Bewertung und Kritik zu
ALL DAS SCHÖNE – Theater Bonn
Premiere: 21. März 2026, Werkstatt
Von: Duncan Macmillan und Jonny Donahoe
Regie und Bühne: Alexander Vaassen
Kostüme: Kateryna Markush
Licht: Boris Kahnert, Dominik Rose
Dramaturgie: Nadja Groß
Mit: Roland Riebeling (als Erzähler)
Über die Inszenierung
„All das Schöne“ ist ein berührendes, zugleich humorvolles Solo über Depression, Hoffnung und die Kraft kleiner Momente. Die Inszenierung von Alexander Vaassen nutzt die intime Atmosphäre der Werkstatt, um eine unmittelbare Nähe zwischen Erzähler und Publikum herzustellen. Der Abend lebt von der direkten Ansprache, der Offenheit des Textes und der emotionalen Präzision, mit der die Themen psychischer Krisen und Lebensmut verhandelt werden.
Die Bühne ist bewusst reduziert gehalten und schafft einen Raum, der Flexibilität, Nähe und spontane Interaktion ermöglicht. Roland Riebeling führt als Erzähler mit Wärme, Humor und großer Präsenz durch die Geschichte eines Kindes, das eine Liste aller schönen Dinge der Welt erstellt, um der Depression der Mutter etwas entgegenzusetzen. Die Inszenierung balanciert Leichtigkeit und Schwere, ohne in Sentimentalität oder Pathos zu kippen.
Ensemble
- Roland Riebeling — Erzähler
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- ein intensives Solo, das Nähe, Humor und emotionale Tiefe verbindet
- eine reduzierte, flexible Bühne, die Interaktion und Direktheit ermöglicht
- eine Inszenierung, die psychische Krisen sensibel und zugleich leichtfüßig verhandelt
- ein Erzähler, der zwischen persönlicher Offenheit und spielerischer Leichtigkeit wechselt
- eine dramaturgische Struktur, die das Publikum aktiv in die Erzählung einbindet
Die Produktion untersucht, wie kleine Gesten, Erinnerungen und alltägliche Freuden zu einem Gegengewicht gegen Dunkelheit und Verzweiflung werden können und welche Kraft aus der gemeinsamen Erfahrung im Theater entsteht.




