Kosmos Theater Wien



Bewertung und Kritik zu

Fight Club Fantasy

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FIGHT CLUB FANTASY 
nach dem Roman von Chuck Palahniuk
Regie: Matthias Köhler 
Online-Premiere: 16. Februar 2020 
Kosmos Theater Wien 

Zum Inhalt: Der Fight Club ist ein Men-Only-Privatclub, ein einflussreicher noch dazu, dem sie alle angehören wollen: niedergeschlagene, abgehängte, wütende Männer, die einmal spüren wollen, dass sie lebendig sind. Sie wollen ihre Männlichkeit wiederfinden und sich Handlungsmacht erkämpfen, um jeden Preis. Du bist nicht Dein Job! Du bist nicht das Geld auf Deinem Konto! Nicht das Auto, das Du fährst! Und nicht Deine blöde Cargo-Hose! Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt.
Fight Club Fantasy ist der letzte Teil der Theater-Trilogie von wirgehenschonmalvor rund um (toxische) Maskulinitäten. Teil III widmet sich einer Sehnsucht nach Männerbünden und gräbt nach den Wurzeln des weißen Terrors: Zwischen Masse, Macht und Maskulinität – wo gehen die Angry Lost Boys unserer Gesellschaft verloren? Wo schlägt Schmerz in Lust und in weiterer Folge in blanke Zerstörungswut um?

Schwieriges Thema

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SCHWIERIGES THEMA
von Milena Michalek & Ensemble
Regie: Milena Michalek 
Premiere: 12. Februar 2020 
Kosmos Theater Wien 

Zum Inhalt: Pubertät ist die universelle Erfahrung des Peinlichen. Sie ist dort wo Proportionen nicht stimmen, wo Stimmen brechen, Haare und Beulen an den falschen Körperstellen auftauchen. Die Pubertierende ist der bug im Programmiercode des geschlechtsreifen und mündigen, also erwachsenen Individuums. Als unkontrollierbarer Körper kann der pubertierende Körper aber auch zärtlich als Modell für die fundamentale Erfahrung des Unpassend-Seins betrachtet werden.
In SCHWIERIGES THEMA lädt das Ensemble zur Fete der Körperkrise. Sich mit der Buckelzirpe und ihren Schwestern verwandt machend, im Engtanz mit Zahnspangen und anderen Prothesen, die das Wachstum in die rechte Bahn lenken sollen, wird die Figur des Pubertären zu einer Liebeserklärung an den brüchigen, eingeschnittenen (insectum) Körper, der sich der Kontrollierbarkeit entzieht.

Das große Heft

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DAS GROSSE HEFT
nach dem Roman von Ágota Kristóf
Regie: Sara Ostertag 
Premiere: 3. Dezember 2019 
Kosmos Theater Wien 

Zum Inhalt: Es herrscht Krieg. Um dem Bombenhagel zu entkommen bringt eine Mutter ihre Kinder – Zwillinge – aufs Land zur Großmutter.
In komprimierter Sprache lässt die ungarische Autorin Ágota Kristóf die Zwillinge in einem großen Heft notieren, wie sie ohne Hoffnung auf Liebe und Mitgefühl ihre Werte und Handlungen der Grausamkeit ihrer Umgebung anpassen und durch Übungen zur Abhärtung des Geistes und des Körpers ihre eigenen Überlebensstrategien entwickeln. Historische, bereits begraben gemeinte Bilder werden zu Folien der Gegenwart, auf der Suche nach dem moralischen Zeitgeist.


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