Bewertung und Kritik zu
KÖNIG RICHARD DER DRITTE – Schauspiel Stuttgart
von: William Shakespeare
Premiere: 16. Oktober 2026, Schauspiel Stuttgart
Künstlerisches Team
Inszenierung:Andreas Kriegenburg
Bühne: Harald B. Thor
Kostüme: Andrea Schraad
Licht: Felix Dreyer
Dramaturgie: Katja Prussas
Besetzung
Herzog von Gloster, Richard III.: Max Simonischek
Ensemble: Josephine Köhler, Gábor Biedermann, Marco Massafra, Pauline Großmann, Marietta Meguid, Christiane Roßbach, Klaus Rodewald, Simon Löcker, Peer Oscar Musinowski, Felix Jordan
Über die Inszenierung
Mit „König Richard der Dritte“ bringt das Schauspiel Stuttgart eine der berühmtesten Machttragödien William Shakespeares auf die Bühne. Im Zentrum steht Richard von Gloucester, der mit Manipulation, Gewalt und rücksichtsloser Entschlossenheit nach der Krone greift und dabei eine Spur der Zerstörung hinterlässt.
Andreas Kriegenburg richtet den Blick auf die Mechanismen politischer Macht und die Verführungskraft charismatischer Herrscherfiguren. Die Inszenierung zeigt, wie Sprache, Inszenierung und strategische Täuschung zur Grundlage eines Systems werden können, das sich über Moral und Menschlichkeit hinwegsetzt.
Harald B. Thors Bühne schafft einen wandelbaren Raum, der die fortschreitende Zerstörung gesellschaftlicher Ordnung sichtbar macht. Andrea Schraads Kostüme unterstreichen die Machtverhältnisse zwischen den Figuren und verleihen der Inszenierung eine eigenständige visuelle Handschrift.
Felix Dreyers Lichtgestaltung setzt präzise Akzente zwischen öffentlicher Machtinszenierung und persönlichem Abgrund. Die dramaturgische Arbeit von Katja Prussas unterstützt die Konzentration auf die politischen und psychologischen Dimensionen des Shakespeare-Stoffes.
Im Mittelpunkt steht Max Simonischek als Richard III., der die Figur als gleichermaßen faszinierenden wie zerstörerischen Machtstrategen gestaltet. Das Ensemble entfaltet um ihn herum ein dichtes Netzwerk politischer Konflikte, Intrigen und familiärer Zerwürfnisse.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– Shakespeare-Klassiker über Macht und Manipulation
– Max Simonischek in der Titelrolle
– politische und psychologische Lesart des Stoffes
– starke Ensembleleistung
– bildkräftige Inszenierung von Andreas Kriegenburg
„König Richard der Dritte“ zeigt die Entstehung und den Zerfall von Macht als zeitloses Drama über Politik, Gewalt und menschliche Abgründe.





