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Bewertung und Kritik zu

KALLDEWEY, FARCE
von Botho Strauß
Regie: Luc Bondy 
Premiere: 19. Juli 1982 
Schaubühne am Lehniner Platz Berlin

"Die Schaubühne hat mit dieser Strauß-Präsentation einen neuen großen Abend. […] Otto Sander, dieser präzise Schauspieler des begreiflich Unfassbaren, ist ins Ensemble zurückgekehrt. Er brilliert in allen Gangarten und verschrobenen Sphären des Schrecklichen. Edit Clever spielt, nicht weniger artistisch souverän, die Figur der schweifenden Liebenden, der ständig Verunsicherten, der hilflosen und rabiaten Frau nicht weniger grandios und belustigend tragisch. […] Udo Samel ist der glatte verschwindende Kalldewey. Die Mannschaft agiert brillant. Eine Farce wird einsichtig gemacht. Der Erfolg war enorm." Friedrich Luft, Die Welt

Regie: Luc Bondy 
Bühne: Karl-Ernst Herrmann 
Kostüme: Moidele Bickel, Andrea Schmidt-Futterer 
Dramaturgie: Dieter Sturm 

Der Mann: Otto Sander  
Die Frau: Edith Clever   
K: Jutta Lampe   
M: Miriam Goldschmidt   
Zweiter Mann: Udo Samel   
Kellner/Chef: Ernst Stötzner  
Ein Mädchen: Kristine Upesleja 


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Schaubühnen-Legenden zwischen skurrilen Handlungsfetzen
  · 06.11.20
In den 2,5 Stunden Nettospielzeit schlugen Autor Strauß und Regisseur Luc Bondy noch weit mehr Haken: einen besonders skurrilen Auftritt hat die Titel-Figur „Kalldewey“ (gespielt vom jungen Udo Samel), der im zweiten Teil dieser ohne roten Faden zusammengewürfelten Szenen-Folge in eine Geburtstagsfeier einbricht und von den hysterischen Partygästen unter den Tisch gedrängt wird.

Dass dieser Text vier Jahrzehnte nach seiner Uraufführung (wenige Monate vor der Schaubühnen-Premiere von Niels-Peter Rudolph in Hamburg) kaum noch gespielt wird, ist angesichts der unmotivierten Sprünge und Handlungsfetzen einerseits und der zahlreichen Anspielungen auf Mode und Zeitgeist der frühen 1980er Jahre nicht weiter verwunderlich. Interessant ist an dieser Inszenierung, die 1983 auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen war, zweierlei: Die Fortschritts-Skepsis von Botho Strauß und sein Abarbeiten an der linksliberalen Kultur-Schickeria mit all ihren Beziehungsproblemen und Therapie-Ansätzen klingt an mehreren Stellen sehr deutlich an. Vor allem ist diese Archiv-Aufnahme ein Wiedersehen mit den Stars des damaligen Ensembles: mit Otto Sander, mit Edith Clever, mit Jutta Lampe.

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