Bewertung und Kritik zu
NEIN ZUM GELD! – Compagnie de Comédie Rostock
Komödie von: Flavia Coste
Aus dem Französischen von: Michael Raab
Regie: Angelika Zacek
Mit: Angela Schlabinger, Lydia Wilke, Marcus Möller, Peer Roggendorf
Über die Inszenierung
Angelika Zacek inszeniert Flavia Costes rabenschwarze Komödie als pointiertes Kammerspiel über Moral, Ideale und die zerstörerische Kraft des Geldes. Ausgangspunkt ist ein scheinbar harmloses Abendessen, bei dem Richard seiner Frau, seiner Mutter und seinem besten Freund eröffnet, dass er im Lotto gewonnen hat – und den Gewinn nicht abholen will. Was als moralische Heldentat gedacht ist, entpuppt sich als Auslöser eines emotionalen und komischen Ausnahmezustands.
Die Inszenierung legt die Dynamiken zwischen Nähe, Loyalität und Habgier offen. Zacek arbeitet mit präzisem Timing, klaren Figurenzeichnungen und einer dichten, dialoggetriebenen Struktur, die die Absurdität der Situation immer weiter zuspitzt. Die Bühne wird zum Schauplatz eines moralischen Stresstests, in dem Ideale bröckeln und Beziehungen auf die Probe gestellt werden. Die Komödie entfaltet dabei eine Mischung aus Leichtigkeit, psychologischer Genauigkeit und bitterer Ironie.
Ensemble
- Angela Schlabinger
- Lydia Wilke
- Marcus Möller
- Peer Roggendorf
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine rabenschwarze Komödie über Moral, Geld und menschliche Schwächen
- ein präzises, dialogstarkes Kammerspiel mit hohem komödiantischem Tempo
- eine Inszenierung, die Ideale, Beziehungen und Loyalitäten humorvoll seziert
- ein Ensemble, das mit feinem Timing und klaren Figurenprofilen überzeugt
- eine zugespitzte Darstellung der Frage, wie weit Menschen gehen, wenn Reichtum lockt
Die Produktion untersucht, wie schnell moralische Überzeugungen ins Wanken geraten, wenn Geld ins Spiel kommt – und wie dünn die Grenze zwischen Liebe, Freundschaft und Habgier sein kann.





