Bewertung und Kritik zu
Fischer Fritz – Volkstheater Rostock
Premiere: 16. Januar 2026
Inszenierung: Annette Müller
Bühne und Kostüme: Oliver Kostecka
Dramaturgie: Sophia Lungwitz
Regieassistenz und Inspizienz: Martha Helms
Über die Inszenierung
Die Rostocker Produktion „Fischer Fritz“ untersucht soziale, familiäre und ökonomische Spannungsfelder, die sich um das Leben am Wasser und die Arbeitsrealitäten eines Küstenmilieus gruppieren. Annette Müller legt den Fokus auf alltägliche Abläufe, unausgesprochene Konflikte und die Frage, wie Traditionen und Erwartungen das Handeln der Figuren prägen. Die Inszenierung arbeitet mit klaren szenischen Setzungen und einer Erzählweise, die zwischen realistischen Momenten und atmosphärischen Verdichtungen wechselt.
Oliver Kosteckas Bühne und Kostüme schaffen einen Raum, der sowohl konkrete Arbeitswelt als auch symbolische Projektionsfläche sein kann. Die Gestaltung nutzt reduzierte Mittel, um unterschiedliche Perspektiven und Beziehungsdynamiken sichtbar zu machen. Die dramaturgische Mitarbeit von Sophia Lungwitz strukturiert den Abend über thematische Linien und Kontraste, während die Regieassistenz und Inspizienz von Martha Helms den Ablauf und die Übergänge präzise organisiert.
Ensemble
- Bernd Färber
- Lisa Moskalenko
- David Stancu
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine Konzentration auf soziale und familiäre Strukturen innerhalb eines Küstenmilieus
- ein Bühnenraum, der zwischen konkreter Arbeitswelt und abstrahierten Bildern wechselt
- eine Erzählweise, die Alltagsbeobachtungen mit szenischen Verdichtungen verbindet
- ein kleines Ensemble, das verschiedene Perspektiven und Rollenbeziehungen abbildet
- eine Inszenierung, die traditionelle Lebensweisen und gegenwärtige Herausforderungen gegenüberstellt
Die Produktion untersucht, wie sich individuelle Entscheidungen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen gegenseitig beeinflussen und welche Rollenbilder in diesem Umfeld sichtbar werden.




