KARLSRUHE



Bewertung und Kritik zu

In den Gärten oder Lysistrata Teil 2

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IN DEN GÄRTEN ODER LYSISTRATA TEIL 2 
von Sibylle Berg
Regie: Nele Lindemann, Fabian Groß 
Online-Premiere: 9. Mai 2021 
Badisches Staatstheater Karlsruhe 

Zum Inhalt: Sibylle Bergs neuestes Stück beginnt in einer Zukunft, in der die Männer so gut wie ausgestorben sind und Frauen die Geschicke der Welt lenken. Die letzten noch lebenden männlichen Exemplare führen das Publikum durch ein Museum, in dem sich die sogenannten Gärten befinden, in denen die Entwicklung bis zur weiblichen Machtübernahme exemplarisch vor Augen geführt wird. Wir beginnen im „Vorspielgarten“. In ihm ist der Beginn einer Liebe zwischen Bernd und Lysistrata zu erleben, zu einer Zeit, in der die Welt noch männlich dominiert war. In weiteren Gärten ist die Entwicklung der Beziehung zu sehen, Bernd und Lysistrata ziehen zusammen, bekommen ein Kind – von diesem Moment an geht es mit den beiden bergab und die Menschheitsgeschichte wechselt das Vorzeichen: von männlich zu weiblich. Bei Aristophanes ruft die Titelheldin Lysistrata die Frauen verfeindeter Kriegsheere zum Sexstreik auf, um Frieden zu erzwingen. In Sibylle Bergs Überschreibung dieses Stoffes gehen die Männer in den Streik, weil sie nicht alleine zuständig sein wollen für Kindererziehung und Haushalt. Ihre Existenzen enden in den „Friedgärten“, Einrichtungen außerhalb der Stadt, in denen sie unbehelligt sterben können. Sibylle Berg führt mit dieser science-fiction-artigen Komödie drastisch-humorvoll zugespitzt vor Augen, dass die Begriffe Gleichberechtigung und Macht zusammengeführt werden müssen, um einen gesellschaftlichen Fortschritt zu erreichen.

Tinder – Das Musical

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TINDER
Das Musical
Regie: Ingmar Otto 
Premiere: 5. April 2019 
Kammertheater Karlsruhe

Zum Inhalt: Traum_Klaus_42 sitzt auf einer Forschungsstation in der Arktis, die nächste Frau, die ihn treffen möchte, ist 578 km entfernt. Sie verabreden sich lose, er weiß nicht, wann er weg kommt, bis dahin zwitschern Emojis durch die Stratosphäre. Camilla sitzt in einem Café, Tinder zeigt ihr 827 Treffer in einem Umkreis von zwölf Metern an, sie guckt sich um und kann sich mit keinem dieser Männer einen gemeinsamen Kaffee vorstellen. Also bestellt sie sich einen Single Malt auf Eis. Im gleichen Café sitzt Sabine. Sie trifft auf Tinder die Liebe ihres Lebens, nur einen Meter fünfzig entfernt, Rainer, den sie vor zwanzig Jahren geheiratet hat. Und hoch oben, über all den sich „wegswipenden“, den „raus oder in ihr Leben“ wischenden, auf Matchjagd surfenden Tinder-Nutzern, fliegen Tasja und Eric gemeinsam in ihren ersten gemeinsamen Urlaub, ganz real, mit echter Sonne, echtem Sand und echter Liebe... und alles nur, weil Eric sich vertippt hat. Der Mensch, ständig ist er auf der Suche: nach seinen Autoschlüsseln, dem Traumjob, einer neuen Wohnung. Vor allem aber nach der großen Liebe. Nie gab es so viele Singles wie heute, jeder fünfte Deutsche lebt allein. Laut einer Studie des Hamburger Analyse-Instituts Nielsen nutzen inzwischen die Hälfte der Singles Flirt-Portale wie Tinder – achtmal so viele wie vor zehn Jahren. Wie es sich mit der Liebe verhält, wenn sie von der virtuellen in die reale Welt übergehen soll, besingen die sieben Figuren mal rockig, mal gefühlvoll in dieser von Kammertheater-Intendanten Ingmar Otto eigens für die Bühne des Kammertheaters geschriebenen Musical-Komödie.

Alcina

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ALCINA 
von Georg Friedrich Händel
Regie: James Darrah 
Premiere: 16. Februar 2018 
Badisches Staatstheater Karlsruhe 
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Zum Inhalt: Langweilige Liebhaber verwandelt die Magierin Alcina einfach in Pflanzen und Tiere – denn der nächste Seefahrer strandet schon bald an den Ufern ihrer Insel. Das geht so lange gut, bis die Verlobte einer dieser Männer Alcinas Reich entdeckt. Am Ende werden nicht nur alle befreit, sondern hinter der Fassade der fürchterlichen Zauberin kommt die Sehnsucht einer Frau zum Vorschein. Mit den schönsten und berührendsten Arien vertonte Händel die fantastische Geschichte. Sein Meisterwerk, zuletzt vor 40 Jahren in Karlsruhe, hat alles, was eine Barockoper so reizvoll macht: musikalische Opulenz, verblüffende Szenenwechsel, Bühnenspektakel, Verwechslungen und Verwicklungen, und eine gute Portion Liebe und Eifersucht. 


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