Bewertung und Kritik zu
STABAT MATER – Schaubühne am Lehniner Platz
Von: Janaina Leite
Regie: Janaina Leite
Art Direction, Bühne & Kostüme: Melina Schleder
Sound und Video: Lana Scott
Licht: Nara Zocher
Dramaturgie: Lara Duarte, Ramilla Souza
Mit: Janaina Leite, Amália Fontes Leite, Lucas Asseituno
Über die Inszenierung
„Stabat Mater“ ist eine intime, radikal persönliche und zugleich politisch aufgeladene Performance, in der Janaina Leite autobiografisches Material, familiäre Geschichte und körperliche Präsenz miteinander verschränkt. Die Inszenierung untersucht Mutterschaft, Trauma, weibliche Körperbilder und die Frage, wie sich private Erfahrungen in kollektive Erzählungen einschreiben. Leite arbeitet mit dokumentarischen Fragmenten, performativen Ritualen und einer präzisen, emotional kontrollierten Offenheit.
Die Bühne von Melina Schleder schafft einen reduzierten, zugleich symbolisch aufgeladenen Raum, in dem Körper, Video und Klang ineinandergreifen. Lana Scotts Sound‑ und Videoarbeit erweitert die intime Spielsituation um mediale Ebenen, die Erinnerung, Distanz und Selbstbefragung sichtbar machen. Die Inszenierung entwickelt eine fragile, zugleich konzentrierte Atmosphäre, in der persönliche Geschichte und strukturelle Gewalt aufeinandertreffen.
Ensemble
- Janaina Leite
- Amália Fontes Leite
- Lucas Asseituno
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine autobiografisch‑dokumentarische Performance, die Intimität und politische Analyse verbindet
- ein reduzierter, symbolischer Bühnenraum, der Körper, Video und Klang präzise verzahnt
- eine Inszenierung, die Mutterschaft, Trauma und weibliche Selbstbilder neu befragt
- ein Ensemble, das mit emotionaler Genauigkeit und großer Offenheit agiert
- eine ästhetische Struktur, die Ritual, Erinnerung und performative Selbstbefragung verbindet
Die Produktion untersucht, wie persönliche Verletzungen, familiäre Bindungen und gesellschaftliche Erwartungen miteinander verwoben sind – und welche Kraft entsteht, wenn ein Körper seine eigene Geschichte öffentlich neu schreibt.




