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DER FLUCH DER SOUFFLEUSE
Theaterparcours für einen Zuschauer
Regie: Lorenz Seib 
Premiere: 20. Juni 2020 
TamS Theater München

Zum Inhalt: Das Gewitter ist vorüber, der Himmel über Schwabing klart langsam auf und doch ist im Theater alles anders als zuvor:
Der Vorhang öffnet sich, aber von den Schauspielern*innen fehlt jede Spur. Sie haben sich scheinbar im Foyer verlaufen und finden den Weg auf die Bühne nicht. Dieses Theater ist aber auch das reinste Labyrinth. Einmal falsch abgebogen und schon landet man hinter der Trauerweide, die von rosigen Zeiten berichtet. In der Garage werden Wolken gezimmert. Ein Optimist sucht die richtigen Worte im leergefegten Zuschauerraum, aber die Souffleuse ist mit sämtlichen Textbüchern ins Ausland durchgebrannt.
Der Sommer ist da, das Theater kommt von ganz alleine.

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WOMÖGLICH WELTFREMD
Eine kinotheatrale Wiederverwertung
Regie: Arno Friedrich 
Online-Premiere: 9. Mai 2020 
TamS Theater München

Zum Inhalt: Zwei Frauen fahren auf einem Floß übers Meer. Sie sind schon sehr lange unterwegs, mindestens seit gestern abend oder einem halben Jahrhundert. Sie hatten ein Ziel und sie hatten eine Aufgabe, aber beides scheint sich langsam aufzulösen in der unendlichen Weite des Ozeans. Mit dabei haben sie Erinnerungen, gebannt auf Filmrollen, eine Sammlung von Szenen und Situationen, Figuren, Konstellationen, Räumen. Und einen Projektor haben sie, der diese Erinnerungen nachts auf dem Segel ihres Floßes zu Bildern werden lässt. Bilder aus einem Theater, in dem absonderliche Dinge passieren. Es sind Aufnahmen aus dem TamS Theater, aus Aufführungen eines halben Jahrhunderts: Valentinaden und Brandstiftereien, Weltuntergänge und Riesenblödsinn, Königsdramen, Kassenschlager und Katastrophen. Nacht für Nacht sehen sie sich diese Filme an. Versuchen sie ihre Erinnerung wachzuhalten oder ein Geheimnis zu ergründen, oder haben sie einfach nichts Besseres dabei?
Unbeirrt fahren sie über das Meer und transportieren diese Bilder und Erinnerungen von einem Ort an einen anderen, von einer Zeit in eine andere, als wären sie ein Vermächtnis.

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WIR SIND NOCH EINMAL DAVONGEKOMMEN
von Thornton Wilder
Regie: Marcel Kohler 
Online-Premiere: 16. April 2020 
Theaterakademie August Everding München

Zum Inhalt: Die Welt im Krisenmodus. Die Menschheit in selbstzerstörerischer Ohnmacht. Von allen Seiten Bedrohung durch Kriege, durch die Klimakatastrophe, durch Pandemien. Der Weltuntergang, das unausweichliche Ende naht. Oder vielleicht doch nicht? Werden wir noch einmal davonkommen?
1942 schreibt der US-Amerikaner Thornton Wilder mit "Wir sind noch einmal davongekommen" ein Stück über die von Katastrophen geplagte Menschheit und den Kampf des ständigen Neuanfangs. 2020 plante der Abschlussjahrgang Schauspiel der Theaterakademie August Everding unter der Regie von Marcel Kohler, diesen brandaktuellen Stoff neu zu erforschen. Jedoch mussten aufgrund der Corona-Krise die Proben und die Bühnenvorstellungen der Produktion vorerst leider abgesagt werden.
Stattdessen fand die Premiere am 16. April online statt. Das Team erarbeitete unter Einbeziehung dieser theatralen Ausnahmesituation Wilders Stück über Videokonferenzen. Die Produktion wird am 23. und 24. Mai nochmals live in den einzelnen Wohnungen der Schauspieler*innen gespielt und kann über den YouTube-Kanal der Theaterakademie gestreamt werden.

