Münchner Kammerspiele
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    SPIELPLAN

    Die Räuberinnen

    Bewertung und Kritik zu

    DIE RÄUBERINNEN
    nach Friedrich Schiller
    Regie: Leonie Böhm 
    Premiere: 23. November 2019 
    Münchner Kammerspiele 

    Zum Inhalt: Im Spiel, schrieb Schiller, sei der Mensch wirklich frei und nach dieser Freiheit sehne er sich. Für die Regisseurin Leonie Böhm ist das Theater ein fantastischer Ort für diese Suche nach Freiheit. Hier wird gespielt und experimentiert – und das live und gemeinsam. Leonie Böhm wählt dazu „Die Räuber“, das Werk, mit dem sich der junge Schiller selber das erste Mal als Theaterautor ausprobiert hat. Schillers Text erzählt von den Brüdern Franz und Karl Moor, die unter der fehlenden Anerkennung ihres Vaters leiden. Der Vater ist dabei Vieles: ein internalisierter Kritiker, Publikum, der Spiegel der Gesellschaft und ein altes Prinzip. Im Versuch sich zu emanzipieren, verlieren sich die Brüder in den Wäldern und in Gedanken. „Wozu ich mich machen will, ist meine Sache nun“, ruft Franz. Warum sollte man nicht nach eigenen Fiktionen leben? Wozu die Schranken? Wie kommen wir wieder ins Spiel?

    Mit Gro Swantje Kohlhof, Sophie Krauss, Eva Löbau, Julia Riedler

    Inszenierung: Leonie Böhm
    Live-Musik: Friederike Ernst
    Mitarbeit Inszenierung: Susanne Wagner
    Video: Ikenna David Okegwo
    Bühne: Zahava Rodrigo
    Licht: Jürgen Tulzer
    Musik: Friederike Ernst
    Kostüme: Mascha Mihoa Bischoff
    Dramaturgie: Helena Eckert

    TRAILER


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    2.0 von 5 Sterne
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    Leichtgewichtiger Abend mit Wasserschlacht
    4 years ago
    Kritik
    Bei Schillers Erstlingswerk „Die Räuber“ ist es naheliegend, dass sie sich auf die Themen Freiheit, Selbstverwirklichung und Ausbruch aus strengen Konventionen konzentriert. Zusammen mit ihren vier Spielerinnen Gro Swantje Kohlhof, Sophie Krauss, Eva Löbau und Julia Riedler sowie der Live-Musikerin Friederike Ernst entwickelte sie eine assoziative Performance. Der 80 Minuten kurze Abend kreist um das Spielen und Ausloten von Freiräumen. Bewusst verzichteten sie auf eine Rahmenhandlung, Schillers Figuren sind nicht mehr klar erkennbar, ihre Namen werden nur kurz angetippt, bleiben aber Schall und Rauch. Die Substanz des „Räuberinnen“-Projekts ist jedoch so dünn, dass sich der Abend ziemlich in die Länge zieht. Er kommt nicht von der Stelle, sondern kreist ständig um dieselben Leerstellen und endet sehr albern: die Performerinnen ziehen sich aus und rutschen durch die Pfützen auf der Bühne. Selbstbefreiung wird zum Kindergeburtstag verzwergt. Nach „Yung Faust“, das gut in die intimere Atmosphäre der Kammer 2 passte, durfte Leonie Böhm erstmals auf der großen Bühne der Münchner Kammerspiele inszenieren, konnte mit dieser leichtgewichtigen Arbeit jedoch nicht überzeugen. Komplette Kritik mit Bildern
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    1 von 1 Person(en) gefiel diese Kritik

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