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Bewertung und Kritik zu

NULL
von Herbert Fritsch
Regie: Herbert Fritsch 
Premiere: 24. März 2018 
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin 

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Zum Inhalt: In seiner zweiten Arbeit an der Schaubühne begibt sich Herbert Fritsch mitten in die Geschichte der Selbstentdeckung der Welt und schlägt das rätselhafte Kapitel der Null auf: »Die Null irritiert, weil sie dort ein Nichts markiert, wo auch ein Etwas stehen könnte. Und sie fasziniert, weil sie dieses Etwas bezeichnet, ohne zu bestimmen, worin es besteht. An der Null lässt sich studieren, dass die Welt nicht determiniert ist, sondern offen für Operationen des Einsetzens und des Ersetzens.« (Dirk Baecker). Zu lange haben wir mit der Rezeption der Null als Nichts dem Mangel gehuldigt und uns selbst um die sich immer wieder neu erfindende, erprobende Kraft und ästhetische Freiheit der Null gebracht. Herbert Fritsch und sein Ensemble entdecken sie neu, studieren am Nichts der Null die Möglichkeit von Allem und versuchen sich selbst der Abwesenheit von Sinn entgegenzusetzen, ohne selbst Sinn zu sein – jenseits der Sprache und ohne angelegten Rettungsring: »Ich will keine Sehgewohnheiten aufbrechen und nicht dem Bürger die Maske vom Gesicht reißen. Ich will mit dem Nichts spielen, das sich als Etwas ausgibt.« (Herbert Fritsch)

Mit: Florian Anderer, Bernardo Arias Porras, Jule Böwe, Werner Eng, Ingo Günther, Bastian Reiber, Ruth Rosenfeld, Carol Schuler, Axel Wandtke

Regie und Bühne: Herbert Fritsch
Kostüme: Bettina Helmi
Musik: Ingo Günther
Dramaturgie: Bettina Ehrlich
Licht: Erich Schneider

TRAILER




Meinung der Presse zu 

„NULL“

Schaubühne am Lehniner Platz


FAZ
★★★★☆

taz
★★★☆☆

nachtkritik
★★★★☆

Tagesspiegel
★★★★☆


Die Welt

★★☆☆☆

Zitty
★★★★☆

tip
★★★★☆


WIR EMPFEHLEN

DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Herrlich sinnlos
  · 26.03.18
''Es gibt keine Rollen, keine Charaktere und auch keine Handlung, nur ständige Versuche, dem Nichts zu entkommen und noch einmal neu von Null zu beginnen, die Welt, die Worte, den Körper, die Musik neu zu erfinden. Wie austauschbar und anonym die Figuren dabei sind, zeigt sich nach der Pause: dann haben alle Mitglieder des Kuriositäten-Kabinetts ihre Kostüme untereinander ausgetauscht, wer eben noch ein graues Kleid trug, trägt jetzt das gelbe, wer eben noch eine Perücke auf dem Kopf hatte, trägt jetzt eine Sonnenbrille auf der Nase.

Nach der Pause hängt auch eine riesige Hand aus Plastik und Plexiglas unterm Bühnenhimmel, diese Theaterhand Gottes hat magische Kräfte und senkt sich unter heftigem Quietschen bedrohlich auf die Nullen-Darsteller nieder, erdrückt sie fast, schiebt sie auf der Spielfläche hin und her, degradiert sie zu Figuren in einem Spiel, das sie selbst nicht recht verstehen. Und dann, kurz vor Schluss, fährt ein Gabelstapler über die Bühne, hievt mal eine Null aus dem Nichts in die Höhe, rettet mal alle Nullen vor der Riesenhand und kurvt, laut hupend, ein paar Runden, dreht Kreise und Nullen: Ach wie herrlich sinnlos und von allen Gedanken befreit kann doch das Kinder-Theater des Herbert Fritsch sein.'' schreibt Frank Dietschreit auf kulturradio.de
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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Gut abgehangen
  · 29.03.18
''Der Abend ist eine perfektionierte, aber auch schrecklich nette Nullnummern-Revue der lustigen Art. Projizierte Farbquadrate und rhythmisch wechselnde Spotlights, auf Rückwand oder DarstellerInnen gesetzt, lassen eine virtuos durchkomponierte Licht- und Klanginstallation entstehen. Die diesmal relativ wortlose Fritsch’sche Sinnaustreibung erschöpft sich dann in einem von Musiker Ingo Günther dirigiertem schulterzuckenden „Hä“-Chor, der auf dem Gabelstapler in die Unterbühne fährt und mit Blechblasinstrumenten wieder zum Vorschein kommt. Es folgt ein Blaskonzert aus heißer Luft, die alle lautlos in ihre Instrumente pusten. Ähnlich wie in Pfusch wird auch lange rhythmisch auf den Instrumenten geklopft. Ein minimalistisch auf null laufendes Musikkunststück. 

Die an der Decke hängende Hand, die sich auch zu Beginn auch mal wie ein Schutzdach über das Ensemble gesenkt hatte, knarrt nur leise und winkt etwas bedrohlich von oben. Ihr und dem Gabelstapler gehört der letzte Teil des Abends. Nachdem das Ensemble die Bühne verlassen hat, bewegen sich die riesigen Fingerglieder zu einem technischen Roboter-Sound. Gemeinsam mit dem kreiselnden Gabelstapler entspinnt sich ein gespenstischer Tanz der Maschinen. Eine kinetische Klanginstallation im leeren Raum als Vision eines Theaters ohne Menschen. Spielerisch umkreist der Abend damit vieles und nichts. Er ist schön anzuschauen, aber zuweilen auch ein wenig beliebig.'' schreibt Stefan Bock am 25. März 2018 auf KULTURA-EXTRA
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0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Körperakrobatik zum Schmunzeln und Schweben mit Längen
  · 30.04.18
Die ersten Minuten vergehen in typischer Fritsch-Manier. Dadaistische Textfetzen werden wiederholt, Bastian Reiber fühlt sich von den offensiv-ungelenken Choreographie-Versuchen der KollegInnen an „Tanztee“ erinnert, Jule Böwe fürchtet sich vor dem „Tinnitus“ und dem „Beep“. Noch tänzelt der Abend auf der Stelle und droht tatsächlich zur Nullnummer zu werden.

Nach knapp zwanzig Minuten kommt der Abend glücklicherweise zum Schweben. Die ganze Riege klinkt sich an Karabinerhaken ein und vollführt ein Ballett herrlich-schräger Slapstickeinlagen. Sie stürzen ab, bis sie mit der Nasenspitze auf dem Bühnenboden landen, zappeln kurz danach an der Decke. Mit diesen Akrobatik-Nummern gelingen Fritsch das amüsante Herzstück des Abends und Momente zum Schmunzeln, die einen stärkeren Eindruck als sein Volksbühnen-Abschied „Pfusch“ und sein Schaubühnen-Einstand „Zeppelin“ hinterlassen.

Die ersten Bühnenarbeiter kommen schon auf die Bühne, als Ingo Günther und Jule Böwe noch hilflos zappeln und baumeln. Nach der Umbaupause trippeln die Spielerinnen und Spieler zurück und gaffen mit „Hä?“ eine Stange an, an der sich einige von ihnen in skurrillen, mit lauten Quietschtönen untermalten Pole-Dance-Einlagen versuchen. Der Mittelteil verliert sich leider in zu vielen Längen, vor allem die Blasorchester-Parodie wirkt nur wie ein lauer Aufguss des üblichen Fritsch-Repertoires.

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