Bewertung und Kritik zu
DER BIBERPELZ
von Gerhart Hauptmann
Regie: Armin Petras
Premiere: 22. Januar 2022
Staatstheater Cottbus
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Zum Inhalt: Spreeausläufer, sumpfiges Gelände: nicht gerade eine besonders reizvolle Landschaft sucht sich Gerhart Hauptmann in den 1890er Jahren für seine „Diebskomödie“ DER BIBERPELZ aus, um die Fallen stellende, Holz stehlende, Witz und Verstand einkochende Mutter Wolffen auf die Bühne zu schicken. Diese Frau hat nichts zu verlieren. Wie ein Biber versucht sie, die Familie mit allen Mitteln durchzubringen und „besorgt“ sich, was sie braucht. Aus dem charmanten Überbrücken der Lücke zwischen Alltag und Anspruch entsteht der Witz und die Tragödie von Mutter Wolffen. Sie kann es sich schlicht nicht leisten, sich selbst zu ernst zu nehmen. Wenn du nichts mehr zu verlieren hast, wechselt der Humor auf deine Seite. Es wird nie die Seite der Selbstgerechten sein. Ihr gegenüber steht der Polizist Wehrhahn, der sich in politischem Eifer verliert. Der wohlhabende Bürger Krüger beschwert sich bei Wehrhahn: sein wertvoller Biberpelz ist ihm abhanden gekommen. Der Fall ist nicht schwer zu lösen, aber Wehrhahn hat anderes im Sinn: auf der Suche nach Feinden des kaiserlichen Staats übersieht er das Offensichtliche.






