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Bewertung und Kritik zu

DER NUSSKNACKER
von Peter I. Tschaikowsky
Choreographie: Vasily Medvedev, Yuri Burlaka 
Premiere: 26. Dezember 2019 
Staatsballett in der Deutschen Oper Berlin 

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Zum Inhalt: Der Nussknacker darf im Spielplan des Staatsballetts Berlin nicht fehlen: Vasily Medvedev und Yuri Burlaka, zwei russische Choreographen und Kenner der Tradition, haben für das Staatsballett Berlin eine Fassung geschaffen, die auf der szenischen und choreographischen Überlieferung des Originals von 1892 beruht. Bühnenbild und Kostüme wurden den historischen Vorlagen angepasst, die zu den Schätzen russischer Ballettarchive zählen. Die Choreographie, die zur Uraufführung von Lew Iwanow geschaffen wurde, wird in weiten Teilen an seine Vorgaben angelehnt, war dieser es doch, der dem Ballett seinen unverwechselbaren tänzerischen Geschmack aufgeprägt hat und dessen Kunst bis heute stilbildend ist.

In Verbindung mit der Brillanz moderner Tanzkunst entfaltet diese Inszenierung – eine liebevolle Rekonstruktion, die als große Ballett-Feerie angelegt ist – ihren ganzen nostalgischen Charme und verspricht das Gefühl weihnachtlicher Vorfreude: Als hätte Peter I. Tschaikowsky das Herabfallen von Schneeflocken oder den Duft weihnachtlicher Gewürze komponiert – ein musikalischer Geniestreich.

Choreographie: Vasily Medvedev
Choreographie: Yuri Burlaka
Musik: Peter I. Tschaikowsky
Bühnenbild nach historischen Vorlagen: Andrei Voytenko
Kostüme nach historischen Vorlagen: Tatiana Noginova
Musikalische Leitung: Anton Grishanin


DurchschnittsnoteSchreibe eine Kritik
Einige verbinden Weihnachten mit dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, andere denken bei Weihnachten an Whams Lied „Last Christmas“, ich hingegen assoziiere diese Zeit mit der Ballettaufführung „Der Nussknacker“.
Als jemand, der in der Ukraine geboren wurde, bin ich mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky und dem Nussknacker aufgewachsen. So war es für mich eine Frage der Ehre, am Donnerstag, den 26. Dezember 2019, in der Deutschen Oper Platz zu nehmen und aufgeregt und gespannt auf „Der Nussknacker" zu warten.

Um 19.30 Uhr begann die Geschichte meiner Kindheit und wir sahen, wie die Familie Silberhaus vor einem riesigen Weihnachtsbaum Weihnachten feiert. Die Frauen tragen elegante Seidenkleider und die Männer feine Fracks. Kinder lachen und spielen ausgelassen miteinander. Alle sind fröhlich und genießen das fröhliche Familienfest. Als Geschenke für die Kinder gibt es vier Puppen: die Prinzessin, den Prinzen und den Mäusekönig. Das schönste Geschenk, den Nussknacker, schenkt aber der geheimnisvolle Drosselmeyer
(Federico Spallitta) seinem Patenkind Clara, das sich sofort in die Figur verliebt und sich von nun an rührend um diese kümmert.

Um Mitternacht erwachen die Spielfiguren zum Leben und der böse Mäusekönig (Olaf Kollmannsperger) bedroht mit seiner Mäusearmee die anderen Spielfiguren. Der Nussknacker entführt nach seiner Rettung durch Clara Clara in eine Traumwelt, in der er sich in einen schönen Prinzen verwandelt...

Die ganze Zeit fühlte ich mich wie in einem Märchen, was zum großen Teil der elfengleichen Clara (Ksenia Ovsyanick, die ich schon in und als „Dornröschen“ auf der Bühne bewundert habe) und ihrem bezaubernden Nussknacker-Prinzen (Dinu Tamazlacaru) zu verdanken war. Beide harmonierten auf der Bühne neben- und miteinander und nahmen den Zuschauer zu der Musik von Peter I. Tschaikowsky unter der musikalischen Leitung von Anton Grishanin in eine mystische Welt voller bezaubernder Bilder. Auch die übrigen Balletttänzerinnen tanzten wundervoll, wie funkelnde Schneeflöckchen – ein wunderschönes Abschlussbild vor der Pause.

Der zweite Akt war tänzerisch sogar anspruchsvoller, da die beiden Hauptprotagonisten in einer Solovorstellung dem Publikum ihr Talent demonstrierten, was zum begeisterten Szenenapplaus seitens der Zuschauer führte. Und da in einer Traumwelt alles möglich zu sein scheint, entstanden im Folgenden zauberhafte und geheimnisvolle Bilder vor unseren Augen: Zuerst bekamen wir einen spanischen Tanz von einer Flamencotänzerin und ihren Toreros zu sehen. Weronika Frodyma, Marco Arena, Alexander Bird, Cameron Hunter und Konstantin Lorenz tanzten hier miteinander hingebungsvoll und leidenschaftlich.

Es folgte ein orientalischer Tanz von Konkubinen. Dabei bewegten sich die Tänzer Giacomo Bevilacqua, Filipa Cavaco, Jordan Mullin, Kathrin Rooke, Georgeta Varvarici verführerisch wie Schlangen, die gleich ihre Beute erlegen werden. Der chinesische Tanz wurde voller Anmut von den Balletttänzern Yuka Matsumoto und Lewis Turner getanzt. Beide evoziierten beim Zuschauer Bilder von Fernost.
In dem letzten Bild der Traumwelt zeigten uns lebende Sonnenblumen einen grazilen Goldenen Walzer, bevor Dinu Tamzlacaru und Ksenia Ovsyanick als Paar und abwechselnd in einem Soloauftritt brillierten und dem Publikum bewiesen, warum sie zurecht diese unter den Balletttänzern angesehenen Rollen tanzten durften.

Die Choreografie der beiden russischen Choreographen Vasily Medvedev und Yuri Burlaka beruht auf der szenischen und choreographischen Überlieferung des Originals von 1892 und überzeugte nicht nur mich an dem gestrigen Abend. Auch das pompös wirkende Bühnenbild von Andrei Voytenko und die authentischen Kostüme von Tatiana Noginova wurden nach einem historischem Vorbild geschaffen, was meine Begleitung und mich vollends begeistert hat.

Mein Fazit: Mit dieser klassischen Inszenierung gelingt dem Staatsballett Berlin eine zauberhafte Version des Nussknackers, in der wir zusammen mit den talentierten Tänzern in eine Märchenwelt voller Magie eintauchen. Ich konnte ca. zwei Stunden lang nicht aufhören zu lächeln und war wie der größte Teil des Publikums einfach entzückt. Am Ende haben die Zuschauer die Tänzer und die Verantwortlichen flammend gefeiert. Vor allem die vielen Kinder der Ballettaufführung, die das Herz jedes Zuschauers erwärmt haben, wurden am Ende zurecht mit einem frenetischen Applaus belohnt.

Wer sich genauso wie ich von der geheimnisvollen Welt des Nussknackers verführen lassen und eines der beliebtesten Ballette überhaupt erleben möchte,
dem sei die weiteren Vorstellungen wärmstens empfohlen:
Montag, den 30.12.2019, um 19.30 Uhr
Mittwoch, den 1.1.2020, um 18 Uhr
Freitag, den 3.1.2020, um 19.30 Uhr
Freitag, den 10.1.2020, um 19.30 Uhr (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

Adresse: Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin

Weitere Informationen:
https://www.deutscheoperberlin.de/de_DE/calendar/der-nussknacker.15955465

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
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