Bewertung und Kritik zu
MONONOKE – Volksbühne Berlin
von: Satoko Ichihara
Uraufführung: 3. Oktober 2026, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Künstlerisches Team
Text, Regie: Satoko Ichihara
Übersetzung aus dem Japanischen: Otone Sato
Bühne: Mire Lee
Kostüm, Puppendesign: Belle Santos
Licht: Kevin Sock
Videodesign: Adam Kaplan
Sounddesign: Ville Haimala
Besetzung
Ensemble: Gro Swantje Kohlhof, Rosa Lembeck, Julia Riedler, River Roux
Live-Musik: Youka Snell
Puppenspiel: Gwentsche Kollewijn, Akira Schroth, Maria Vittoria Zinoni
Über die Inszenierung
„Mononoke“ ist eine radikale, poetische und körperlich intensive Uraufführung von Satoko Ichihara, die japanische Mythologie, zeitgenössische Erzählformen und performative Überzeichnung miteinander verbindet. Die Inszenierung arbeitet mit starken Bildern, rituellen Gesten und einer hybriden Ästhetik zwischen Theater, Installation und Puppenspiel.
Mire Lees Bühne schafft einen organischen, zugleich unheimlichen Raum, der zwischen lebender Skulptur, Landschaft und abstrakter Körperlichkeit wechselt. Belle Santos’ Kostüme und Puppendesign erweitern die Figuren um mythische, hybride Dimensionen und verleihen dem Abend eine starke visuelle Signatur.
Kevin Socks Licht moduliert die Atmosphäre zwischen Traum, Ritual und bedrohlicher Intensität. Adam Kaplans Videodesign fügt mediale Schichten hinzu, die die Themen Körper, Geist und Transformation visuell vertiefen. Ville Haimalas Sounddesign schafft eine akustische Landschaft, die zwischen subtiler Spannung und eruptiver Energie oszilliert.
Das Ensemble spielt mit großer körperlicher Präzision und emotionaler Wucht. Die Live-Musik von Youka Snell und das Puppenspiel von Gwentsche Kollewijn, Akira Schroth und Maria Vittoria Zinoni erweitern die Inszenierung um rituelle und performative Ebenen.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– hybride Form zwischen Schauspiel, Ritual und Puppenspiel
– organische, skulpturale Bühnenästhetik
– starke körperliche und visuelle Handschrift
– atmosphärische Licht-, Video- und Soundgestaltung
– mythisch-poetische Erzählweise mit zeitgenössischer Schärfe
„Mononoke“ ist ein intensiver, bildmächtiger und atmosphärisch dichter Abend, der Mythos, Körper und Gegenwart in eine kraftvolle theatrale Form überführt.





