Bewertung und Kritik zu
HOUSE OF HOPES – Volksbühne Berlin
von: Rimini Protokoll
Uraufführung: 1. Oktober 2026, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Künstlerisches Team
Konzept, Regie: Stefan Kaegi, Daniel Wetzel
Bühne, Kostüm: Lili Anschütz
Licht: Denise Potratz, Kevin Sock
Videodesign: Grit Schuster
Musik, Sounddesign: Nikolaus Neecke
Dramaturgie: Juliane Männel, Aljoscha Begrich
Dramaturgie Volksbühne: Johanna Höhmann
Besetzung
Ensemble: Anoush Azizi, Till Gedack, Vera Jonas, Nataly Jung-Hwa Han, Israel Kaunatjike, Joanna Kusiak, Corey Scott-Gilbert, Sir Henry, Verónica Troncoso, Zhu Yuan, Homan Wesa, Anca Berlogea-Boariu
Über die Inszenierung
„House of Hopes“ ist eine vielstimmige, dokumentarisch-performative Uraufführung von Rimini Protokoll, die individuelle Lebensgeschichten, politische Realitäten und gesellschaftliche Wünsche miteinander verwebt. Kaegi und Wetzel schaffen einen offenen Bühnenraum, in dem persönliche Erzählungen und kollektive Perspektiven nebeneinander stehen.
Lili Anschütz’ Bühne und Kostüme formen eine wandelbare Installation, die zwischen öffentlichem Forum, persönlichem Raum und symbolischer Setzung wechselt. Die Ausstattung unterstützt die Offenheit des Formats und die Vielschichtigkeit der Stimmen.
Das Licht von Denise Potratz und Kevin Sock moduliert die Atmosphäre zwischen dokumentarischer Klarheit und emotionaler Verdichtung. Grit Schusters Videodesign erweitert die Inszenierung um mediale Spiegelungen, die die Themen Hoffnung, Herkunft und gesellschaftliche Teilhabe visuell vertiefen.
Nikolaus Neeckes Musik und Sounddesign schaffen eine akustische Ebene, die zwischen atmosphärischer Ruhe und rhythmischer Energie oszilliert. Die dramaturgische Arbeit von Juliane Männel, Aljoscha Begrich und Johanna Höhmann hält die Balance zwischen dokumentarischer Genauigkeit und performativer Freiheit.
Das internationale Ensemble bringt persönliche Geschichten, politische Erfahrungen und kulturelle Perspektiven ein und macht „House of Hopes“ zu einem offenen, gesellschaftlich vibrierenden Abend.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– dokumentarisch-performative Hybridform
– vielstimmiges, internationales Ensemble
– wandelbare, installative Bühnenästhetik
– starke Video- und Soundgestaltung
– gesellschaftlich relevante, offene Erzählstruktur
„House of Hopes“ ist ein intensiver, politisch wacher und emotional vielschichtiger Abend, der individuelle und kollektive Hoffnungen in den Mittelpunkt stellt.





