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Bewertung und Kritik zu

DANTONS TOD 
von Georg Büchner
Regie: Jette Steckel 
Premiere: 21. April 2012 
Thalia Theater Hamburg 

Zum Inhalt: Was gilt es heute noch zu stürzen? Die Herrschaft des Geldes und der Märkte? Ist soziale Gerechtigkeit noch ein Ziel der Politik? „Seit etwa drei Jahren habe ich keinen Artikel mehr geschrieben, denn ich weiß nicht mehr, was ich noch schreiben soll“, so der Schriftsteller Ingo Schulze im Januar 2012. „Es ist alles so offensichtlich: die Abschaffung der Demokratie, die zunehmende soziale und ökonomische Polarisation in Arm und Reich, der Ruin des Sozialstaates, die Privatisierung und damit Ökonomisierung aller Lebensbereiche, die Blindheit für den Rechtsextremismus und, und, und…“
Kann der Einzelne den Verlauf der Geschichte beeinflussen? Der 22-jährige Büchner, als Verfasser der politischen Flugschrift „Der Hessische Landbote“ nur knapp einer Verhaftung entgangen, beschäftigt sich 1834/35 im reaktionären Deutschland literarisch mit den Möglichkeiten der Revolution. Sein Stück „Dantons Tod“ lässt Büchner fünf Jahre nach dem Sturm auf die Bastille einsetzen. Der euphorische Beginn der Französischen Revolution ist lange vorbei, eine neue Klasse der Profiteure hat sich etabliert, das Volk hungert weiter. Danton plädiert für ein Ende der Schreckensherrschaft, scheint aber an der Veränderbarkeit der Verhältnisse zu zweifeln und kokettiert mit dem Tod. Robespierre dagegen radikalisiert die Verbindung von Tugend und Terror und so verkehrt sich Brüderlichkeit in Brudermord.

Mit: Jörg Pohl, Mirco Kreibich, André Szymanski, Thomas Niehaus, Daniel Lommatzsch, Karin Neuhäuser, Maja Schöne, Lisa Hagmeister, Axel Olsson

Regie: Jette Steckel
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: Matthias Grübel, Jonas Landerschier
Klangräume: Ronald Steckel
Licht: Paulus Vogt
Ton: Rewert Lindeburg, Nourdin Ghanem
Dramaturgie: Susanne Meister.

TRAILER


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Revolutionsdrama mit Schlagzeug-Duett und Schafott-Ungetüm
  · 30.04.20
Was oft glänzend gelingt, Jette Steckels „Romeo und Julia“ zum Einsatz kommt" rel="nofollow" >vor allem wenn professionelle TV-Regie wie bei Jette Steckels „Romeo und Julia“ zum Einsatz kommt, klappt diesmal nicht. Von der Wucht des Bühnenbild-Ungetüms und des Rock-Konzerts kann die Aufzeichnung wenig einfangen. Am besten gelingt dies in zwei Momenten: beim Schlagzeug-Duell von Robespierre (Daniel Lommatzsch) und Danton (Jörg Pohl) und im 4. Akt, als Danton und seine Anhänger zum Tod verurteilt werden und an dem Koloss langsam in die Höhe gezogen werden.

Der wütende Appell von UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler gegen den Hunger in der Welt, den Jette Steckel als Fremdtext einbaut und Camille (ihr Lieblingsschauspieler Mirco Kreibich) sprechen lässt, fügt sich gut in Georg Büchners Revolutions- und Ideendrama ein.

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