Weiterlesen: Wir sind noch einmal davongekommen

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ZU UNSEREN FÜSSEN, DAS GOLD, AUS DEM BODEN VERSCHWUNDEN
von Svealena Kutschke
Regie: Jochen Schölch 
Premiere: 8. März 2020 
Metropoltheater München 

Zum Inhalt: Ein irritierender Titel: Wer ist diese Schwester? Und von wem ist sie die Schwester? Lot Vekemans wirft uns unwissend mitten ins Geschehen. Allmählich wird klar: Es ist Ismene, Tochter des Ödipus und jüngere Schwester der Antigone. Vekemans stellt sie ins alleinige Zentrum des Geschehens. Tausende von Jahren hat Ismene gewartet, ausgeharrt zwischen Leben und Tod; hat gehadert, mit sich, ihrer Familie, dem heldenhaften Handeln der Schwester und dem eigenen Nicht-Handeln.
un spricht sie und erzählt ihre Version der Familiengeschichte, sucht nach Erklärungen und Identität. Sucht auch nach Vergebung. Wie entfesselt redet sie sich alles von der Seele: den Irrsinn der Familientragödie, ihr ewiges Schattendasein als „kleine Schwester“, die Liebe und Bewunderung für und den Hass auf die überlebensgroße Antigone, die sich  furchtlos den Befehlen Kreons widersetzte, um den geliebten Bruder zu bestatten; Ismene erklärt, eifert, bewundert, bereut, zürnt, klagt an, rechtfertigt sich.

Weiterlesen: zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwunden

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PASSING - IT´S SO EASY, WAS SCHWER ZU MACHEN IST
von René Pollesch
Premiere: 29. Februar 2020 
Münchner Kammerspiele 

Zum Inhalt: Warum war ich so glücklich? Und ich wünschte, die Frage würde mich nicht mehr interessieren. Warum war ich so glücklich? Ich hatte so einen banalen und schönen Alltag wie jedermann. Es war endlich mal langweilig, sowas kannte ich gar nicht. Es war einfach normal, und ich war zum ersten Mal glücklich. Natürlich waren wir beide nicht normal, aber zusammen irgendwie schon. Ich war so glücklich, ich kann es überhaupt nicht sagen. Vielleicht weil es mir so vorkam, als hätte das alles nebenan stattgefunden. Mir kam es so vor, als wäre ich in etwas hineingeraten, das nebenan stattfindet. Das war gar nicht meines, und deshalb war ich so glücklich. Das, was nebenan gesprochen wird, das kann man akzeptieren. Das ist wie im Theater. Die Leute gehen deshalb ins Theater, weil sie wissen, es passiert nebenan. Das Wichtigste passiert immer nebenan. Dabei müssen die nicht mal neben einem Theater wohnen. Das, was sie Bock hätten zu sagen, das, was wirklich mit ihnen zu tun hat, passiert mit einem ganz anderen Text, und nicht mit irgendeinem eigenen. Das ist eben nicht auf direktem Weg zu haben, das, was man gerne sagen will. Direkt, was soll das auch sein? Nein, ich will meine eigenen Geschichten nicht hören, ich will sie auch nicht erzählen. Ich weiß ja von Anfang an, ich bin eher der Text, der nichts mit mir zu tun hat.

Weiterlesen: Passing - It´s so easy, was schwer zu machen ist

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AM WIESNRAND
von Stefanie Sargnagel
Regie: Christina Tscharyiski 
Premiere: 30. Januar 2020 
Münchner Volkstheater 

Zum Inhalt: Bier, Gaudi, Flirts, im besten Fall ein bisschen Trachtensex mit einem echten Bayern – auf die Wiesn ist Verlass. Was vor über 200 Jahren mit einem Pferderennen im Zuge der Hochzeitsfeierlichkeiten des Kronprinzen Ludwig mit seiner Braut Therese begann, verspricht heute einen 16 Tage währenden Ausnahmezustand schrankenlosen Gelages. Denn klar ist: Auf dem größten Volksfest der Welt gelten eigene Regeln. Zwischen Tradition und Trachtenfasching, bayerischer Gemütlichkeit und Exzess, Riesenrad und Kotzhügel entsteht so Jahr für Jahr ein eigentümlicher sozialer Ort, den der Wiener Literaturstar Stefanie Sargnagel fasziniert unter die Lupe nimmt. Was sie inmitten enthemmter Massen, großer Gefühle und niederer Triebe erlebt, bringt Christina Tscharyiski auf die Bühne, nach „JA EH! – Beisl, Bier und Bachmannpreis“, das den Publikumspreis des Radikal jung Festivals 2018 gewann, ihre zweite Inszenierung eines Sargnagel-Textes. Für musikalischen Halt im Taumel der Ekstase sorgt das Art-Pop Kollektiv EUROTEURO, das dem Schauspielensemble mit Songs voll Euphorie, Resignation und Optimismus zur Seite steht.

