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Die Physiker

Bewertung und Kritik zu

DIE PHYSIKER – Deutsches Theater Berlin

Premiere: 24. April 2026
Von: Friedrich Dürrenmatt
Regie: Bastian Kraft
Bühne: Peter Baur
Kostüm: Jelena Miletić
Musik: Björn SC Deigner
Video: Jonas Link
Licht: Cornelia Gloth
Dramaturgie: Christopher-Fares Köhler

Über die Inszenierung

Bastian Kraft nähert sich Dürrenmatts „Die Physiker“ mit einer klaren, formal präzisen Inszenierung, die die satirische Schärfe des Textes ebenso betont wie seine düstere philosophische Dimension. Die Produktion untersucht die Verantwortung von Wissenschaft, Macht und Wissen in einer Welt, die zwischen Fortschritt und Zerstörung schwankt.

Peter Baurs Bühne schafft einen Raum, der zwischen Klinik, Labor und abstrakter Versuchsanordnung oszilliert. Die Kostüme von Jelena Miletić markieren Rollenbilder, Identitäten und die Verschiebungen zwischen Normalität und Wahnsinn. Musik und Video setzen atmosphärische Kontrapunkte, die die groteske Überzeichnung und die existenzielle Bedrohung des Stoffes verstärken. Krafts Inszenierung arbeitet mit rhythmischer Genauigkeit, klaren Figurenlinien und einer ästhetischen Verdichtung, die die Ambivalenz des Textes sichtbar macht.

Ensemble

  • Ulrich Matthes
  • Anja Schneider
  • Carmen Steinert
  • Mareike Beykirch
  • Jonas Hien
  • Alexej Lochmann
  • Caner Sunar
  • Max Aliderya Doğan
  • Richard Becker
  • Franz Gresenz
  • Luka Tonnes
  • Theo Steinbeck
  • János Konrad Behm

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine formal präzise, klar strukturierte Lesart des Dürrenmatt-Klassikers
  • ein Bühnenraum, der Klinik, Labor und abstrakte Versuchsanordnung verbindet
  • ein Ensemble, das zwischen Groteske, Ernst und analytischer Schärfe agiert
  • eine Inszenierung, die Verantwortung, Wissen und moralische Ambivalenz pointiert herausarbeitet
  • eine starke visuelle und musikalische Ebene, die die Bedrohlichkeit des Stoffes verstärkt

Die Produktion untersucht, wie wissenschaftliche Erkenntnis, politische Macht und moralische Verantwortung miteinander kollidieren – und welche Gefahren entstehen, wenn Wissen nicht mehr kontrollierbar ist.

1 Kritik

2.0 von 5 Sterne
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Bieder abgespult mit kleinem Farbtupfer
2 Stunden her.
Kritik

Die Farce und Groteske, die in dem Stück angelegt sind, interessieren Bastian Kraft weniger. Vor allem in der ersten Hälfte konzentriert er sich auf den wendungsreichen Krimi-Plot, der hier nicht gespoilert werden soll, auch wenn ihn viele Zuschauer schon aus der Schullektüre kennen werden. Jonas Hien spielt den Kommissar, der in der minimalistisch eingerichteten Psychiatrie nach mehreren Mordfällen an Krankenschwestern ermitteln soll. Sein Auftritt ist eine der wenigen Ausnahmen vom Prinzip, dass die Rollen cross-gender-besetzt sind.

Dies hat immerhin den schönen Effekt, dass Uli Matthes als verhuschte alte Jungfer die Rolle des Fräulein von Zahnd spielen darf, der einzig wirklich Verrückten in diesem Irrenhaus. Bis auf diesen kleinen Farbtupfer bleiben die 90 Minuten viel zu bieder und matt, der Klassiker wird pflichtbewusst abgespult.

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