Berliner Ensemble
www.berliner-ensemble.de
Bertolt-Brecht-Platz 1 - 10117 Berlin
Telefon: 030 284080
SPIELPLAN & KARTEN

WIR EMPFEHLEN



Sturm auf Berlin

Bewertung und Kritik zu

STURM AUF BERLIN – Berliner Ensemble

Premiere: 7. Mai 2026
Ein Rechercheprojekt von: Marie Schwesinger
Zum Thema: Reichsbürger-Prozess gegen die Gruppe Reuß
Regie: Marie Schwesinger
Bühne: Sabine Mäder
Kostüme: Anneke Goertz
Musik: Timothy Roth
Chorleitung: Yannick Wittmann
Licht: Fréderic Dautier
Dramaturgie: Daniel Grünauer
Mit: Nina Bruns, Oliver Kraushaar, Maeve Metelka, Kathleen Morgeneyer, Marc Oliver Schulze

Über die Inszenierung

Marie Schwesinger entwickelt mit „Sturm auf Berlin“ ein Rechercheprojekt, das die Strukturen, Narrative und Gefährdungen der Reichsbürger-Bewegung und insbesondere den Prozess gegen die Gruppe Reuß theatral untersucht. Die Inszenierung verbindet dokumentarisches Material, Gerichtsprotokolle, Interviews und performative Verdichtung zu einem Abend, der die Fragilität demokratischer Institutionen sichtbar macht.

Schwesinger arbeitet mit chorischen Strukturen, präzisen Spielszenen und einer ästhetischen Klarheit, die die Mechanismen von Radikalisierung, Verschwörungsdenken und Selbstermächtigung offenlegt. Sabine Mäders Bühne schafft einen Raum zwischen Gerichtssaal, Medienlandschaft und ideologischem Echoraum. Die Musik von Timothy Roth und die Chorarbeit von Yannick Wittmann verstärken die Dynamik zwischen individueller Erzählung und kollektiver Bedrohung.

Ensemble

  • Nina Bruns
  • Oliver Kraushaar
  • Maeve Metelka
  • Kathleen Morgeneyer
  • Marc Oliver Schulze

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • Dokumentarisches Theater als Analyse aktueller politischer Prozesse
  • eine präzise Verbindung aus Recherche, Protokollen und performativer Verdichtung
  • ein Ensemble, das zwischen Rollenarbeit und chorischen Strukturen wechselt
  • eine Bühne, die Gericht, Medienraum und ideologischen Resonanzraum überblendet
  • eine Inszenierung, die demokratische Verletzlichkeit sichtbar macht

Die Produktion untersucht, wie extremistische Netzwerke entstehen, wie sie sich organisieren und wie sie demokratische Strukturen herausfordern – und zeigt, wie Theater als öffentlicher Raum politische Prozesse reflektieren kann.

1 Kritik

2.0 von 5 Sterne
  • 5 Stern(e)
    0
  • 4 Stern(e)
    0
  • 3 Stern(e)
    0
  • 2 Stern(e)
    1
  • 1 Stern(e)
    0
Doku-Theater-Schlaglichter
15 Stunden her.
Kritik

In den etwas mehr als 90 Minuten bekommt man viele O-Töne der Angeklagten. Ihre Verteidigungsstrategie spielt die Treffen herunter, das sei nur ein loser Gesprächskreis gewesen. Viel Raum bekommen die Verschwörungstheorien: Abgründe eines kruden Weltbilds tun sich auf.

So entstehen einige interessante Schlaglichter, aber die beiden großen Schwächen des Abends sind: der Abend verharrt über weite Strecken in Frontaltheater vor antiker Stufen-Kulisse, bis sich am Ende der mythisch aufgeladene deutsche Wald herabsenkt und das Quintett altes Liedgut trällert. Das Radio-Feature für den DLF, an dem Schwesinger parallel arbeitet, ist wohl das geeignetere Format für ihr komplexes Recherche-Thema. Dort könnte es hoffentlich auch besser gelingen, die Hintergründe der Info-Häppchen zu beleuchten und die nachgespielten Gerichtsszenen einzuordnen. Einen ersten Schritt dazu machte die SZ-Journalistin Annette Ramelsberger im lesenswerten Programmheft-Interview.

Weiterlesen

Show more
0 von 0 Person(en) gefiel diese Kritik
500+ Monologe zum Vorsprechen
Format: PDF-Datei
€23.95 €29.95
250+ Monologe zum Vorsprechen für Männer
Format: PDF-Datei
€15.95 €19.95
250+ Monologe zum Vorsprechen für Frauen
Format: PDF-Datei
€15.95 €19.95
Shakespeare-Monologe
Format: PDF-Datei
€9.95 €12.45

UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI




Weitere Formate:
Taschenbuch / Kindle / Google eBook


WIR EMPFEHLEN