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Bewertung und Kritik zu

FEAR
von Falk Richter
Regie: Falk Richter
Premiere: 25. Oktober 2015 (Uraufführung) 
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Deutschland, im Herbst 2015. In einem Land, das von vielen als freies, offenes, vielfältiges Land im Aufbruch gesehen wird, grassiert die Angst. Angst vor dem Fremden, Angst davor, auszusterben, sich abzuschaffen, überfremdet zu werden; von Politik und Medien belogen und im Stich gelassen zu werden. Angst davor, von Minderheiten, die gleiche Rechte fordern, terrorisiert zu werden, eigene Privilegien zu verlieren. Die Ungeheuer, die diese Ängste gebiert, nimmt Falk Richter zusammen mit einem Ensemble von Schauspielern und Tänzern und dem Videokünstler Bjørn Melhus in den Blick. Sie begeben sich auf eine Reise durch verlassene und blühende, reale und virtuelle deutsche Landschaften, treffen auf eine christlich-fundamentalistische Hasspredigerin, besorgte Bürger, die gegen »Lügenpresse« und »Überfremdung« sich die Wut aus dem Leib schreien, besorgte Eltern, die gegen alternative Familienmodelle und die Akzeptanz sexueller Vielfalt auf die Straße gehen und sie kommen der konspirativen Allianz zwischen der politischen Rechten, christlichen Fundamentalisten und der Aristokratie für die Re-Christianisierung des Abendlandes auf die Spur.

Mit: Bernardo Arias Porras, Denis Kuhnert, Lise Risom Olsen, Kay Bartholomäus Schulze, Alina Stiegler, Tilman Strauß, Frank Willens, Jakob Yaw

Text und Regie: Falk Richter
Bühne: Katrin Hoffmann
Kostüme: Daniela Selig
Musik: Malte Beckenbach
Video: Bjørn Melhus
Dramaturgie: Nils Haarmann
Licht: Carsten Sander

Dauer: ca. 120 Minuten


 

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Nationalistische Zombieapokalypse
  · 19.10.17
An der Berliner Schaubühne. Die mehrfach ausgezeichnete Inszenierung FEAR (UA 25. Oktober 2015) von Falk Richter, holt nationalistische Wiedergänger auf die Bühne und spiegelt mit ihnen unsere europäische Gesellschaft treffend wider, die einen rechten Kurs eingeschlagen hat.
Irgendwo da Draußen tummeln sie sich; die Wiedergänger, die wollen, dass Deutschland, Deutschland bleibt. Die Untoten aus der Erde, die leben wollen, nicht vergessen werden wollen. Pegida, AfD, Front National und viele andere, die den Faschismus wieder salonfähig gemacht haben. Die nicht nur fragen, was Heimat ist, sondern sagen, wie Heimat und Familie auszusehen hat. Angekrochen kommen sie mit Rettungsplänen zum Abendland. Diese besorgten Bürger*innen stehen auf der Bühne als Pappfigur, Bild, Stimme und möchten ihr gelobtes Land verteidigen. ... Weiterlesen
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Mein Deutschland
  · 28.10.16
„Okay, das reicht jetzt. Hören wir auf!“ sagt Tilman Strauß zu Alina Stiegler. Der Schauspieler streift sich das silbern glitzernde Paillettenkleid von den Schultern und gesteht dem Publikum, man müsse echt aufpassen, wenn man die ganze Zeit dieses braune Zeug nachquatscht. Man komme da schwer wieder raus, weil das wie so ein brauner Schleim an einem klebt. Alina Stiegler nickt. Die beiden schütteln sich. Es schütteln sich auch die übrigen Darsteller im Hintergrund. Vor Ekel. Vor Grausen vielleicht. In Falk Richters am 25. Oktober 2015 an der Schaubühne am Lehniner Platz uraufgeführten Stück Fear nehmen acht Schauspieler und Tänzer die Rolle verschiedener Menschen ein, deren politische Gesinnung als extrem rechts bezeichnet werden kann. Unter ihnen Anhänger von Pegida und Bagida, Demonstranten gegen ein Asyl für Flüchtlinge, gegen die Akzeptanz und Gleichstellung verschiedener sexueller Orientierungen sowie prominente Personen politischer und religiöser Vereinigungen. Weiterlesen →
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