Weiterlesen: Am Wiesnrand

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BERLIN BERLIN
Die große Show der goldenen 20er Jahre
Premiere: 19. Dezember 2019 
Admiralspalast, Berlin

München-Premiere: 8. Januar 2020 
Deutsches Theater München 

eventimTICKETS ONLINE KAUFEN

Zum Inhalt: Willkommen im Berlin der 20er Jahre! Hier atmet die Freiheit, das Leben und die Lust! Treten Sie ein und werden Sie Teil dieser rastlosen Welt. Paillettenkleider glitzern im Abendlicht, heiße Melodien treiben zu immer zügelloseren Tänzen an und alle Grenzen verschwimmen im sündigen Dickicht der Nacht. Die brandneue Show BERLIN BERLIN führt Sie in den brodelnden Kosmos der „Roaring Twenties“ und zeigt, was die Hauptstadt des Lasters heute wie damals in Ekstase versetzt. Große Stars wie die Stilikone Marlene Dietrich, die legendären Entertainer der Comedian Harmonists und die Skandaltänzerin Josephine Baker laden Sie ein zum heißen Tanz auf dem Vulkan. So verführerisch wie diese Weltpremiere ist keine andere Show.

BERLIN BERLIN wirft sich mit Haut und Haaren in den wilden Strudel einer schwindelerregenden Zeit. Frei nach dem Motto: „Es geht doch nichts über einen kleinen Skandal!“ erzählt ein charismatischer Conférencier zusammen mit dem 30-köpfigen Ensemble vom gierigen Tanz auf Messers Schneide zwischen Weltwirtschaftskrise und ungebremster Vergnügungslust. Die Funken sprühen, wenn die Revuegirls zu Charleston und Lindy Hop ihre endlos langen Beine schwingen und Erfolgsnummern wie „Puttin’ on the Ritz“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Mackie Messer“ und „Bei mir bist du schön“ den ganzen Saal elektrisieren. Kommen Sie mit auf eine verführerisch-funkelnde Zeitreise und erleben Sie das prickelnde Lebensgefühl der goldenen 20er Jahre hautnah!

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THE SNOW QUEEN
von Hans Abrahamsen
Regie: Andreas Kriegenburg 
Premiere: 21. Dezember 2019 
Bayerische Staatsoper München

Zum Inhalt: Zwei Kinder, Gerda und Kay, sind innig vertraut, wie füreinander bestimmt. Da sticht etwas Kay ins Herz und ins Auge, und schon sind sie einander entfremdet, als lebten sie in zwei verschiedenen Welten. Von der Schneekönigin entführt, verschwindet Kay dann auch leibhaftig aus Gerdas Leben. Sie beginnt eine lange Suche nach dem Freund, bis sie ihn in Schnee und Eis wiederfindet und mit ihren Tränen die teuflischen Splitter aus ihm herausweint. Um viele Erfahrungen reicher sind beide nun bereit, erwachsen zu werden. Hans Christian Andersens Märchen von der Schneekönigin ist Vorlage für Hans Abrahamsens erste Oper; der dänische Komponist hat sie, nach intensiver Beschäftigung mit dem Thema Schnee und lebenslanger Auseinandersetzung mit Andersens Märchen, von 2014 bis 2018 auf ein eigenes Libretto geschrieben: „Es sind sehr viele Schichten in dem Märchen. Man kann den Text auf verschiedene Arten lesen. Er enthält viele Geheimnisse, und man kann ihn auf viele Weisen deuten.“ Seine Musik mit ihren fein changierenden Strukturen und subtil veränderten Wiederholungen verleiht dem Text Tiefe und zugleich Leichtigkeit. Wenige Wochen nach der Uraufführung in Kopenhagen zeigt die Bayerische Staatsoper die Erstaufführung der englischen Fassung, in der die Sopranistin Barbara Hannigan – die Abrahamsen maßgeblich zur Komposition dieser Oper inspiriert hat – erstmals die Partie der Gerda übernimmt. Der Regisseur Andreas Kriegenburg inszeniert The Snow Queen als Geschichte von Erwachsenen für ein erwachsenes Publikum, als eine Reise ins Innerste der menschlichen Seele.

Weiterlesen: The Snow Queen

 

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