Thalia Theater Hamburg



Thalia Theater Hamburg
www.thalia-theater.de
Raboisen 67 - 20095 Hamburg
Telefon: 040 32814444
SPIELPLAN & KARTEN

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Bewertungen, Kritiken und Rezensionen zu sehenswerten Gastspielen, die in Hamburg im Thalia Theater spielen:

 

Bewertung und Kritik zu

Nora – Weihnachten bei Helmers

Bewertung und Kritik zu

NORA – WEIHNACHTEN BEI HELMERS
von Henrik Ibsen
Regie: Kriszta Székely 
Deutschland-Premiere: 31. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Eine Familie zerfällt auf der Bühne. In solchen Krisen gibt es keine guten oder schlechten, es gibt nur gegensätzliche Absichten und unterdrückte Bedürfnisse. In der Ehe von Nora und Helmer führen neben den erdrückenden Beschränkungen, die vorbestimmte Rollenvorstellungen einer Ehe mit sich bringen, mangelnde Selbsterkenntnis und mangelnde Freiheit zur Scheidung.
Die Probleme, mit denen sich Ibsens Stück befasst, insbesondere die Situation der Frauen, haben sich in den meisten Teilen Europas mittlerweile stark verändert. Rechtliche Veränderung wirkt aber nicht unbedingt sofort in die Gesellschaft zurück. Eine Idee beginnt den Fortschritt, aber das menschliche Verhalten hinkt in seiner Anpassung langsamer hinterher. Die Art und Weise, wie Menschen denken, fühlen und Entscheidungen treffen, kann immer noch ähnlichen Mustern folgen wie vor 140 Jahren.

Der Himmel ist keine Kulisse

Bewertung und Kritik zu

DER HIMMEL IST KEINE KULISSE 
von Daria Deflorian & Antonio Tagliarini
Regie: Francesco Alberici, Monica Demur 
Deutschland-Premiere: 30. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: 2016 führten ihre Forschungen sie in Richtung der Besessenheit mit den Rhythmen des zeitgenössischen Lebens und jener „hyperaktiven Wirksamkeit“, die uns ständig auffordert immer mehr zu sehen. Dieser Antrieb hindert uns aber auch zunehmend daran, uns umzusehen, ohne ein unmittelbares Ziel im Auge zu haben und macht die einfache Kontemplation unmöglich. Was meinen wir mit „innen leben“? Wenn es stimmt, dass „wir unser Innenleben gegen ein Leben drinnen eingetauscht haben“, wie lassen uns unsere verschiedenen Formen des Schutzes über diejenigen nachdenken, die „im Regen draußen“ gelassen wurden? Der Himmel ist keine Kulisse zielt darauf ab, den Dialog zwischen dem Schein-Innenraum und dem Außen zu stärken.

Una [eine Frau] / Una

Bewertung und Kritik zu

UNA [EINE FRAU] / UNA
von Raquel Cors und Dani Lacasa
Regie: Raquel Cors 
Deutschland-Premiere: 28. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Eva Lyberten, betritt die Bühne, um uns ihre Geschichte zu erzählen. Jetzt, 60 Jahre alt, teilt sie ihre Vergangenheit mit dem Publikum und erzählt ihre Geschichte, veranschaulicht durch jene Bilder von ihr, die überleben haben: ihre Erotikfilme. Dabei werden Identität, Begehren und Fiktion in ihren Filmen aus den 1970er Jahren analysiert, als sich Spanien zu öffnen begann.
Dieses Stück bewegt sich zwischen Dokumentation und Fiktion und reflektiert das auf den weiblichen Körper projizierte erotische Bild, was wir glauben und wie wir diese - sowohl öffentlichen als auch privaten - Bilder betrachten. Es verhandelt die Spannungen zwischen der individuellen und der kollektiven Sphäre, zwischen Verlangen und Fiktion, sexuellen Ikonen und Frauen. Es ist eine Studie über das Schauen und angeschaut werden, über das Sichtbare und das, was sich hartnäckig weigert, gesehen zu werden.
Una [Eine Frau] ist ein Produkt des Empremta (Imprint) - Projekts des Teatre Lliure, einer theatralen Zusammenarbeit zwischen Carlota Subirós und Raquel Cors.

Der Idiot / Идиот

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DER IDIOT / ИДИОТ 
nach Fjodor Dostojewski
Regie: Maxim Didenko 
Deutschland-Premiere: 27. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Obwohl es in diesem „persönlichsten aller Hauptwerke Dostojewskis“ über 20 Charaktere gibt, sind nur vier Schauspieler an der Aufführung beteiligt - zusammen mit der atemberaubenden Ingeborga Dapkūnaitė, die die Rolle von Prinz Myschkin spielt. Maxim Didenko inszenierte Der Idiot in der Ästhetik des „Cirque Noir“: „Unter anderem sind zwei Dinge in unserer Welt verloren gegangen: die Kultur der Clownerie und die Wahrnehmung von Dostojewski als lebendigen Menschen voller Ironie“.
Der Regisseur rückt das Liebesdreieck des Romans "Myschkin - Nastassya Filipovna - Rogoschin" ins Rampenlicht und all die außergewöhnlichen Ereignisse, die man oft übersieht, und beschäftigt sich mit den "verfluchten Fragen" des Romans.

