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Bewertung und Kritik zu

SHAKESPEARE’S LAST PLAY
nach »Der Sturm« von William Shakespeare
Regie: Bush Moukarzel, Ben Kidd 
Premiere:  24. April 2018 
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin 

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Zum Inhalt: Shakespeares letztes Stück »Der Sturm« spielt nirgendwo. Der Zauberer Prospero – man nimmt an, dass dies auch Shakespeares letzte Rolle als Schauspieler war – beherrscht eine namenlose Insel, einen Ort, an dem die dort Gestrandeten Langeweile, Schrecken, Trauer, Euphorie und Verzweiflung erleben. Anders gesagt: sie sind im Theater. Manche Leute behaupten, dass »Der Sturm« Shakespeares Abschied von der Kunst darstellt. Mithilfe der Figur des Prospero versammelt er die ganze Welt auf einer Bühne und fleht sie an, ihn loszulassen. Doch die Kunst scheint nicht gewillt, ihm diese Freiheit zu gewähren – der Tod des Autors wird nicht zugelassen – und 402 Jahre nach Shakespeares Tod halten wir ihn immer noch am Leben, womöglich gegen seinen eigenen Willen. Die Menschheit beharrt auf ihren Göttern. Heiner Müller hat einmal gesagt: »Wir sind bei uns nicht angekommen, solange Shakespeare unsre Stücke schreibt.« Vielleicht ist die Zeit für Shakespeares letztes Stück gekommen. »Der Sturm« zeigt uns eine Welt voller verirrter, verlorener Menschen, die Mühe haben zu verstehen, wo sie sind. Prospero wacht über sie, kennt alle ihre Schritte – während wir zusehen, wie sie unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Shakespeare hat uns gezeigt, dass, unabhängig von der Rolle, egal ob König oder Bettler, die ganze Menschheit sich in der Demokratie des Grabs wiedertrifft.

Mit: Thomas Bading, Moritz Gottwald, Jenny König, Nina Kunzendorf, Mark Waschke

Regie: Ben Kidd, Bush Moukarzel
Bühne: Chloe Lamford
Kostüme: Nina Wetzel
Video: José Miguel Jiménez González
Musik: Kevin Gleeson
Dramaturgie: Nils Haarmann
Licht: Erich Schneider

TRAILER


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Ein Pennälerscherz?
  · 26.04.18
''Bei allem spielerischen Szenenfeuerwerk arbeiten sich Dead Centre hier erstaunlich verbissen an Shakespeare als vermeintlichen Säulenheiligem ab, der jetzt vom Thron gestoßen werden müsse. Als hätte die Postmoderne in den vergangenen 30 Jahren das nicht schon mit jedem großen Dramatiker ohnehin getan. Denn wie sieht es heute auf den Bühnen aus? Ob Recherche- und Dokutheater, Stücke über Gender, Flüchtlinge und Rechtspopulismus – alles ist im Überfluss vorhanden. Und niemand hindert auch die Iren, ihr eigenes Stück der Stunde beizusteuern.   

Sich jetzt Shakespeare ironisch vorzuknöpfen, um zu beweisen, wie unzeitgemäß er in Wahrheit sei – das kommt kaum über einen Pennälerscherz hinaus.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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Launiges Metatheater
  · 24.04.18
Der zweite Teil des Abends gerät zur großen kannibalischen Leichenfledderei, nachdem alle Spielerinnen und Spieler brav gestorben sind und sich als Zombies an Shakespeares Gruft versammeln. Inspririert von Michel de Montaignes „Über die Menschenfresser“ (1580) machen sie sich über Shakespeares Leiche her und spielen sich gegenseitig die Meta-Theater-Bälle zu: Was soll eigentlich dieses ganze klassische Einfühlungstheater? Was haben uns Shakespeares Stücke überhaupt noch zu sagen?

Nach und nach stecken alle fünf ihren Kopf in den Sand, der am Rand des Planschbeckens aufgetürmt wurde, dessen Inhalt auch bis in die erste, mit Regencapes bewaffnete Reihe spritzte. Der launige Metatheater-Abend der irischen Gruppe, die in den vergangenen Jahren bereits zu drei Gastspielen beim FIND-Festival eingeladen wurde, entlockte dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble ein Schmunzeln, hatte aber auch sichtlich damit zu kämpfen, dass ihm über die Strecke von 105 Minuten sichtlich die Ideen und die Luft ausging.

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Hackfleisch
  · 24.05.18
''Wir konstatieren unter anderem: 

Dass Nina Kunzendorf oder Mark Waschke, außer TATORTs, noch viel Anderes und Besseres mit ihrem Schauspielern zu leisten in der Lage sind. 

Dass Jenny König mit dem Hackebeil professioneller umzugehen weiß als alle andern außer ihr. 

Dass notbedingter Menschenfleischverzehr zur Arterhaltung diente. 

Dass das Bootsunglück vor Lampedusa und das dichterische Frauenbild und William Shakespeare generell also an sich unkompatibel wären. 

Alles das und noch viel mehr: großartig und verblüffend!!'' schreibt Andre Sokolowski am 24. Mai 2018 auf KULTURA-EXTRA
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