianische Kraft“ wies Benjamin den Weg in eine gerechte Gesellschaft. Auf der Flucht in die USA nahm sich Benjamin 1940 in der spanischen Grenzstadt Port-Bou das Leben.

Weiterlesen: Benjamin

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MESSA DA REQUIEM
von Giuseppe Verdi
Regie: Calixto Bieito 
Premiere:  11. März 2018 
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Zum Inhalt: Libera me. Errette mich. Befreie mich, Herr, vom ewigen Tode. Das Individuum schreit. Vor ihm erstreckt sich die Bilanz seines Lebens. Abgründe des Nichts. Verdis „größte Oper“ konfrontiert den Menschen mit sich und seinem Schicksal – eine Grenzerfahrung, denn das Individuum steht dem Absoluten in Gestalt des Todes gegenüber. Als Realist des Musiktheaters erfindet Verdi die Wirklichkeit mit allen Mitteln der Kunst; von den Schrecken des Jüngsten Gerichts im Dies irae bis zum hoffnungsvollen Bitten im Libera me, mit dem er seine Totenmesse in Abweichung von der liturgischen Konvention vollendet. Katharsis. Erlösung. Auferstehung. Der Einzelne geht in der Gemeinschaft auf. Das Kollektiv verkündet: Requiem æternam. Ewige Ruhe gib ihnen, Herr Gott, und ewiges Licht leuchte ihnen.

Weiterlesen: Messa da Requiem

 

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