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Bewertung und Kritik zu

DIE KLEINEN FÜCHSE
nach Lillian Hellman
Regie: Thomas Ostermeier
Premiere: 18. Januar 2014 
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
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Zum Inhalt: Bankiersgattin Regina sehnt sich nach einem Leben in Autonomie: Fern von der eintönigen Provinz, die sie nie verlassen hat. Fern von der sentimentalen Doppelmoral ihres herzkranken Ehemanns Horace, von dem sie wirtschaftlich abhängt. Fern von der aristokratischen Nostalgie ihrer Schwägerin Birdie, die Schmerz und Demütigung im Alkohol ertränkt. Anders als ihre beiden Brüder Ben und Oscar – neureiche Aufsteiger, die sich in den alten Geldadel gedrängt haben – ist es Regina nie gelungen, eine eigenständige Existenz aufzubauen – jenseits ihrer Rolle als Ehefrau. Als der attraktive Investor Marshall den Geschwistern eine Beteiligung an einem lukrativen neuen Unternehmen anbietet, sieht Regina ihre Chance gekommen: Die Brüder benötigen ihre finanzielle Beteiligung. Horace aber errät Reginas Absichten und entzieht ihr, um ihre Gier zu bestrafen, das nötige Kapital. Um dennoch an sein Geld zu gelangen, entwickeln die drei Geschwister – jeder für sich, jeder gegen jeden – einen perfiden Betrugs- und Erpressungsplan. Doch trotz aller Berechnung kalkulieren sie nicht seinen Preis.

Mit: Ursina Lardi, Moritz Gottwald, Nina Hoss, Andreas Schröders, Mark Waschke, Iris Becher, Thomas Bading, Jenny König 

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Regie: Thomas Ostermeier
Bühne: Jan Pappelbaum
Kostüme: Dagmar Fabisch
Musik: Malte Beckenbach
Dramaturgie: Florian Borchmeyer
Licht: Urs Schönebaum


Trailer „Die kleinen Füchse“ - Schaubühne

 
Meinung der Presse zu „Die kleinen Füchse“ - Schaubühne


FAZ
★★★★☆

taz
★★★☆☆

nachtkritik
★★★☆☆

Berliner Zeitung
★★★☆☆


Der Tagesspiegel
★★☆☆☆

Die Welt
★★★★★

Zitty
★★★★☆

tip
★★★☆☆


WIR EMPFEHLEN

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0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Nina Hoss wie Eis
  · 06.11.17
''Die „kleinen Füchse“ umlauern sich und warten auf einen Fehler des anderen, der die eigenen Chancen wieder steigen lässt. Wer zu schnell aus der Deckung kommt, riskiert den Kürzeren zu ziehen. Auch wenn Thomas Badings Banker Horace Giddence mit etwas mehr Moral ausgestattet zu sein scheint - mit dieser Ruhe, die er hier ausstrahlt, wird man selbst mit Herzfehler heute in keiner Bank mehr nach oben kommen. Da hat es Nina Hoss nicht besonders schwer zu brillieren. Der Plot erscheint wie auf sie zugeschnitten. Zu den Motivationen ihrer Regina, außer dem unbedingten Willen zum gesellschaftlichen Aufstieg, hätte man gern mehr erfahren. Eine Frau ohne besondere Eigenschaften, ohne Liebe, völlig von Eigeninteressen getrieben. Den Sieg, den Regina schließlich durch Erpressung ihrer Brüder erringt, scheint viel zu leicht, ist er doch umso schwerer erkauft. 

Eine tief resignative Sicht, die Ostermeier hier kommentarlos offenlegt. Nach gesellschaftlichen Bezügen und Hintergründen sucht man vergeblich. Gestrichen. Seine Figurenzeichnung ist auch viel zu holzschnittartig. Er zeigt nur Typen, keine echten Charaktere. Das böse, psychologische Spiel, die Lust am Verletzen, was Ostermeier schon wesentlich besser in Szene setzen konnte, es fehlt hier völlig. Allein in den düster kammerspielartigen Szenen zwischen Regina und Horace blitzt dieses Können kurz mal auf. Die gegenseitigen Verletzungen scheinen wesentlich tiefer zu liegen als erahnt. Alles in allem ist das sauber inszeniert, aber ohne wirkliche Aha-Effekte. Es fehlt dem Stück die Radikalität, die frühere Ostermeier-Inszenierungen ausmachte. Zu glatt, zu folgenlos und musikalisch aufgepeppt auf Mainstream getrimmt. Man kann das goutieren, was die meisten wohl auch tun werden. Sicher ist der Inszenierung wohl auch der Erfolg auf Gastspielen außerhalb Deutschlands. Etwas mehr kann man von dem vorab vielgerühmten neuen Dream Team Ostermeier-Hoss dann aber schon erwarten.'' schreibt Stefan Bock am 25. Januar 2014 auf KULTURA-EXTRA
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