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Bookpink: New Arrivals

Bewertung und Kritik zu

BOOKPINK: NEW ARRIVALS – Deutsches Theater Berlin

Uraufführung: 19. April 2026
Von: Caren Jeß
Regie: Jorinde Dröse
Bühne: Kathrin Frosch
Kostüme: Juliane Kalkowski
Musik: Lars Wittershagen
Licht: Thomas Langguth
Dramaturgie: Jasmin Maghames
Mit: Daria von Loewenich, Bernd Moss, Natali Seelig

Über die Inszenierung

Mit „Bookpink: New Arrivals“ bringt das Deutsche Theater einen neuen Text von Caren Jeß zur Uraufführung – ein Stück, das mit Jeß’ typischer Mischung aus Sprachwitz, gedanklicher Schärfe und surrealen Setzungen arbeitet. Die Inszenierung von Jorinde Dröse legt die feinen Brüche, Überlagerungen und gedanklichen Sprünge des Textes frei und schafft einen Raum, in dem Humor, Irritation und existenzielle Fragen eng miteinander verwoben sind.

Kathrin Froschs Bühne eröffnet eine visuelle Struktur, die zwischen konkreter Verortung und abstrakter Zeichenhaftigkeit pendelt. Juliane Kalkowskis Kostüme unterstützen die Verschiebungen zwischen Rollen, Identitäten und Erzählebenen. Die Musik von Lars Wittershagen setzt rhythmische und atmosphärische Akzente, die die sprachliche Dynamik des Textes verstärken. Die Inszenierung arbeitet mit präzisem Timing und einer klaren choreografischen Ordnung, die die innere Bewegung des Stücks sichtbar macht.

Ensemble

  • Daria von Loewenich
  • Bernd Moss
  • Natali Seelig

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine Uraufführung, die Caren Jeß’ sprachliche Präzision und surrealen Humor klar herausarbeitet
  • eine Inszenierung, die zwischen Komik, Irritation und gedanklicher Tiefe balanciert
  • ein Bühnenraum, der konkrete Situationen und abstrakte Ebenen ineinander überführt
  • ein Ensemble, das mit feinem Timing und hoher sprachlicher Präsenz agiert
  • eine musikalische Struktur, die Rhythmus, Atmosphäre und Textbewegung präzise unterstützt

Die Produktion untersucht, wie Identität, Wahrnehmung und soziale Rollen in Bewegung geraten – und welche poetische wie komische Kraft entsteht, wenn Sprache selbst zum Motor des Spiels wird.

1 Kritik

2.0 von 5 Sterne
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Drei skurrile Miniaturen
17 Tage her.
Kritik

Skurriles Federvieh bevölkert die Stücke von Caren Jeß. Einen roten Faden, der die Miniaturen verbindet, gibt es nicht: es sind drei für sich stehende hingetupfte Dramolette, die das autoritäre Denken der Neuen Rechten (Nr. 1), genderfluiden, sexpositiven Feminismus (Nr. 2) oder Einsamkeit und Tod (Nr. 3) antippen. Die drei Ensemble-Spieler*innen Daria von Loewenich, Bernd Moss und Natali Seelig teilen sich die Rollen auf quietschbunter Bühne von Kathrin Frosch.

Jorinde Dröse inszeniert die drei kleinen Stücke flott hintereinander weg, am stärksten hallt der letzte Teil nach, untermalt von melancholischer Musik und bitterböser Pointe.

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