Bewertung und Kritik zu
STAUBFRAU – Theater Bonn
von: Maria Milisavljević
Premiere: 20. September 2026, Theater Bonn
Künstlerisches Team
Regie: Jula Marie Kühl
Ausstattung: Marie Häusner
Video: Clara Kulemeyer
Licht: Dominik Rose
Dramaturgie: Carmen Wolfram, Sarah Tzscheppan
Musik: Ada M. Helene Brack
Choreografie: Ben Rentz
Besetzung
Ensemble: Ursula Grossenbacher, Alina Heipe, Lydia Stäubli
Über die Inszenierung
Mit „Staubfrau“ bringt das Theater Bonn ein Werk der Dramatikerin Maria Milisavljević auf die Bühne, die für ihre poetischen, politischen und formal vielschichtigen Texte bekannt ist. Das Stück bewegt sich zwischen Erinnerung, Identität und gesellschaftlicher Wirklichkeit und entwickelt daraus eine eigene theatrale Bildsprache.
Jula Marie Kühl legt den Fokus auf die atmosphärische Kraft des Textes und dessen emotionale Verdichtung. Die Inszenierung verbindet Schauspiel, Bewegung und visuelle Elemente zu einer vielschichtigen Erzählung über Verlust, Herkunft und Selbstbehauptung.
Marie Häusners Ausstattung schafft einen wandelbaren Bühnenraum, der zwischen konkreter Wirklichkeit und poetischer Imagination oszilliert. Clara Kulemeyers Videoarbeiten erweitern die Bühne um zusätzliche visuelle Ebenen und eröffnen neue Perspektiven auf die Figuren und ihre Erinnerungen.
Die Musik von Ada M. Helene Brack bildet eine atmosphärische Klangstruktur, die die emotionalen Prozesse der Inszenierung begleitet. Ben Rentz’ Choreografie setzt körperliche Akzente und verstärkt die bildliche Kraft des Abends. Dominik Roses Lichtgestaltung unterstützt die poetische und zugleich fragile Atmosphäre des Stücks.
Die dramaturgische Arbeit von Carmen Wolfram und Sarah Tzscheppan verbindet die verschiedenen Ebenen des Textes zu einer klaren theatrale Struktur und schärft die Perspektive auf die zentralen Themen des Stücks.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– zeitgenössischer Text von Maria Milisavljević
– poetische und bildstarke Inszenierung
– atmosphärische Verbindung von Schauspiel, Video und Musik
– konzentrierte Ensemblearbeit
– Auseinandersetzung mit Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit
„Staubfrau“ entwickelt aus persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen eine eindringliche theatrale Erzählung über Verwundbarkeit, Erinnerung und Widerstandskraft.





