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Twink Death

Bewertung und Kritik zu

TWINK DEATH – Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Roter Salon

Premiere: 17. Juni 2026
Konzept, Text & Performance: Mica Heilmann

Künstlerisches Team

Bühne: Albertine Mietusch
Kostüme: Jasmin Knitter
Komposition & Sounddesign: Robert Lippok
Video: Greta Markurt
Dramaturgie: Lili Hering
Outside Eye: Antonia Hänsch, Ricarda Hillermann, Caro Seidel
Licht: Mirko Becher (Felle)

Ensemble

  • Mica Heilmann

Über die Performance

„Twink Death“ ist eine queere, performative Auseinandersetzung mit Körperbildern, Begehren, Vergänglichkeit und der Frage, wie Identität in digitalen und sozialen Räumen konstruiert wird. Mica Heilmann verbindet autobiografische Fragmente, popkulturelle Referenzen und theoretische Impulse zu einem radikal persönlichen, zugleich analytischen Abend.

Die Bühne von Albertine Mietusch schafft einen hybriden Raum zwischen Club, digitalem Interface und intimer Selbstbefragung. Jasmin Knitters Kostüme spielen mit Überzeichnung, Gendercodes und performativer Transformation. Robert Lippoks Sounddesign bildet eine pulsierende, atmosphärische Ebene, die zwischen elektronischer Intensität und fragilen Klangflächen wechselt.

Die Videoarbeiten von Greta Markurt erweitern die Performance um visuelle Schichtungen, die Körper, Projektion und Identität ineinander übergehen lassen. Die dramaturgische Begleitung von Lili Hering und die Outside-Eye‑Arbeit von Hänsch, Hillermann und Seidel schärfen die performative Präzision und die konzeptuelle Klarheit des Abends.

Besondere Aspekte dieser Produktion

  • eine radikal persönliche, queere Performance
  • eine starke Verbindung von Text, Körper, Sound und Video
  • eine Bühne, die digitale und körperliche Räume verschränkt
  • ein Sounddesign, das Emotionalität und Rhythmus präzise steuert
  • eine ästhetische Untersuchung von Identität, Begehren und Vergänglichkeit

„Twink Death“ ist ein intensiver, ästhetisch vielschichtiger Abend, der queere Körperpolitik und persönliche Narrative zu einer kraftvollen Performance verdichtet.

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Schneewittchen-Sarg-Performance im queeren, popkulturellen Geist von Pollesch
1 Monat her.
Kritik

Im pinken Schneewittchen-Sarg liegt Mica Heilmann anfangs zu Füßen der ersten Reihe. Als sich der Deckel hebt, steigt tatsächlich der Inbegriff eines Twinks heraus: androgyn, schlank, kein Gram Fett, kein Körper-Haar und keine Muskelmasse zu viel, stattdessen ein sich seiner Wirkung stets bewusstes Lächeln im ebenmäßigen Gesicht. Live auf der Bühne oder in Video-Einspielern assoziiert sich der 70 Minuten kurze Abend durch das Phänomen der Twinks. Mal gibt er ein Video-Tutorial, mal grenzt er mit augenzwinkernder Präzision die Twinks von anderen Typen wie Twunks, Otters, Bears oder Daddies ab, vor allem von den Hunks. Deren Inbegriff sieht man anschließend in der Kantine: Campbell Caspary, den blonden Hünen aus Constanza Macras-Choreographien, beide wechseln zur kommenden Spielzeit ans Gorki Theater. 

Mit Macras arbeitete auch Heilmann als Regie-Assistent an der Volksbühne regelmäßig zusammen. Tänzerische Elemente kommen in diesem Solo recht kurz, aber „Twink Death“ hat durchaus Potenzial und würde sich gut für eine Fortentwicklung für eine größere Spielstätte eignen.

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