Bewertung und Kritik zu
COSÌ FAN TUTTE – Salzburger Festspiele
von: Wolfgang Amadeus Mozart
Premiere der Neueinstudierung: 6. August 2026, Großes Festspielhaus, Salzburger Festspiele
Hamburger Premiere: 18. September 2026
Leading Team
Musikalische Leitung: Joana Mallwitz
Musikalische Leitung (22./29. 8.): Christoph Koncz
Regie:Christof Loy
Bühne: Johannes Leiacker
Kostüme: Barbara Drosihn
Licht: Olaf Winter
Besetzung
Fiordiligi: Elsa Dreisig
Dorabella: Victoria Karkacheva
Guglielmo: Andrè Schuen
Ferrando: Bogdan Volkov
Despina: Lea Desandre
Don Alfonso: Johannes Martin Kränzle
Don Alfonso (spielend): Johannes Martin Kränzle
Don Alfonso (singend, 22./29. 8.): Christopher Maltman
Ensembles
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor: Ensemble
Choreinstudierung: Jozef Chabroň
Wiener Philharmoniker: Orchester
Über die Inszenierung
Christof Loy zeigt Mozarts „Così fan tutte“ als präzise psychologisch geführte Studie über Liebe, Täuschung und emotionale Grenzbereiche. Die Inszenierung arbeitet mit klaren räumlichen Setzungen und einer fein austarierten Personenführung, die die Ambivalenzen der Figuren sichtbar macht.
Johannes Leiackers Bühne schafft einen eleganten, zugleich reduzierten Raum, der die emotionalen Verschiebungen der Handlung spiegelt. Barbara Drosihns Kostüme setzen charakterliche Akzente und betonen die gesellschaftlichen Rollen, die die Figuren einnehmen und hinterfragen.
Die musikalische Leitung von Joana Mallwitz – sowie an einzelnen Abenden Christoph Koncz – sorgt für eine klare, transparente und zugleich energetische Interpretation, die die feinen emotionalen Schattierungen der Partitur hervorhebt.
Olaf Winters Lichtgestaltung moduliert den Raum zwischen Intimität und öffentlicher Bühne und unterstützt die psychologische Präzision der Inszenierung.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– psychologisch präzise Figurenführung
– elegante, reduzierte Bühnenästhetik
– klare musikalische Interpretation
– starke Ensembleleistung
– zeitgenössische Lesart eines klassischen Werkes
Diese Neueinstudierung von „Così fan tutte“ verbindet musikalische Brillanz mit feiner psychologischer Zeichnung und zeigt Mozarts Oper als modernes, emotional vielschichtiges Beziehungsspiel.





