Bewertung und Kritik zu
NEEDLES AND OPIUM – Schaubühne am Lehniner Platz
Regie: Robert Lepage
Mit: Olivier Normand, Wellesley Robertson III
Regieassistenz: Normand Bissonnette
Bühne: Carl Fillion
Requisite: Claudia Gendreau
Kostüme: François St-Aubin
Musik und Sound Design: Jean-Sébastien Côté
Licht: Bruno Matte
Image Design: Lionel Arnould
Agentin: Lynda Beaulieu
Über die Inszenierung
„Needles and Opium“ ist ein visuell hochpräzises, poetisch aufgeladenes Theaterstück, das Begehren, Einsamkeit, Rausch und künstlerische Obsession miteinander verwebt. Robert Lepage inszeniert mit seiner charakteristischen Mischung aus technischer Virtuosität, emotionaler Transparenz und filmischer Bildsprache. Körper, Projektionen und Raum verschmelzen zu einem kontinuierlich transformierenden Gefüge, das emotionale Zustände physisch erfahrbar macht.
Carl Fillions Bühne bildet ein kinetisches System, das sich dreht, kippt und Perspektiven verändert. Dadurch entsteht ein Raum, der innere Zustände sichtbar macht und die Figuren in einen permanenten Übergang versetzt. François St-Aubins Kostüme und das präzise Sounddesign von Jean-Sébastien Côté verstärken die melancholische, zugleich traumartige Atmosphäre. Die Inszenierung verbindet technische Präzision mit emotionaler Offenheit und schafft ein Theatererlebnis, das zwischen Intimität und visueller Überwältigung oszilliert.
Ensemble
- Olivier Normand
- Wellesley Robertson III
Künstlerisches Team
- Regie: Robert Lepage
- Regieassistenz: Normand Bissonnette
- Bühne: Carl Fillion
- Requisite: Claudia Gendreau
- Kostüme: François St-Aubin
- Musik & Sound Design: Jean-Sébastien Côté
- Licht: Bruno Matte
- Image Design: Lionel Arnould
- Agentin: Lynda Beaulieu
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine visuell beeindruckende, technisch präzise Bühnenkonstruktion mit rotierenden Räumen
- eine poetische Verbindung von Körper, Projektion und Klang
- ein Spiel, das emotionale Zustände physisch erfahrbar macht
- ein Ensemble, das zwischen Akrobatik, Schauspiel und choreografischer Präzision agiert
- eine ästhetische Struktur, die Intimität, Rausch und künstlerische Obsession verschränkt
Die Produktion untersucht, wie Liebe, Verlust und künstlerische Sehnsucht ineinandergreifen – und wie sich innere Abgründe in körperliche und visuelle Räume übersetzen lassen.




