Neverland

Bewertung und Kritik zu

NEVERLAND
von Anne Haug & Antú Romero Nunes
Premiere: 12. Oktober 2019 
Thalia Theater Hamburg 

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Zum Inhalt: Ein in die Jahre gekommener Reisender langweilt sich in seinem Hostel-Zimmer irgendwo auf der Welt. Nichts gibt es, was er nicht schon gesehen hätte. Da stürzt eine junge Frau in sein Zimmer, um ihn ins Phantasiereich Neverland zu führen. Ihr ständiger Begleiter ist der Urmensch George. Er ist halb Mensch, halb Tier und der letzte seiner Art. In bedingungloser Verfallenheit folgt der Reisende den beiden Sonderlingen durch die Nacht. Poetisch, Bild- und Sprachgewaltig erzählt Antú Romero Nunes von einer phantastischen Welt, die sich wehrt, erwachsen zu werden.
Russland, Schweden, Slowenien, Belgien, Finnland, Polen, Niederlande, Österreich und Deutschland – Nach Motiven aus J.M. Barries „Peter Pan“ spielt, tanzt und singt in dieser internationalen Koproduktion mit drei Theatern und sechs Schauspielschulen ein multilinguales Ensemble ein Märchen für Erwachsene und komponiert aus ihrem Sprachgemisch eine Weltmelodie.

Mit Electra Hallman, Marko Mandić, Aenne Schwarz, Christiane von Poelnitz, Alexandra Mamkaeva, Pascal Houdus

Regie: Antú Romero Nunes
Text: Anne Haug
Antú Romero Nunes
Bühne: Matthias Koch
Kostüme: Lena Schön, Helen Stein
Dramaturgie: Christina Bellingen
Choreografie: Nir De Volff / Total Brutal

TRAILER


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Wirr verzettelt
  · 10.11.19
Eine poetisch-verträumte Erzählung über den Jungen Peter Pan, der nicht erwachsen werden will, sollte dieser Abend des Thalia-Hausregisseurs Antú Romero Nunes werden.

Leider verzettelt sich der Abend in viel zu vielen, meist wirr aneinander gereihten Abschweifungen. Von der Odyssee über Cristiano Ronaldo bis zu jungen Drogendealern in Südamerika kommt er vom Hölzchen aufs Stöckchen. Antú Romero Nunes und Anne Haug lassen jedoch ein klares Konzept vermissen, was sie überhaupt erzählen wollen. Der Bogen, den sie vor der Pause von Peter Pan zu Berliner Abenteuerspiel-Plätzen für Erwachsene wie „Kater Blau“ oder Berghain“ schlagen, wäre ein interessanter Ansatz gewesen. Aber diese Idee wird genauso wenig weiterverfolgt wie jeder andere Einfall des Abends.

Dementsprechend kommt „Neverland“ nicht über eine Nummernrevue hinaus, die sich zähe drei Stunden dahinschleppt und nur in wenigen kurzen Szenen unterhält. Von der Poesie der besten Nunes-Inszenierungen wie „Orpheus“ ist dieser Abend weit entfernt, aber auch Slapstick und Comedy sind diesmal eher Mangelware.

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