Bewertung und Kritik zu
ANDROGYNOUS. PORTRAIT OF A NAKED DANCER – Maxim Gorki Theater
Uraufführung: 18. Oktober 2025
Text & Regie: Lola Arias
Konzept: Lola Arias und River Roux
Dramaturgie: Bibiana Mendes
Recherche: River Roux und Bibiana Mendes
Bühne: Irene Ip
Kostüme: Tutia Schaad
Choreografie: Colette Sadler
Komposition: Katharina Ernst und Damián Noguera
Livemusik: Katharina Ernst
Video: Stefan Korsinsky und Arndt Sellentin
Lichtdesign: Irene Ip und Catalina Fernandez
Outside Eye: Johannes Kirsten
Über die Inszenierung
„ANDROGYNOUS. PORTRAIT OF A NAKED DANCER“ untersucht Körperbilder, Identitätsentwürfe und autobiografische Erzählungen im Spannungsfeld von Performance, Tanz und dokumentarischem Theater. Lola Arias entwickelt das Projekt gemeinsam mit River Roux und verbindet persönliche Erfahrungen mit reflektierenden, teils konfrontativen Perspektiven auf Geschlecht, Selbstinszenierung und gesellschaftliche Zuschreibungen. Die Inszenierung arbeitet mit offenen Formen und wechselt zwischen choreografischen Sequenzen, Gesprächssituationen und performativen Setzungen.
Die Bühne von Irene Ip schafft einen flexiblen Raum, der sowohl intime Momente als auch distanzierte Beobachtungen zulässt. Tutia Schaads Kostüme spielen mit Übergängen zwischen Alltagskleidung, performativen Markierungen und abstrahierten Körperbildern. Die Choreografie von Colette Sadler strukturiert Bewegungsabläufe, die zwischen dokumentarischer Genauigkeit und körperlicher Überzeichnung changieren. Videoarbeiten von Stefan Korsinsky und Arndt Sellentin erweitern die Szenen um mediale Ebenen, die biografische Fragmente und performative Strategien sichtbar machen.
Ensemble
- River Roux
- Bishop Black
- Dieter Rita Scholl
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine Verbindung aus dokumentarischem Material, autobiografischen Elementen und choreografischen Strukturen
- ein Fokus auf Körperbilder, Identitätsentwürfe und die Darstellung von Geschlecht jenseits binärer Kategorien
- ein Bühnenraum, der Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und Wahrnehmungsmodi schafft
- der Einsatz von Video und Livemusik als eigenständige dramaturgische Ebenen
- ein Ensemble, das persönliche Erfahrungen und performative Rollen miteinander verschränkt
Die Produktion untersucht, wie individuelle Körpergeschichten auf der Bühne erzählt werden können und welche ästhetischen Formen sich aus der Auseinandersetzung mit Identität, Sichtbarkeit und Selbstbeschreibung entwickeln.