So ist es (wenn es Ihnen so scheint)

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SO IST ES (WENN ES IHNEN SO SCHEINT) 
von Luigi Pirandello
Regie: Filippo Dini 
Deutschland-Premiere: 25. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: „So ist es“ ist eine der erfolgreichsten zeitgenössischen Inszenierungen Italiens im Ausland, und wurde u.a. als erstes Stück Pirandellos auf italienisch mit großem Erfolg in China aufgeführt. Der Schauspieler und Regisseur Filippo Dini krempelt die Komödie zum grotesken Thriller um, die einst Pirandellos Erfolg als Theaterautor begründete. Für seine Inszenierungen wurde Dini mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis Le Maschere del Teatro Italiano 2019 für „So ist es“.
Eine der bekanntesten Komödien von Pirandello feiert ein Comeback mit Filippo Dini, Maria Paiato, Andrea Di Casa, Mariangela Granelli und Nicola Pannelli in der Besetzung dieses Thrillers: eine Ermittlung im lästigen Milieu der unteren Mittelklasse, mit einer zwielichtigen Familie, die gerade in die Provinzstadt gezogen ist. Obwohl die Behörden das Problem in die Hand nehmen, ist es kein leichtes, das Rätsel zu lösen.

Antigone in Molenbeek / Tiresias

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ANTIGONE IN MOLENBEEK / TIRESIAS
Stefan Hertmans / Kate Tempest
Regie: Guy Cassiers 
Deutschland-Premiere: 23. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: ANTIGONE IN MOLENBEEK: Stefan Hertmans stellt Antigone inmitten einer heutigen multikulturellen Gesellschaft. Hier heißt Antigone Nouria und ist Jurastudentin. Einer ihrer Brüder hatte sich radikalisiert, ist in den Nahen Osten gegangen, hatte für ISIS gekämpft und ist jetzt bei einem Terroranschlag gestorben. Nouria ist entschlossen, die sterblichen Überreste ihres Bruders zu begraben. Als die Behörden sich aber weigern, seinen Körper freizulassen, geht alles schief.
TIRESIAS: In Tempests gesprochenem Gedicht ist Tiresias ein fünfzehnjähriger Junge, der sich in eine Frau schließlich in einen Propheten verwandelt, auf den niemand hört. Eine Rolle, die auf die Schauspielerin Katelijne Damen zugeschnitten ist, mit der Guy Cassiers zuvor in der Produktion Orlando (nach Virginia Woolf) zusammenarbeitete. Wie Tiresias erzählte schon Orlando die Geschichte einer Transformation von Mann zu Frau und stellte gezielt alle möglichen Fragen zur Identität.

Der Idiot / Idioten

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DER IDIOT / IDIOTEN
von Fjodor Dostojewski
Regie: Mattias Andersson 
Deutschland-Premiere: 22. Januar 2021 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Prinz Myschkin ist ein gutherziger Mensch. Er denkt immer an das Wohl anderer, begegnet jedem mit Verständnis. Kein Wunder, dass sich sein Umfeld davon provoziert fühlt. Ist er tatsächlich ein Idiot? Oder hat er einen versteckten Plan? Und ist es wirklich Güte, wenn man als privilegiert geborener Großzügigkeit zeigt? Der Dramatiker und Regisseur Mattias Andersson geht von Fjodor Dostojewskis klassischem Roman „Der Idiot“ aus, um die Relevanz seiner ethischen, politischen und existenziellen Fragen für unsere Zeit zu untersuchen. Mit einer Polyphonie von Stimmen und Texten von 1869 bis heute schafft „Der Idiot“ ein Performance-Kunstwerk über die Fragen und die Provokation von Güte.

Mary Said What She Said

Bewertung und Kritik zu

MARY SAID WHAT SHE SAID
Robert Wilson, Darryl Pinckney, Ludovico Einaudi, Isabelle Huppert
Deutschland-Premiere: 27. September 2019 (Gastspiel) 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Nach den legendären Erfolgen von „The Black Rider“, „Alice“ und „Time Rocker“ in den 1990ern bringt „Mary Said What She Said“ Theatervisionär Robert Wilson endlich zurück ans Thalia Theater, mit der Oscar-nominierten Starschauspielerin Isabelle Huppert in einer eindrücklichen Soloperformance.

Aus der Feder des langjährigen Wilson-Autors Darryl Pinckney, der schon den Monolog „Orlando“ aus dem Jahr 1993 für das Dreamteam Wilson/Huppert geschrieben hat, stammt die neue Bearbeitung des bekannten historischen Stoffes über Mary Stuart, Königin von Frankreich und Schottland. Eine Geschichte über Liebe, Macht, Verrat – und über unbändigen Freiheitsdrang, gespielt von einer der charismatischsten Schauspielerinnen unserer Zeit. Es ist das fesselnde Porträt einer starken, außergewöhnlichen Persönlichkeit, einer Frau, die auch kurz vor ihrer Hinrichtung noch leidenschaftlich um ihre Version der Geschichte kämpft.


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